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Apple Carplay im Test: Funktionen, Apps, Anbieter, wireless Carplay

26.03.2021 | 12:10 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Carplay ist Apples Lösung für die Einbindung von iPhones in das Infotainmentsystem eines PKWs. Wir erklären die Vorteile und Nachteile von (wireless) Carplay. Mit Test-Videos. Plus: Tests der Carplay-Umsetzung von Audi, BMW, Daimler, Ford, Honda, Mini, Porsche, Seat, Skoda, Subaru, Volvo, VW etc. sowie Nachrüstlösungen. Update: Test von Wireless Carplay im VW Bus/Multivan T6.1.

Mit Apple Carplay nutzen Sie im Auto Telefonie, Kurznachrichten, Navigation, Musik-Apps und Siri fast genauso bequem wie direkt auf dem iPhone. Nur eben mit größerem Bildschirm und zusätzlichen Bedienelementen wie zum Beispiel den Lenkradtasten und den PKW-Lautsprechern zur Audio-Ausgabe. Wir stellen Carplay vor, erklären dessen Nachteile und Vorteile und haben die konkrete Carplay-Umsetzung in vielen unterschiedlichen Fahrzeugen getestet.

Systemvoraussetzungen: Das brauchen Auto und iPhone

Fahrzeug: Das in Ihrem Auto verbaute Infotainmentsystem muss Carplay unterstützen. Grundsätzlich bieten alle gängigen Automobilhersteller (ausgenommen Tesla. Stand März 2021) die Integration von Apple Carplay an. Unterschiede gibt es nur bei der Unterstützung für wireless Carplay.

Die Option für (wireless) Carplay wird meist zusammen mit der Unterstützung für Android Auto als aufpreispflichtiges Erweiterungspaket für das Infotainmensystem Ihres Autos angeboten. Bei Volkswagen beispielsweise müssen Sie das Ausstattungspaket App Connect kaufen.

Carplay im Porsche Panamera 4: Home Screen von Carplay und rechts der Navigationsausschnitt.
Vergrößern Carplay im Porsche Panamera 4: Home Screen von Carplay und rechts der Navigationsausschnitt.

Bei einigen wenigen Automobil-Produzenten ist Carplay bereits standardmäßig im Infotainmentsystem des Autos enthalten.

iPhone: Ihr iPhone muss mindestens ein iPhone 5 oder neuer sein. Darauf sollte möglichst das neueste iOS installiert sein.

So verbinden Sie iPhone und Auto

  • Entweder über das Lightningkabel (das ist derzeit bei den meisten Automobilherstellern der Standard). Verwenden Sie hierzu am besten das Originalkabel von Apple.

  • Per Bluetooth und WLAN. Dieses Carplay wireless hat BMW (mit Mini) in der zweiten Jahreshälfte 2016 als weltweit erster Hersteller eingeführt. Bis heute steht Carplay wireless nur bei wenigen Fahrzeugherstellern zur Verfügung, beispielsweise bei neuesten Fahrzeuggenerationen von Audi (mit dem MIB2+) und teilweise auch bei Mercedes-Benz sowie im Porsche Taycan . In den neueren Taycans hat Porsche Carplay wireless ab Werk implementiert. Per Gratis-Software-Update bekommen seit März 2021 aber auch ältere Taycans (Modelljahr 2020) wireless Carplay. Allerdings nicht via OTA, sondern bei einem Werkstattaufenthalt. Der Mustang E-Mach ist der erste Ford mit wireless Carplay.

So starten Sie Carplay

Sie müssen Ihr iPhone in jedem Auto ein einziges Mal am Infotainmentsystem anmelden und Carplay für die Benutzung auswählen. Danach merkt sich das Auto Ihr iPhone. Von da an ist die Benutzung von Carplay denkbar einfach.

  • Kabel einstecken: In der Regel reicht es, wenn Sie das iPhone per Lightning-Kabel mit dem USB-Port des Infotainmentsystems verbinden. Das Infotainmentsystem erkennt das iPhone automatisch und startet dann Carplay. Der Bildschirm des iPhones wird dagegen gesperrt.

  • Kabellos nur mit WLAN und Bluetooth:  Bei Fahrzeugen mit wireless Carplay - also zum Beispiel in BMWs - erkennt das Fahrzeug das iPhone immer, sobald es sich im Wagen befindet und WLAN und Bluetooth auf dem iPhone aktiviert sind. Carplay steht dann nach wenigen Sekunden automatisch zur Verfügung. 


