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Bitcoin-Börse gehackt: Diebe stehlen 900.000 Euro

05.07.2017 | 13:44 Uhr |

Eine der weltweit größten Bitcoin-Börsen der Welt ist von Hackern angegriffen worden. Die Beute fällt üppig aus.

Die weltweit viertgrößte Bitcoin-Börse Bithumb in Südkorea ist laut Medienberichten erfolgreich durch Hacker angegriffen worden. Dabei konnten sich die Angreifer den Zugriff auf Konten der Nutzer der Börse verschaffen. Über Bithumb werden ungefähr zehn Prozent aller Bitcoin-Geschäfte und etwa 20 Prozent des Handels mit der Kryptowährung Ether abgewickelt.

Südkoreanische Medien berichten von Besitzern von Bithumb-Konten, deren Konten um insgesamt umgerechnet mehr als 900.000 Euro geplündert wurden. Die Botcoins und Ether wurde direkt von den Konten der angegriffenen Nutzer gestohlen. Insgesamt seien von der Attacke über 30.000 Nutzer von Bithumb betroffen gewesen. Dabei wurden auch die persönlichen Daten entwendet. Laut Bithumb wurden nicht die Unternehmensserver angegriffen, sondern der Rechner eines Mitarbeiters. Mit den Daten könnten die Angreifer sich dann über Phishing den Zugriff auf einige Konten verschaffen. Dazu riefen sie in einigen Fällen die betroffenen Kunden an, gaben sich als Bithumbmitarbeiter aus und fragten nach deren Passwörtern.

Bithumb hatte den Angriff am 29. Juni bemerkt und kurze Zeit später den Behörden gemeldet. Geld wurde offenbar in 100 Fällen entwendet, jedenfalls haben sich bisher entsprechend viele Nutzer über einen Geldschwund beschwert und eine Klage angedroht. Bithumb selbst hat angekündigt, die betroffenen Nutzer finanziell entschädigen zu wollen. Unklar ist aber noch, bis zu welcher Höhe dies geschehen wird. Knackpunkt ist die Tatsache, dass in Südkorea noch nicht eindeutig die Haftung bei Kryptowährungen geregelt ist.

Vor einigen Jahren haben Diebe 18.500 Bitcoins aus einer anderen Börse geklaut.

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