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ARD fordert Anstieg des Rundfunkbeitrags

08.01.2018 | 14:20 Uhr |

Der Rundfunkbeitrag soll nach Ansicht des ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm ab 2021 wegen nicht berücksichtigter Inflation ansteigen.

Nach Ansicht des ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm soll der Rundfunkbeitrag (ehemalige GEZ-Gebühren) ab 2021 ansteigen. Dem Handelsblatt verriet der ehemalige Regierungssprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel und neue ARD-Chef, dass die knapp acht Milliarden Euro pro Jahr nicht mehr ausreichen würden. Ohne einen Anstieg des Rundfunkbeitrags seien gewaltige Kürzungen an den Programmen nicht vermeidbar. Zu einem Rückbau der Beteiligungen und Tochterfirmen sei der ARD-Chef bereit. Aktuell soll laut Handelsblatt die Münchner Filmrechtefirma Telepool verkauft werden. Außerdem führt Wilhelm an, dass die Inflation seit Jahren nicht ausgeglichen worden sei. Bis März 2015 mussten die Deutschen pro Monat 17,98 Euro zahlen, danach fiel der Wert leicht auf die heute gültigen 17,50 Euro monatlich. Dafür können alle Haushaltsmitglieder Fernsehen, Hörfunk, Telemedien, Computer und Autoradios nutzen. Die so eingespielten acht Milliarden Euro im Jahr 2016 werden auf 20 Fernsehsender und 69 Radiosender aufgeteilt. 

In der Schweiz wird am 4. März per Volksabstimmung über die Abschaffung der Rundfunkgebühren entschieden. Der in unserem Nachbarland durch die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) abgedeckte öffentliche Rundfunk kostet die Bürger 451 Franken im Jahr. Mit umgerechnet 385 Euro zahlen die Schweizer derzeit fast doppelt so viel wie die Deutschen, die pro Jahr 210 Euro für den Rundfunkbeitrag aufbringen müssen.

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