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Autonomes Fahren: Apple zieht 200 Mitarbeiter von Projekt "Titan" ab

24.01.2019 | 15:30 Uhr |

In den amerikanischen Hightech-Schmieden läuft ein Wettbewerb: Wer bringt das erste, vollkommen autonome, Fahrzeug auf den Markt. Ganz vorne mit dabei ist Apple. Aber nun wurden über 200 Mitarbeiter aus dem Projekt abgezogen. Was bedeutet das für das Projekt "Titan."

"Autonomes Fahren", also Fahrzeuge die eigenständig und ohne Unterstützung durch einen Menschen fahren können, gilt als einer der größten Zukunftsmärkte überhaupt. Nach Meinung von Experten sollen bereits in wenigen Jahren die ersten vollautomatischen PKWs auf den Markt kommen. Bei der Entwicklung geht es nicht nur um klassische Automobiltechnik, sondern vor allem um künstliche Intelligenz und Vernetzung. Kein Wunder also, dass nicht nur die Big-Player der Automobilwelt mitmischen, sondern auch die großen Konzerne des Silicon Valley. Google ist mit dabei und natürlich auch Apple. Was bisher darüber bekannt ist haben wir hier für sie zusammengefasst. 

Bei Apple läuft das Projekt unter dem Codenamen "Titan". Und aus diesem wurden über 200 Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt. Apple begründet das damit, dass das Team des Projekts "Titan" sich in diesem Jahr auf einige Schlüsselbereiche fokussiert. Mitarbeiter, die nicht in diesen Bereichen tätig sind, würden deshalb in andere Abteilungen des Unternehmens versetzt. Somit könne ihre Expertise weiter genutzt werden. 

Zuwachs von Expertise durch Start-Ups

Das US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg vermutet mehr dahinter. Alex Webb führt in einem Kommentar zu dem Thema an , dass Apple schon von Beginn der Entwicklung an einen Rückstand auf Konkurrenzunternehmen auf dem Gebiet hatte. Start-Ups und auch andere große Unternehmen begannen bereits Jahre zuvor mit der Erforschung autonomer Fahrsysteme. Als Apple im Jahr 2017 offiziell mit Testfahrten begann, hatte Alphabets Tochterunternehmen Waymo bereits über 350.000 Meilen Testfahrt zurückgelegt. Webb vermutet, dass Apple ein Kernteam weiter an dem Projekt arbeiten lassen möchte. Somit soll sichergestellt sein, dass Apple genug Fachwissen beibehält. Mit dieser Basis könnte Apple zu einem späteren Zeitpunkt ein Start-Up-Unternehmen aufkaufen und in das Unternehmen einverleiben. 

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