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Aus Protest: Frauenmarsch bei Google

31.10.2018 | 16:08 Uhr |

Mehr als 200 Google-Angestellte protestieren morgen gegen den Umgang des Unternehmens mit sexueller Belästigung.

Am morgigen Donnerstag organisiert eine Gruppe von 200 Google-Mitarbeiterinnen einen firmenweiten Frauenmarsch gegen sexuelles Fehlverhalten im Unternehmen. Wie firmeninterne Quellen gegenüber Buzzfeed berichten , prangern die Protestierenden an, dass Google Mitarbeiter in Führungspositionen schütze, die wegen sexueller Belästigung angezeigt wurden.

Anlass für den Frauenmarsch ist ein Enthüllungsartikel , der in der vergangenen Woche in der New York Times veröffentlicht wurde. Der Artikel deckt das sexuelle Fehlverhalten von Android-Schöpfer Andy Rubin und anderen Führungskräften auf. Diese Taten würden von Google nicht ausreichend abgestraft. So soll Rubin eine Mitarbeiterin vor fünf Jahren zum Oralsex gezwungen haben. Anstelle Rubin ohne Abfindung zu kündigen, schnürte Google dem Android-Erfinder ein Rücktrittspaket mit einer Abfindung in Höhe von 90 Millionen US-Dollar. Weitere ranghohe Mitarbeiter, die ebenfalls durch sexuelles Fehlverhalten aufgefallen waren, sind noch immer in Führungspositionen bei dem Internetkonzern beschäftigt.

In der vergangenen Woche hatte die Führungsetage von Google zwar bereits ein Meeting zu den Vorfällen veranstaltet. Doch über die müden Erklärungsversuche um Rubins Rücktritt zeigten sich viele der weiblichen Beschäftigten so wütend und enttäuscht, dass sie in dieser Woche kurzerhand einen Protestmarsch organisierten.

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