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BGH: Urteil zur Verfolgung von Tauschbörsen-Nutzern

14.07.2017 | 16:45 Uhr |

Rechteinhaber können künftig leichter an den Inhaber einer IP-Adresse gelangen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) kommt Rechteinhabern mit einem neuen Urteil entgegen. Firmen können damit illegale Downloads in Internet-Tauschbörsen leichter verfolgen. Nach der Genehmigung eines Richters kann bei Verdacht die IP-Adresse verlangt werden. Dies ermöglicht Abmahnungen oder Schadenersatz-Klagen.

Konkret ging es um eine Nutzerin, die das Spiel Dead Island illegal zum Download bereitgestellt hatte. Der Rechteinhaber hatte zwar eine Anfrage-Genehmigung für die Deutsche Telekom, die Nutzerin war jedoch Kundin bei 1&1. Laut BGH gilt eine Genehmigung für alle Provider. Dennoch muss der Fall nun neu verhandelt werden. Das abschließende Urteil wird also erst im Berufungsverfahren fallen. Dennoch wird das Urteil als Erfolg für die geschädigte Firmen gewertet.

Legal oder illegal? So ist die Rechtslage im Web

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