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Benzindiebe haben es dank Technik immer schwerer

08.10.2018 | 17:22 Uhr |

Mit einem neuen System wollen Tankstellen Benzindiebe überführen. Die Bearbeitung erfolgt automatisch.

Pro Jahr werden Tankstellen von rund 100.000 Autofahrern um die Bezahlung des Sprits betrogen. Häufig wurde angeblich die Begleichung der Rechnung vergessen, auch Eile dient den Dieben oft als Ausrede. Besonders oft wird in den Städten Berlin, Hamburg, Köln oder Frankfurt am Main die Tankrechnung geprellt. Für die Betreiber der Tankstellen beläuft sich der Schaden auf 20 Millionen Euro pro Jahr. Mit Videoüberwachung und Anzeigen bei der Polizei will man den Dieben stärker zu Leibe rücken. 

Zusätzlich spielt den Geschädigten die Digitalisierung in die Hände: Die Münchner Softwarefirma GBDI bearbeitete bislang schon 50.000 Fälle von Bezindiebstahl. Die Oilpay genannte Plattform wird bereits von vielen Ketten genutzt, da sich damit der bürokratische Aufwand einer Verfolgung reduzieren lässt. Anstelle langer Recherche löst bei Oilpay ein Computersystem die Halterabfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt aus. Auch die Zusammenarbeit mit Behörden erfolgt weitgehend automatisch. Dies senkt die Kosten für die Verfolgung und ist dennoch für den Betreiber online einsehbar. Dem Spritdieb flattert eine Rechnung für das gestohlene Benzin sowie 80 Euro Gebühr ins Haus. Wird diese beglichen, gilt der Fall als beendet. Für die Pächter und Ölunternehmen ist die Verfolgung kostenlos. Im Falle eines gefälschten Kennzeichens hilft das System jedoch nicht, dann lassen sich die Fahrzeughalter nicht automatisch ermitteln.

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