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Benchmark-Betrug: 3DMark bannt Oppo

22.10.2018 | 14:23 Uhr | Michael Söldner

Auch Oppo soll bei den 3DMark-Ergebnissen getrickst haben. Als Ergebnis fliegen die Smartphones von der Liste.

Die Ergebnisse des Benchmark-Programms 3DMark sind auch im Smartphone-Bereich ein immer wichtiger werdender Faktor bei der Kaufentscheidung. Kunden sollten sich auf diese Ergebnisse verlassen können. Der chinesische Anbieter Huawei hatte beim Benchmark seines High-End-Smartphones Huawei P20 Pro offenbar getrickst. Als Reaktion wurde das Smartphone zusammen mit anderen Geräten des Herstellers aus der Liste der 3DMark-Ergebnisse gestrichen. Das gleiche Schicksal ereilt nun den Hersteller Oppo.

Dieser habe laut 3DMark-Betreiber UL Benchmarks mit dem Oppo Find X und den F7-Smartphones getrickst. Sobald ein Benchmark-Programm ausgeführt wurde, hoben die betreffenden Smartphones die Leistung kurzzeitig an, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Oppo rechtfertigt sich indes damit, dass Spiele oder Benchmarks standardmäßig aggressivere Leistungsprofile in Gang setzen. Sogar ein mehrmaliges Antippen des Bildschirms würde den Performance-Modus auslösen. Diese Rechtfertigung wurde von UL Benchmarks jedoch nicht akzeptiert, die Oppo-Smartphones hätten gezielt nach dem Name des Benchmarks Ausschau gehalten und ihre Leistung entsprechend angehoben. Um die Streichung aus den Ergebnissen rückgängig zu machen, will Oppo eine App anbieten, die zwischen Benchmark-Anwendungen und alltäglichen Apps unterscheiden kann. Wann diese fertig sein wird, ließ der Hersteller jedoch offen.

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