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Berlin: Deutsche Telekom testet 5G mit 2 Gigabit pro Sekunde

13.10.2017 | 10:17 Uhr |

Die Deutsche Telekom funkt in Berlin von vier Sendemasten mit 5G und 2 Gigabit pro Sekunde. Die Zukunft des Mobilfunks.

Die Deutsche Telekom demonstriert in Berlin die Mobilfunk-Datenübertragung via 5G. Mit bis zu 2 Gigabit pro Sekunde sollen die Datenströme von den Mobilfunkmasten der vier Funkzellen zu den Empfangsgeräten rauschen.

Huawei liefert Hardware

Beim Livebetrieb in Berlin nutzt die Telekom das Frequenzspektrum bei 3,7 Gigahertz und setzt auf die Ausrüstung von Huawei. Die vier Huawei-Antennen stehen an drei Standorten: in der Winterfeldtstraße (zwei Zellen), der Martin-Luther-Straße sowie der Pohlstraße.

5G New Radio, der kommende Funkstandard von 5G, wird mit 4G/LTE-Technologie kombiniert werden, die damit auch in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen wird. Um die Kapazität und Datenraten bei 5G NR weiter zu steigern, ist der Einsatz von neuester Antennentechnik (Massive MIMO: Mehrfacher Input/ Mehrfacher Output) eine Schlüsseltechnologie. Bei Massive MIMO wird die Anzahl von Sende- und Empfangsantennen stark erhöht, wodurch das Frequenzspektrum deutlich effizienter genutzt werden kann.

Die Antennen der Deutschen Telekom in Berlin sollen die ersten in Europa sein, die live und in realer Umgebung über den neuen Mobilfunkstandard 5G funken. Mit einem Vorstandard von 5G New Radio (5G NR), der zukünftigen Mobilfunkkomponente von 5G, schafft das Netz in Berlin Schöneberg Rekord-Übertragungsraten von zwei Gigabit pro Sekunde auf einem einzelnen Endgerät und eine Latenz von drei Millisekunden. Die hohen Bandbreiten und die sehr kurze Reaktionszeit des Netzes sind die wesentlichen Vorteile von 5G.

Im Netz in Berlin kommt technisch ein 5G-Vorstandard zum Einsatz, der sich am aktuellen, weltweiten 3GPP-Entwurf für 5G New Radio orientiert. Die Spezifikationen des genutzten Systems werden dann voraussichtlich im Dezember 2017 von 3GPP offiziell veröffentlicht.

Neue Einsatzmöglichkeiten dank 5G NR

Die Telekom demonstriert die Leistungsfähigkeit des Netzes mit ersten 5G-Anwendungsideen und zeigt, wie durch den Einsatz von 5G New Radio Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) Anwendungen besser und leistungsstärker werden sollen. Beispielsweise mit einer AR-Anwendung für eine Carrera-Bahn. Dabei liefert das 5G-Netzwerk zusätzliche Informationen rund um das Autorennen in Echtzeit auf die AR-Brille. Dank Anzeigen zur Navigation und der eigenen Positionierung im Rennen sowie weiterer interaktiver Funktionen erlebt der Nutzer ein überzeugendes AR-Erlebnis. Mit 5G NR werden auch auch Live-Übertragung von ultrahochauflösenden Videodaten möglich.

Start für 2020 geplant

Der weltweite Start von 5G ist für das Jahr 2020 geplant. 5G vernetzt nicht nur Menschen miteinander, sondern soll auch eine riesige Anzahl an Sensoren zusammenbringen. So soll 5G das Internet der Dinge wesentlich vorantreiben. Autos, Heizungen und selbst Mülleimer sollen zu Netzteilnehmern werden.

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