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Ashampoo Winoptimizer: Mehr Tempo für Ihren PC

16.10.2017 | 08:25 Uhr |

Winoptimizer hilft dabei, Windows zu entrümpeln, schneller zu machen und Daten besser zu verwalten. Wir zeigen, wie Sie das Tool nutzen.

Wenn auch Ihr Windows schneller sein sollte oder Ihr System kleine Macken hat, dann hilft Ihnen ein Systemoptimierer wie Ashampoo Winoptimizer . In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Rechner mit dem Tool schon durch einen Klick beschleunigen oder gezielt verbessern.

Benchmark-Tools für Windows installieren und nutzen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Um die Wirksamkeit des Winoptimizers zu überprüfen, können Sie sich zunächst zwei Benchmark-Tools installieren. Das Erste misst die Zeit, die Windows zum Starten benötigt. Es ist die Freeware Bootracer . Bootracer ist für die private Nutzung kostenlos. Das Tool bietet allerdings nach einer Messung ebenfalls einen Knopf für das „Optimieren“ des Startvorgangs an. Wer darauf klickt, der wird zum Download einer kostenpflichtigen Tuning-Software geleitet.

Die Messung mit Bootracer ist selbsterklärend. Klicken Sie hierzu nach der Installation auf „Boot Time Test“ und lassen Sie den Rechner neu starten. Bootracer zeigt daraufhin die benötigte Zeit an. Nach einem Klick auf „History“ sehen Sie ab dem zweiten Windows-Start auch die zurückliegenden Messergebnisse und können so leicht Veränderungen feststellen.

Mithilfe der Freeware Bootracer messen Sie die Startzeit von Windows.
Vergrößern Mithilfe der Freeware Bootracer messen Sie die Startzeit von Windows.

Um die Geschwindigkeit von Windows zu messen, verwenden Sie beispielsweise das Benchmark-Tool PC Mark 10 . Die kostenlose Version bietet zwar nur einen einzigen Generaltest, der genügt für unsere Zwecke jedoch vollkommen. Die meisten Untersuchungen von Benchmarks konzentrieren sich ohnehin auf die Leistungsfähigkeit von Hardwarekomponenten wie zum Beispiel der Grafikkarte. Diese lässt sich aber nur über ihren Treiber verbessern, worauf der Winoptimizer jedoch gar nicht abzielt.

Das Benchmark-Tool PC Mark 10 misst die Geschwindigkeit von Hard- und Software.
Vergrößern Das Benchmark-Tool PC Mark 10 misst die Geschwindigkeit von Hard- und Software.

Die Nutzung von PC Mark 10 ist einfach. Nach der Installation des ziemlich großen Paketes (2,6 GB) starten Sie den kostenlosen Test über „Benchmarktest“ (rechts oben) und einen Klick auf „PC Mark 10 – Der komplette Benchmark für das komplette Büro“. Wenn bei Ihnen die Fehlermeldung: „Keinen kompatiblen Benchmark gefunden“ erscheinen sollte, können Sie dies in der Regel ignorieren. Es werden meist fehlende Treiber für die Grafikkarte bemängelt. Doch darum soll es hier ja nicht gehen.

Während des Tests sollten Sie nicht am PC arbeiten, um die Untersuchung nicht zu verfälschen. Nach dem Test klicken Sie bitte rechts auf „Details“ und notieren sich die Ergebnisse oder machen einen Screenshot (Taste Print) und speichern diesen, etwa mit der Bildbearbeitung Paint.Net .

Windows 10: Optimales Tuning mit System-Tools & Freeware

Das leistet der Winoptimizer für Windows

Das Tuning-Tool Winoptimizer bietet zahlreiche Funktionen, um Windows dauerhaft schneller und stabiler zu machen. Hierzu gehören unter anderem eine One-Klick-Optimierung, das Entfernen von überflüssigen Dateien und Anwendungsresten, das Säubern der Registry und das Defragmentieren der Festplatte. Des Weiteren beseitigt das Tool Spuren, die bei der täglichen PC-Arbeit anfallen. Es hilft Ihnen bei der optimalen Einstellung der Autostart-Funktion von Windows und verfügt über viele Möglichkeiten, um Windows ganz individuell einzustellen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Programm installieren und Windows tunen.