Funktionsweise

Carplay „spiegelt“ die Bedienoberfläche des iPhones samt den unterstützen Apps via H.264-Videostream auf den größeren Bildschirm des Wagens. Die Carplay-Oberfläche ist für die Bedienung auf dem Fahrzeug-Display optimiert, außerdem steht Siri als Sprachsteuerung bereit. Apps, die nicht kompatibel zu Carplay sind, zeigt der Fahrzeugbildschirm gar nicht erst an.

So wird das iPhone in einem etwas älteren Seat angeschlossen.
Vergrößern So wird das iPhone in einem etwas älteren Seat angeschlossen.

Die gesamte Rechenleistung und alle Funktionen (Sprachsteuerung, Navigation, Musikstreaming etc.) liefert das iPhone. Über dessen SIM-Karte läuft auch der komplette Internet-Traffic, den Carplay verursacht!

Die Bluetooth-Koppelung wird nur für Telefonate benötigt. Die Datenverbindung (also zum Beispiel für Musikstreaming, Navigation und Whatsapp) läuft dagegen über das Lightning-Kabel beziehungsweise bei wireless Carplay über WLAN. Ist die Wireless-Carplay-Verbindung eingerichtet und schaltet man dann Bluetooth auf dem iPhone ab, so funktioniert Carplay weiterhin und spielt zum Beispiel Lieder vom iPhone ab. Unterbricht man dagegen die WLAN-Verbindung, so stoppt Carplay sofort. Ohne WLAN also kein wireless Carplay. Aktiviert man WLAN dann wieder auf dem iPhone, so steht Carplay nach einigen Sekunden Wartezeit wieder zur Verfügung.

Wenn Sie wireless Carplay nutzen, können Sie das iPhone in der Jackentasche lassen und trotzdem Carplay verwenden. Idealerweise legen Sie das iPhone aber im Auto in eine Lademulde zum kabellosen Aufladen nach dem Qi-Standard.

Das Foto zeigt Carplay mit dem Icon von Google Maps auf dem riesigen 15-Zoll-Touchscreen im VW Touareg.
Vergrößern Das Foto zeigt Carplay mit dem Icon von Google Maps auf dem riesigen 15-Zoll-Touchscreen im VW Touareg.

Im Test zeigte sich, dass der durchgehende Betrieb von wireless Carplay den Akku nicht sehr belastet. Zumindest so lange man auf die Navigation mit Apple Karten verzichtet. Als wir unsere Fahrt mit dem iPhone 6 begonnen haben, war dessen Akku zu 100 Prozent aufgeladen. Wir haben während der Fahrt durchgehend wireless Carplay genutzt und nahezu ununterbrochen über Apple Music Lieder von unserem iPhone abgespielt. Nach 1 Stunde und 15 Minuten Fahrtzeit zeigte die Akku-Ladung noch 95 Prozent. Unser iPhone 6 hatte also nach 1.15 h Dauereinsatz von wireless Carplay mit Apple Music nur knapp fünf Prozent Akku-Ladung eingebüßt.

Nichtsdestotrotz können Sie das iPhone natürlich auch weiterhin per Lightning-Kabel an eine Bordsteckdose im BMW anschließen, um es aufzuladen. Nur fließen durch das Lightningkabel eben nur Strom, aber keine Daten, wenn sie es via wireless Carplay mit dem Auto verbunden haben.

Sie nutzen für Carplay folgende Bedienelemente:

  • den Fahrzeug-Touchscreen (nur bei älteren Audi- (ohne MIB 2+) und Mercedes-Benz-Fahrzeugen gibt es noch Carplay ohne Touchscreen. Dort benutzen Sie den Controller auf der Mittelkonsole zur Bedienung. Diese Controller können Sie optional zwar auch bei BMW verwenden, dort ist aber immer auch Touch verfügbar)

  • die klassischen Dreh- und Druckknöpfe des Infotainmentsystems

  • die Lenkradtasten

  • Mikrofon und Lautsprecher des Autos

  • Apples Sprachassistentin Siri. Siri funktioniert in Carplay genauso wie direkt auf dem iPhone.

Carplay auf dem iPhone-Bildschirm konfigurieren

Unter „Einstellungen, Allgemein, Carplay“ auf dem iPhone sieht man seit iOS 10, welche Apps auf dem jeweiligen Fahrzeug für Carplay zur Verfügung stehen. Vor allem aber kann man im Einstellungsmenü des iPhones einige Apps wie iBooks und Podcasts vom Carplay-Bildschirm entfernen (ausgenommen sind jedoch die Telefon-App, Nachrichten und Karten).

