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Bayerische Polizei überführt Pay-TV-Hacker

15.05.2018 | 17:08 Uhr |

Der bayerischen Polizei ist ein Schlag gegen einen Pay-TV-Hacker gelungen. Auch Kunden könnten in den Fokus geraten.

Schon im Mai 2017 begann die Ermittlungsgruppe EG Streams des K 11 Cybercrime der Kripo Rosenheim mit der Ermittlung gegen einen 27-jährigen Mann aus dem Landkreis Rosenheim. Er soll entschlüsselte Pay-TV-Sender gegen Bezahlung illegal für Kunden bereitgestellt haben. Über 500 Kunden sollen diese Dienste in Anspruch genommen haben, darunter sogar Gewerbetreibende.

Durch die illegalen Aktivitäten des Beschuldigten sollen Dritte auch ohne Abo verschlüsseltes Bezahlfernsehen empfangen haben. Um welchen Pay-TV-Anbieter es sich handelt, ließ die Polizei offen. Es ist davon auszugehen, dass es sich um Sky handelt. Der Schaden belaufe sich auf rund 250.000 Euro. Abgewickelt wurde das kriminelle Handeln über Card-Sharing-Server in Deutschland und Europa. Mit manipulierten Receivern bzw. IPTV-Boxen konnten die Kunden des Hackers illegal die eigentlich verschlüsselten Programme empfangen. Im Rahmen einer groß angelegten Durchsuchungsaktion wurden drei Privatwohnungen und 13 Gewerbebetriebe durchforstet. Fünf Server wurden beschlagnahmt. Die Auswertung der 135 Receiver, zehn PCs und 40 Smartphones werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Inwieweit Kunden des illegalen Anbieters mit Strafen rechnen müssen, bleibt vorerst unklar.

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