Hinweis: Winoptimizer ist Shareware und kostet in der Vollversion derzeit 39,99 Euro. Allerdings gibt es auch eine Trial-Version , in der Sie das Programm 40 Tage lang kostenlos ausprobieren können.

1. Windows mit einem Klick optimieren und beschleunigen

Nach dem ersten Programmstart können Sie Ihr Betriebssystem quasi auf Knopfdruck optimieren lassen. Klicken Sie dafür auf der Startseite des Programms auf „Suche starten“.

Ashampoo Winoptimizer macht sich jetzt vollautomatisch an die Arbeit und verwendet für die Aufräumaktion die gängigsten Reinigungs- und Optimierungsfunktionen. Dabei spürt das Programm unter anderem überflüssige Dateien auf, beendet unnötige Dienste und deaktiviert unter Umständen auch Programme, die sich ungebeten in den Windows-Autostart eingetragen haben und somit den Start von Windows verlangsamen. Falls die Neuinstallation von Windows oder die letzte Optimierung bereits einige Zeit zurückliegen, kann die Suche nach überflüssigen Elementen sowie Systembremsen einige Zeit in Anspruch nehmen.

Sobald Winoptimizer mit der Analyse fertig ist, zeigt das Tool Ihnen die Anzahl der identifizierten Probleme an. Mit einem Klick auf „Aufräumen“, „Optimieren“ oder „Schützen“ erhalten Sie mehr Informationen über die gefundenen Systembremsen. So können Sie noch einmal genau überprüfen, ob das Tuning-Programm die Probleme wirklich beheben soll.

Falls Sie bestimmte Einstellungen beibehalten wollen, klicken Sie hier auf „Probleme ausblenden“. Mit einem Klick auf „Jetzt beheben“ sorgen Sie dafür, dass Winoptimizer alle gefundenen Schwachstellen beseitigt.

Ein Suchlauf mit dem Winoptimizer fand insgesamt 6174 Probleme.
Vergrößern Ein Suchlauf mit dem Winoptimizer fand insgesamt 6174 Probleme.

Unter Umständen kann Winoptimizer nicht alle „Fehler“ genannten Probleme beim ersten Versuch beseitigen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Browser während des Aufräumens aktiv ist. Welche Ecken noch nicht ausgeputzt werden konnten, verrät Winoptimizer Ihnen nach einem Klick auf den Button „Details“, der gegebenenfalls unter einer der Rubriken „Aufräumen“, „Optimieren“ oder „Schützen“ auftaucht. Ein Klick auf „Erneut optimieren“ startet einen weiteren Reinigungsversuch.

Unsere Benchmark-Ergebnisse: Wir haben die One-Klick-Optimierung auf einem gut ausgestatteten PC getestet und die oben genannten Benchmarks vor-und nachher ausgeführt. Der PC verfügt über eine sehr schnelle SSD-Festplatte sowie 16 GB Arbeitsspeicher. Nach der Behandlung mit dem Winoptimizer verbesserte sich das Ergebnis des PC-Mark-10-Tests um rund fünf Prozent. Das klingt nicht nach viel, aber wir mussten ja auch nicht viel dafür tun. Bei schwächerer Hardware fallen die Verbesserungen eines Tuning-Tools meistens deutlicher aus. Die Startzeit von Windows hat sich nach der One-Klick-Optimierung nicht verbessert. Um hier noch etwas herauszuholen, muss man im Winoptimizer selber tätig werden.

Tipp: Die besten Gratis-Tools von Microsoft

2. So beschleunigen Sie den Systemstart

Da das aktuelle Windows 10 seinen eigenen Code sehr effizient bootet, lässt sich der Windows-Start an dieser Stelle kaum weiter beschleunigen. Woran Sie jedoch noch drehen können, sind die Programme, die sich automatisch mit Windows starten lassen. Dafür bietet Winoptimizer einen Startup-Manager. Er zeigt Ihnen an, was alles automatisch mit Windows gestartet wird und lässt Sie diese Einträge deaktivieren oder löschen.