Apple hat kabelloses Carplay bereits in iOS integriert, Sie finden diesen Menü-Punkt im Einstellungsmenü Ihres iPhones, wie unser Screenshot zeigt. Nur gibt es bis heute kein Auto, das kabelloses Carplay unterstützt.
Vergrößern Apple hat kabelloses Carplay bereits in iOS integriert, Sie finden diesen Menü-Punkt im Einstellungsmenü Ihres iPhones, wie unser Screenshot zeigt. Nur gibt es bis heute kein Auto, das kabelloses Carplay unterstützt.

Von dieser Übersicht mit der Konfigurationsmöglichkeit abgesehen spielt der Bildschirm des iPhones während der Benutzung von Carplay keine Rolle. Das iPhone zeigt aber weiterhin seinen Bildschirm an und lässt sich auch bedienen, der Bildschirm wird während der Benutzung also nicht abgeschaltet.

Von Carplay unterstützte Apps

Apple lässt nur eine begrenzte Anzahl von Apps für Carplay zu. Unter den Drittanbieter-Apps sind vor allem Whatsapp, Skype, Google Maps, Waze und Tomtom zu erwähnen.

Sprachsteuerung für Carplay: Siri

Die Touchbedienung funktioniert zwar sehr gut, hat aber den Nachteil, dass man dafür den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden und auf den Bildschirm schauen muss. Deshalb sollten Sie aus Gründen der Verkehrssicherheit möglichst Siri zur Bedienung von Carplay verwenden.

Mit Siri im BMW M340i eine Whatsapp aufsprechen und verschicken.
Vergrößern Mit Siri im BMW M340i eine Whatsapp aufsprechen und verschicken.

Siri starten Sie – je nach Fahrzeugaustattung - auf drei unterschiedliche Arten:

  • Durch einen langen Druck auf die Home-Taste links unten im Carplay-Bildschirm des PKWs



  • Durch den Weckruf „Hey Siri“. Mit „Hey Siri” können Sie Siri für jede zu Carplay kompatible App direkt und ohne Umwege starten. Das klappt auch mit Navigations- und Musik-Apps von Drittanbietern. Siri nutzt dafür das im Auto eingebaute Mikrofon. Die Sprachausgabe erfolgt über die Lautsprecher des Autos.


  • Bei einigen Fahrzeugen: Durch einen langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste auf dem Lenkrad des Autos. 


Tipp: Falls Sie „Hey Siri“ nutzen wollen, aktivieren Sie diese Einstellung vor dem Losfahren in Ihrem iPhone unter "Einstellungen, Siri".

Siri regelt sofort die Lautstärke des Radios herunter, sobald man die Sprachsteuerung aktiviert, zum Beispiel um eine SMS zu versenden. Hat man die Nachricht verschickt, wird das Radio wieder auf laut geschaltet.

Sprachnachricht abspielen. Eine schon etwas ältere Darstellung von Carplay.
Vergrößern Sprachnachricht abspielen. Eine schon etwas ältere Darstellung von Carplay.

Siri bietet via Carplay grundsätzlich den gleichen Funktionsumfang wie auf dem iPhone: Mit Siri kann der Fahrer Anrufe entgegennehmen und starten, Sprachnachrichten während der Fahrt diktieren und abschicken und auch Lieder abspielen lassen. Letztere wahlweise von der Playlist des iPhones oder von verschiedenen Webradio-/Musik-Streaming-Anbietern.

Oder lassen Sie sich den Wetterbericht für eine beliebige Stadt vorlesen, den Geburtstag einer bekannten Persönlichkeit recherchieren, Ihre Termine für den nächsten Tag vorlesen (aus Ihrem Kalender), eingegangene Nachrichten vorlesen oder einen Anruf starten. Man kann Siri problemlos einen Kalendereintrag vornehmen lassen. Und natürlich können Sie mit Siri auch eine Navigation auf der Karten-App starten.

Mobilfunkverbindung und Spracherkennung: Die Leistungsfähigkeit von Siri - sprich: Erkennungsquote und Reaktionszeit - hängt maßgeblich von der Qualität der Mobilfunkverbindung ab. Mit Edge-Tempo geht nichts. So richtig rund funktionierte Siri im Test nur mit einer LTE-Verbindung. Ist die Verbindung schlechter, reagiert Siri nicht nur langsamer, sondern versteht Sie oft auch falsch.

Dieser Aspekt spielt im Auto eine besonders große Rolle, weil die Qualität der Mobilfunkverbindung ständig schwankt. Jeder Tunnel zum Beispiel lässt Siri deutlich langsamer werden. Zudem steigt dann die Fehlerquote bei der Erkennung.

