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Auf diese Grafikdetails können Sie verzichten

01.10.2018 | 09:07 Uhr |

Damit der Spielspaß bei Besitzern älterer oder weniger leistungsstarker Systeme nicht zu kurz kommt, lassen sich die Grafikeinstellungen über einen eigenen Bereich des Spielmenüs anpassen.

In einer idealen Welt installieren Sie ein Spiel auf Ihrem PC, starten es und genießen die wunderbare Grafikpracht, an der die Spieleentwickler jahrelang gefeilt haben. Doch da es auf der Welt Abertausende möglicher Hardwarekonfigurationen gibt, laufen die Spiele nicht immer optimal. Zumeist entpuppen sich veraltete oder weniger leistungsfähige Komponenten als Bremsen. Damit Besitzer von weniger leistungsstarken Systemen dennoch ihren Spielspaß entfalten, verfügt das Spielmenü über einen eigenen Bereich, in dem sich die Grafikeinstellungen anpassen lassen. Hierbei gilt: Nicht immer muss das Spiel nach der Reduzierung der Details schlecht aussehen. Es gibt tatsächlich einige Optionen, die Sie getrost deaktivieren können, ohne allzu große Einbußen bei der Optik befürchten zu müssen, und die gleichzeitig dafür sorgen, dass Sie höhere Bildraten erhalten. Dieser Effekt hängt aber stark vom jeweiligen Spiel ab. Aus diesem Grund gibt es keine pauschalen Lösungen, die immer funktionieren.

Ein Grafikeffekt, über den sich durchaus streiten lässt, ist Motion Blur, also die Bewegungsunschärfe. Dabei verwischt das Bild (der Umgebung), wenn Sie sich etwa mit Ihrem Charakter schnell umsehen oder flott mit einem Auto unterwegs sind. Tatsächlich geht Motion Blur stark zu Lasten der Leistung. Dazu kommt, dass viele Spieler den Effekt gar nicht mögen. In diesem Fall gewinnen Sie sogar, wenn Sie ihn deaktivieren, da Sie so die künstliche Unschärfe vermeiden. In manchen Spielen lässt sich der Effekt auch reduzieren, wenn Sie nicht komplett darauf verzichten wollen.

Einige Grafikoptionen lassen sich ohne großen Qualitätsverlust deaktivieren. So erhöhen Sie die Bildraten und damit den Spielspaß.
Vergrößern Einige Grafikoptionen lassen sich ohne großen Qualitätsverlust deaktivieren. So erhöhen Sie die Bildraten und damit den Spielspaß.

Eine weitere Grafikeinstellung, die Sie eventuell gar nicht benötigen, ist „Depth of Field“ (DoF). Diese erzeugt die Tiefenschärfe in Spielen. Dieser Effekt wurde eine Zeit lang beinahe exzessiv angewendet: Wird ein bestimmtes Objekt oder eine Person im Blickfeld zentral betrachtet, so verschwimmt das Umfeld. Wegen der Unschärfe geht der Fokus auf das anvisierte Ziel. Wirklich gut gelöst ist DoF allerdings nur selten. Darüber hinaus fordert die Einstellung je nach Art der Implementierung im Spiel sehr viel Rechen-Power. Justieren Sie die Grafikeinstellung daher ruhig nach unten und gewinnen Sie so mehr Leistung.

Eine weitere, sehr ressourcenhungrige Option ist „Dynamic Reflections“ oder „dynamische Reflexionen“. Diese Einstellung sorgt dafür, dass sich Objekte, Personen sowie Sonnenstrahlen in Wasser oder auf anderen glänzenden Oberflächen spiegeln. Da die Berechnung jedoch in Echtzeit erfolgt, handelt es sich um ein aufwendiges Feature. In manchen Spielen ist das Deaktivieren der dynamischen Reflexionen sogar für einen Anstieg im zweistelligen Bildratenbereich verantwortlich.

Eine der aufwendigsten Grafikeinstellungen ist wohl das sogenannte „Supersampling“ (SSAA). Hier wird die Grafik in einer höheren Auflösung gerendert, als der Monitor eigentlich nativ beherrscht, um danach wieder auf die eigentliche, geringere Auflösung des Bildschirms herunterskaliert zu werden. Aufgrund dieses Verfahrens wirkt das Bild wesentlich klarer, schärfer und detailreicher. Es ist empfehlenswert, diese Option nur dann zu aktivieren, wenn Sie einen wirklich leistungsfähigen PC haben, denn diese Technik kostet extrem viel Rechenleistung.

Tipp: Volles Tempo! Mehr Leistung für die Grafikkarte

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