Sie rufen die Funktion über „Module -> Leistung steigern -> Startup Tuner“ auf. Über das Klappmenü rechts oben bei „Anzeigen“ filtern Sie die Ergebnisliste. Gehen Sie nun dort alle Filter der Reihe nach durch und überprüfen Sie jeweils, welche Programme Sie nicht mehr automatisch mit Windows starten lassen möchten.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die für den Windows-Start wichtigen Systemdateien vom Defragmentierungsprogramm optimieren zu lassen. Diese Maßnahme bringt etwas für Nutzer von Magnetfestplatten (HDDs). Wer eine moderne SSD verwendet, braucht keine Defragmentierung durchzuführen. Im Gegenteil – dies verringert nur die Lebensdauer der SSD. Der Winoptimizer zeigt Ihnen aber auch eine entsprechende Warnung an.

Für Nutzer von HDDs: Gehen Sie auf „Optionen -> Einstellungen -> Defrag 3 -> Boottime Defragmentierung“ und aktivieren Sie die Checkbox auf dieser Seite. Der erste Neustart wird dann aber länger dauern als gewohnt, da zunächst die Dateien auf den schnelleren Bereich der Festplatte verschoben werden müssen.

3. Leistung von Windows steigern und System optimieren

Zusätzlich zur vollautomatischen Optimierung und dem Autostart-Manager („Startup Tuner“) verfügt Winoptimizer ebenfalls über zahlreiche Module, mit denen Sie genau bestimmen können, welche Bereiche von Windows Sie tunen möchten. Klicken Sie zu diesem Zweck auf der Startseite auf „Module“.

Unter „System warten“ und „Leistung steigern“ finden Sie eine Vielzahl von Funktionen, die auch ein langsames Windows wieder ordentlich auf Trab bringen. Mit dabei ist das bereits erwähnte Tool zur Defragmentierung, ein Tool, das veraltete Einträge aus dem Windows-Registrierungseditor löscht, und ein Tool, das alle aktiven Prozesse auf Ihrem Rechner anzeigt.

4. Windows und Hardware pflegen und kontrollieren

Ein Klick auf „Module“ bringt Sie zu dieser Funktionsübersicht von Winoptimizer.
Vergrößern Ein Klick auf „Module“ bringt Sie zu dieser Funktionsübersicht von Winoptimizer.

Festplattenfehler tauchen vor allem während der Sommermonate auf, wenn die Festplatten wegen der hohen Raumtemperatur besonders gefährdet sind. Wird das System dann tatsächlich zu heiß, kann die Folge sogar ein Festplatten-Crash sein. Dagegen hilft zum einen eine ausreichende Kühlung des Rechners. Zum anderen empfiehlt es sich auch – natürlich nicht nur im Sommer – in regelmäßigen Abständen den Zustand der Festplatte zu überprüfen. Für diese Aufgabe bietet der Windows-Optimierer Ihnen gleich zwei Module, nämlich „Disc Doctor“ und „HDD Inspector“. Beide Module finden Sie unter „Module -> System analysieren“. Für einen schnellen Überblick über den Gesundheitszustand Ihrer Festplatte klicken Sie einfach auf „HDD Inspector“. Dieses Modul interpretiert die S.M.A.R.T.-Werte der Festplatte und zeigt Ihnen an, ob mit Ihrer Festplatte alles in Ordnung ist oder nicht. Trifft Letzteres zu, sollten Sie auf jeden Fall sogleich ein Backup Ihrer Daten machen und in naher Zukunft die Festplatte austauschen. Der „Disc Doctor“ kann dagegen Fehler am Dateisystem aufspüren und defekte Sektoren reparieren.

25 Windows-10-Hacks: Mehr Speed, bessere Oberfläche

5. Windows optimal an Ihre Wünsche anpassen

Winoptimizer verfügt über eine Vielzahl von Modulen, mit denen Sie die Möglichkeit haben, Windows optimal einzustellen.

