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Berlin: Autonome Kleinbusse nehmen Betrieb auf

27.03.2018 | 16:44 Uhr |

An der Berliner Charité Mitte drehen ab sofort vier Elektrobusse ohne Fahrer für bis zu elf Passagiere ihre Runden.

In Berlin wurden vier fahrerlose Elektrokleinbusse in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge der Hersteller Navya und EasyMile drehen auf dem Campus der Charité Mitte ihre Runden, ab April sollen sie auch auf dem Gelände des Virchow-Klinikums zur Verfügung stehen. Alle Patienten, Besucher und Mitarbeiter können sich von den Bussen kostenlos chauffieren lassen. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 12 Kilometern pro Stunde könnte die Tour aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Gegenzug finden elf Personen Platz im fahrerlosen Bus.

Die Busse drehen auf einer Linie mit acht bis neun Haltestellen ihre Runden. Noch ist der Fahrbetrieb aber nicht ganz autonom, da aus Sicherheitsgründen eine Aufsichtsperson an Bord sein muss. Die Busse werden von der BVG betrieben, Straßen und Ladeinfrastruktur stellt hingegen die Charité Berlin. In den kommenden Monaten soll untersucht werden, wie die Busse von ihren Nutzern akzeptiert werden. Das Projekt soll die Strecke zwischen S-Bahn-Haltestelle und Zielort überbrücken. Für kranke Patienten ist dieser Weg oft nur sehr schwer zu bewältigen. Bislang hat das Vorhaben 4,1 Millionen Euro gekostet, 3,2 Millionen Euro davon stellt das Bundesumweltministerium zur Verfügung. Die Fahrzeuge gelten als sicher und wurden vor dem Startschuss des Projekts für sechs Monate getestet.

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