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Aus für MiCoach: Adidas stellt Fitnesstracker ein (Update)

19.12.2017 | 15:59 Uhr |

Adidias stellt laut US-Medienberichten die Produktion eigener Fitnesstracker ein. Es gibt also keine neuen MiCoach-Gerät mehr. Update: Adidas hat auf unsere Nachfrage geantwortet.

Adidias stellt laut US-Medienberichten seine Fitness-Tracker-Reihe Micoach ein und beendet die Herstellung von Hardware für den Sportbereich. Der Sportartikel-Hersteller aus Herzogenaurach zieht sich damit aus dem Wearables-Bereich zurück.

Keine Digital Sports Division mehr

Die US-Tochter von Adidas beendet demnach die Digital Sports Division als eigene Abteilung und stellt seine digitale Strategie neu auf. Eine Sprecherin von Adidas USA verriet aber keine weitergehenden Details. Laut dem Portland Business Journal ist unbekannt, ob mit dieser Entscheidung Entlassungen in den USA oder an anderen Adidas-Standorten verbunden sind. Das Handelsblatt berichtet jedoch, dass von der Schließung der Hardwareabteilung 74 Stellen in den USA, Deutschland und China betroffen seien. Diese Mitarbeiter wolle Adidas an anderer Stelle einsetzen, sofern das möglich sei. Die Aufgaben der Digital Sports Division würden anderer Adidas-Abteilungen übernehmen, beispielsweise Runtastic in Österreich. Die Digital Sports Division hat ihren Hauptsitz in Portland, USA.

Adidias will sich nach dem Rückzug aus dem Hardwarebereich stattdessen auf die Software-Entwicklung konzentrieren. Also auf die Weiterentwicklung der Adidas-App und der Fitness-App Runtastic . Adidas hatte Runtastic im Jahr 2015 gekauft. Außerdem ist davon die Rede, dass Adidias zusammen mit Fitbit im Jahr 2018 eine „Adidias Edition“ der Fitbit Ionic Smartwatch vorstellen werde.

Adidas Micoach im Preisvergleich

Unter dem Markennamen Micoach verkauft Adidias bis jetzt unterschiedliche Fitnesstracker sowie eine Smartwatch namens Micoach Smart Run. Bereits im Herbst 2016 erklärte aber Stacey Burr, VP of Wearable Sports Electronics bei Adidas, dass Adidias vorerst keinen Nachfolger für die Micoach Smart Run vorstellen werde.

Stellungnahme von Adidas

Auf unsere Nachfrage hat uns Claudia Lange, Head of Media Relations bei Adidas folgendermaßen geantwortet: „Um die digitale Transformation im Unternehmen weiter voranzutreiben…und die Konsumenten in diesem dynamischen Geschäftsumfeld halten und für uns gewinnen zu können, haben wir unsere strategische Ausrichtung für den Digitalbereich neu definiert und unsere Fokussierung auf digitale Erlebnisse verstärkt. In diesem Zusammenhang haben wir beschlossen, den Bereich „Digital Sports“ nicht mehr als eigenständigen Bereich im Unternehmen weiterzuführen. Stattdessen werden die mit der Digitalisierung in Zusammenhang stehenden Aufgaben in alle Bereiche unseres Geschäfts integriert und wir werden unsere digitale Expertise weiter ausbauen – stärker integriert als bisher (Fitbit ist ein lizenzierter Partner).

Ein Beispiel dafür, wie wir unseren Fokus auf digitale Erlebnisse schärfen wollen, ist die Konsolidierung des adidas-App-Ökosystems und die Einstellung der "All Day" App. Wir werden uns auf zwei leistungsstarke Markenplattformen konzentrieren: Runtastic und die adidas App, um unseren Kunden das beste digitale Erlebnis zu bieten." Zitat Ende.

Fitnesstracker sind ein hart umkämpfter Markt

Besonders bekannt waren die Fitnesstracker von Adidas offensichtlich nicht, wie die Kommentare unter unserem Facebook-Eintrag beweisen:

Der Markt für Fitnesstracker und Smartwatches ist hart umkämpft. Adidias sieht offensichtlich keine Möglichkeit mit sportlicher Hardware Geld zu verdienen. Konkurrent Nike ist diesen Schritt bereits vor einigen Jahren gegangen und hat damals die Produktion eigener Fitnesstracker eingestellt. Nike arbeitet stattdessen mit Apple zusammen, das mit der Apple Watch Nike+ eine spezielle Nike-Variante seiner Smartwatch verkauft (mit Nike Sportarmband oder Nike Sport Loop).

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