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Bitcoin-Miner stehlen Rechenzeit aus der Cloud

17.10.2017 | 15:11 Uhr |

Kriminelle nutzen schlecht gesicherte Cloud-Konten, um mit deren Rechenleistung unbemerkt nach Kryptowährungen zu schürfen.

Mit teuren Grafikkarten lassen sich Kryptowährungen recht effizient errechnen . Kriminelle haben einem Sicherheitsbericht von RedLock zufolge nun jedoch eine Möglichkeit gefunden, sich ganz ohne Investitionen mit dem Mining von Kryptowährungen zu bereichern. Dazu missbrauchen sie die Cloud-Plattformen von Entwicklern und Organisationen. Die dort zur Verfügung stehende Rechenleistung nutzen die Kriminellen zum Errechnen der Kryptowährungen. Dabei haben sie teilweise leichtes Spiel, denn die Administratoren der Cloud-Konten verwenden häufig noch das Standardpasswort der Plattform.

Konkret betroffen seien zum Beispiel die Sicherheitsfirma Gemalto und der Versicherer Aviva. Dort finden sich Admin-Zugänge für Cloud-Anwendungen von Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure sowie zur Google Cloud Platform ganz ohne Passwortschutz. Hier lassen sich beispielsweise in Mail-Konten Krypto-Miner verstecken, die für die Kriminellen - unbemerkt vom Besitzer des Cloud-Accounts - Kryptowährungen errechnen. Auch auf Webseiten wurden bereits Skripte entdeckt, die die Rechenleistung des eigenen PCs beim Besuch des Angebots für die Errechnung von Kryptowährungen verwenden. Die beliebte Torrent-Website The Pirate Bay nutzte zu Testzwecken etwa ein solches Skript , erhielt dafür jedoch viel Kritik von den Besuchern.

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