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apt vs. apt-get - Die neue Paketverwaltung im Check

18.01.2019 | 15:03 Uhr | David Wolski

Das Kommandozeilentool zur Paketverwaltung in Debian ist das bekannte apt-get. Seit Neuestem gibt es aber einen Nachfolger.

Ab Debian 8, Ubuntu 14.04 und Mint 17 gibt es dafür und für andere Befehle des Paketmanagers einen Nachfolger, der schlicht mit apt aufgerufen wird. Der neue Befehl apt ist mit seinen Parametern aber nicht einfach synonym mit apt-get.

Für die folgenden Aufgaben ist das neuere apt mit seinem erweiterten Funktionsumfang die bessere Wahl – nicht nur, weil der Aufruf weniger Tipparbeit bedeutet.

Paketlisten aktualisieren: Während das Kommando sudo apt-get update immer sämtliche Paketlisten mit den serverseitigen Repositories abgleicht, arbeitet der Befehl

sudo apt update  

schneller, da er nur noch jene Quellen neu abgleicht, die einer Aktualisierung bedürfen. Zudem zeigt apt anschließend gleich an, wenn für viele Pakete neue Versionen in den Onlinequellen bereitliegen.

Pakete installieren und aktualisieren: Bei den beiden Befehlen

sudo apt dist-upgrade
sudo apt install [Paket]  

zeigt der Paketmanager im Terminal einen Fortschrittsbalken während der Installation der Pakete an.

Lokale Pakete installieren: Es kommt vor, dass ein einzelnes lokal heruntergeladenes DEB-Paket installiert werden soll, das aber wiederum andere Pakete als Abhängigkeit braucht. Die Auflösung dieser Abhängigkeiten kann apt jetzt mit

sudo apt /[Pfad]/[Paket].deb  

übernehmen. Dabei installiert apt die anderen benötigten Pakete selbständig nach. Wichtig ist es, dabei immer den vollständigen Pfad zum DEB-Paket anzugeben, andernfalls funktioniert dieser Befehl nicht.

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