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Bericht: Intel liefert 25% weniger CPUs für PC-Bastler

16.11.2018 | 11:59 Uhr |

Intel reduziert laut einem Medien-Bericht seine Desktop-Prozessor-Lieferungen an Händler. Für Nutzer, die sich ihren PC selbst zusammenbauen, könnte das Lieferverzögerungen oder steigende CPU-Preise zur Folge haben.

Intel reduziert(e) laut einem Bericht der taiwanischen IT-Branchen-Nachrichtenseite Digitimes im vierten Quartal 2018 seine Desktop-Prozessor-Lieferungen an Händler, die Kunden mit Prozessoren versorgen, die sich ihre Desktop-PCs selbst zusammenbauen. Demnach soll Intel zwei Millionen Prozessoren weniger als ursprünglich geplant an die Retailhändler liefern. Sechs Millionen Prozessoren sollen damit im vierten Quartal 2018 nur noch an den Do-it-yourself-Markt gehen. Das wären also 25 Prozent weniger Intel-CPUs als ursprünglich geplant.

Ob und welche Auswirkungen das für Nutzer, die sich ihren PC selbst zusammenbauen, haben könnte - darüber kann man derzeit nur spekulieren. Eventuell müssen PC-Bastler länger auf ihre Prozessoren warten oder dafür sogar höhere Preise bezahlen. Das wird die Zukunft zeigen.

Die reduzierte CPU-Auslieferung dürfte auch Auswirkungen auf die Produktionszahlen der taiwanischen Hauptplatinen-Hersteller haben. Digitimes will aus Industrie-nahen Quellen erfahren haben, dass die Mainboard-Hersteller mit einem Produktionsrückgang von 10 bis 20 Prozent rechnen.

Laut Digitimes will Intel dadurch mehr Produktionsressourcen für CPUs für Notebooks und Server frei bekommen. Denn Intel kämpft schon länger mit Problemen beim Umstieg auf neue Produktionsverfahren. Intel will nämlich eigentlich auf den 10-Nanometer-Prozess für die Prozessoren-Herstellung umsteigen. Doch dabei treten Probleme auf, die Intel bis heute nicht lösen konnte. Auch der neue Intel Core i9 9900K ist anscheinend von Produktionsengpässen betroffen. Die gesamte neue, neunte Core-Generation fertigt Intel noch im 14-nm-Verfahren, genauer gesagt im 14nm++-Verfahren. Den 14-nm-Produktionsprozess hatte Intel 2014 eingeführt. Erst 2019 will Intel bei der Chip-Fertigung von Cannon Lake zum 10-nm-Verfahren wechseln.

Konkurrent AMD dagegen setzt bereits auf das 7-nm-Verfahren: Alle nagelneuen CPUs wie der neue Epyc „Rome“ und GPUs im 7-nm-Verfahren (Zen-2- und Navi-GPU-Architektur), darunter die nächsten Ryzen-Chips, werden im 7-nm-Verfahren exklusiv von TSMC gefertigt. Der bisherige Hersteller Global Foundries behält die derzeitigen Ryzen & Co. im 12- und 14-nm-Verfahren (Zen- und Zen+-Architektur).

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