Sie finden diese Tools unter „Module -> Windows anpassen“. Ein interessantes Modul ist beispielsweise der „Context Menu Manager“. Nachdem Sie das Modul mit einem Klick geöffnet haben, sehen Sie hier alle auf dem PC installierten Anwendungen, die einen Eintrag im Kontextmenü des Windows-Explorers hinterlegt haben. Es handelt sich dabei um diejenigen Einträge, die sich nach einem Klick mit der rechten Maustaste etwa im Windows-Explorer oder auf dem Desktop zeigen. Die aller-meisten Programme platzieren sich ungefragt im Kontextmenü, sodass es schnell völlig unübersichtlich wird.

Mit Ashampoo Winoptimizer deaktivieren Sie diese Einträge von Programmen, die Sie nicht über das Kontextmenü bedienen wollen. Entfernen Sie dazu einfach das Kontrollkästchen des entsprechenden Eintrags und klicken Sie auf „Anwenden“. Es empfiehlt sich, den Rechner dann neu zu starten, damit auch alle Änderungen vom System übernommen werden.

6. Datenschutz in Windows verbessern

Nützlich sind auch die Dateiwerkzeuge, die der Winoptimizer bietet.
Vergrößern Nützlich sind auch die Dateiwerkzeuge, die der Winoptimizer bietet.

Im Modul „Windows anpassen“ finden Sie zu-dem das Modul „Antispy“. Dieses sorgt dafür, dass die Nach-Hause-Telefonieren-Funktionen von Windows abgeschaltet werden. Bei diesen Windows-Funktionen handelt es sich natürlich nicht um reine Spionagefunktionen. Sie haben in den meisten Fällen auch einen Nutzen oder bieten zumindest eine Komfortfunktion. Damit Sie aber nicht versehentlich nützliche oder komfortable Features abschalten, zeigt Ihnen der Winoptimizer in dem Modul „Antispy“ zu jedem Text eine Beschreibung der Funktion an. So können Sie selber entscheiden, ob Sie die Funktion deaktivieren möchten oder nicht.

7. Dateien verschlüsseln und sicher löschen

Ihre neue Tuning-Software enthält auch eini-ge Sicherheitsfunktionen. Diese befinden sich unter „Module -> Dateiwerkzeuge -> File Manipulator -> Verschlüsseln“. Dort können Sie sensible Daten so mittels Passwort verschlüsseln, dass sie entweder nur mit dem Winoptimizer entschlüsselt werden können oder sich als selbstausführbares Archiv auch ohne jede Zusatzsoftware wieder lesbar machen lassen.

Ebenfalls unter „Dateiwerkzeuge“ gibt es die Funktion „File Wiper“, mit deren Hilfe Sie Dateien und ganze Ordner zuverlässig löschen können. Möchten Sie alle jemals gelöschten Dateien zuverlässig verschwinden lassen, wählen Sie bei „File Wiper“ „Freien Speicherplatz“ und danach das betreffende Laufwerk. Wie oft und mit welcher Methode zu löschende Dateien oder der freie Speicherplatz überschrieben werden, legen Sie unter „Optionen“ fest. Voreingestellt ist ein siebenfaches Überschreiben.

8. Windows und Hardware analysieren

Für den Fall, dass Sie wissen müssen, welche Hard-und Software genau in Ihrem PC steckt, hilft Ihnen das Modul „System analysieren“ weiter. Dort können Sie sich unter „System Informationen“ genaue Infos zum Inhalt Ihres Rechners anzeigen lassen, von der CPU bis hin zum verwendeten Audio-Codec. Sie finden in dem Modul „System analysieren“ aber auch Benchmarks für Ihre Hardware sowie einen „Disk Explorer“, der Ihnen anzeigt, wo sich die Speicherfresser auf Ihrer Festplatte befinden.

9. Einzelne oder alle Änderungen rückgängig machen

Einige der Funktionen von Winoptimizer greifen tief in das Windows-System ein. Sollte Ihr Windows nach einer Behandlung mit Winoptimizer nicht mehr wie gewünscht funktionieren, dann lassen sich die Änderungen ganz einfach rückgängig machen. Klicken Sie dafür auf „Modul -> Allgemein -> Backup-Verwaltung“. Das Tool listet dort sämtliche Veränderungen für Sie auf, die Sie einzeln anwählen und rückgängig machen können.

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