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Apple Music zahlt Musikern das Zehnfache von Youtube

12.04.2018 | 13:06 Uhr |

Nach einer schicken Infografik hat Youtube die meisten Musik-Hörer – doch Apple überweist den Künstlern demnach zehnmal so viel pro Abruf.

Dieser schönen, aber auf den ersten Blick etwas verwirrend gemachten Infografik von ” Information is beautiful ” zufolge hat Apple Music 36 Millionen Abonnenten, diese Zahl wurde am 3. März 2018 bekannt und kann als bestätigt gelten. Mittlerweile hat Apple Music 40 Mio. Abonnenten . Vertraut man dementsprechend auch den anderen Angaben, kommt Spotify auf 81 Millionen Nutzer (wobei Mitglieder eines Familien-Abos von Spotify einzeln gezählt werden) und Youtube sogar auf 1 Milliarde User.

Bei der Bezahlung sieht es freilich so aus, dass Apple den Künstlern oder Interpreten pro gehörtem Stück durchschnittlich 0,0074 US-Dollar vergütet, Spotify dagegen 0,0044 US-Dollar, also nur etwas mehr als die Hälfte. Und bei Youtube müssen die Künstler besonders darauf vertrauen, dass ihre Stücke oft gehört werden, denn hier gibt es pro Aufruf lediglich 0,0007 US-Dollar, was bedeutet, dass Apple Music den Interpreten tatsächlich zehnmal soviel überweist wie das zu Google gehörende Videoportal. An der Spitze bei der Bezahlung steht freilich der frühere Platzhirsch Napster mit 0,0190 US-Dollar pro Abruf eines Stückes, mit 5 Millionen Nutzern sind sie aber gegenüber den anderen Anbietern zahlenmäßig weniger bedeutsam.

Die Infografik gibt auch die Anzahl der User an, die kein Abo bezahlen oder auch nichts pro Abruf eines Tracks. Bei Youtube sind das immer noch fast 100 Prozent (99,9) aller Nutzer. Bei Apple Music dagegen sind es ebenso wie bei Napster null – Spotify hat demnach immerhin 55 Prozent kostenlose Hörer, die dafür allerdings auch Werbung präsentiert bekommen.

Weitere Angaben betreffen den Mindestabruf von Stücken, um ein Mindesteinkommen von 1.472 US-Dollar zu erzielen – bei Youtube zum Beispiel 2,1 Millionen, bei Apple Music lediglich 200 000. Und weitere Details kann man der Infografik entnehmen, auch zu anderen Anbietern wie Google Play, Deezer oder Amazon. Die Angaben beruhen laut dem verlinkten Google Doc auf Daten eines Indie-Labels und deren Katalogen. Die Zahlen zu den Raten und den jeweiligen Abonnenten haben die Autoren aus diversen Online-Quellen zusammen getragen, diese sind im Google Doc ebenfalls verlinkt.

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