Bildschirmaufbau von Carplay auf dem Fahrzeug-Monitor

Nach dem Start präsentiert sich der Homescreen von Carplay auf allen Fahrzeugen aller Hersteller mit dem gleichen Homescreen. Wenn man also Carplay einmal genutzt hat, findet man sich sofort wieder zurecht, auch wenn man das Fahrzeug gewechselt hat. Der einzige Unterschied von Fahrzeug zu Fahrzeug ist die Bildschirmgröße und davon abhängig, wie Carplay diesen für die Multiscreenansicht (siehe unten) nutzt.

Carplay im BMW M340i in Aktion: Ganz links die Icons für die geöffneten Apps. In der Mitte Apple Karten. Rechts Steuerelemente für Apple Karten, Siri, Medien und ein Kalendereintrag.
Vergrößern Carplay im BMW M340i in Aktion: Ganz links die Icons für die geöffneten Apps. In der Mitte Apple Karten. Rechts Steuerelemente für Apple Karten, Siri, Medien und ein Kalendereintrag.

Der erste Homescreen/Startbildschirm zeigt immer die Kartenapp im Zentrum und im rechten Display-Drittel stehen noch Buttons zum Starten der Sprachsuche sowie zur Bedienung des Medienplayers zur Verfügung. Für den Kalender findet sich ebenfalls noch ein kleiner Ausschnitt, der den letzten Kalendereintrag anzeigt. Startet man dagegen eine andere App, so belegt diese den kompletten Bildschirm.

Wischt man weiter, dann kommen die nächsten Bildschirmseite mit großen Icons für jede Carplay-kompatible App. Wenn man zusätzlich zu den von Apple selbst stammenden Carplay-kompatiblen Apps auch einige Carplay-taugliche Apps von Drittanbietern auf dem iPhone installiert hat, wie Spotify, Stitcher oder TuneIn Radio, dann hat zwei solcher Übersichtsseiten. Zwischen allen Seiten kann man durch eine Fingerwischbewegung bequem wechseln.

Frische Optik und git bedienbar: Carplay auf dem über 10 Zoll großen Control-Display des BMW M340i.
Vergrößern Frische Optik und git bedienbar: Carplay auf dem über 10 Zoll großen Control-Display des BMW M340i.

Auf der ersten Übersichtsseite finden sich immer die Icons für Telefonie, Musik vom iPhone/Apple Music, Karten-App und Nachrichten sowie die Hörbuch-App. Dazu kommt noch ein Icon, mit der man die aktuelle Musikquelle aufrufen kann. Die Automobil-Hersteller binden zudem ein eigenes Icon ein, das auf den Startbildschirm von Carplay zurückführt. Aber auch Dritt-Anbieter-Apps wie Audible und TuneIn legen hier ihre Icons ab.

Der Startbildschirm zeigt immer die Icons von acht Apps. Sofern mehr als acht Carplay-kompatible Apps auf dem iPhone installiert sind, gibt es auch noch eine zweite Seite, wie es hier im Seat Ibiza der Fall ist.
Vergrößern Der Startbildschirm zeigt immer die Icons von acht Apps. Sofern mehr als acht Carplay-kompatible Apps auf dem iPhone installiert sind, gibt es auch noch eine zweite Seite, wie es hier im Seat Ibiza der Fall ist.

Intuitive und übersichtliche Oberfläche

Der Carplay-Bildschirm ist aufgeräumt und erfreut das Auge des Betrachters mit großen übersichtlichen Schaltflächen und angenehmer Optik. Alle Schaltflächen lassen sich gut mit dem Finger treffen. Über den Homebutton links unten kommt man immer und von jedem Bildschirm zurück zum Startbildschirm. Ein kurzer Druck auf den Homebutton bringt einen zum Startbildschirm zurück, ein langer Druck startet Siri.

Splitscreen: LInks der Home Screen von Carplay, rechts die Abbiege-Hinweise der im Hintergrund laufenden Navigation des BMW.
Vergrößern Splitscreen: LInks der Home Screen von Carplay, rechts die Abbiege-Hinweise der im Hintergrund laufenden Navigation des BMW.

Oberhalb des Homebutton befinden sich am linken Bildschirmrand die Icons für die zuletzt geöffneten Apps. Über diese Icons können Sie mit einem Fingertipp zu diesen letztgenutzten Apps wechseln. In dieser linken Randleiste finden Sie außerdem noch die Uhrzeit und die Anzeige der Qualität der Mobilfunkverbindung.

Navigation: Apple Karten, Google Maps und mehr

Standardmäßig navigieren Sie mit der Apple-Karten-App. Diese nutzt die exakten Echtzeitverkehrslageinformationen von Tomtom. Einen Offline-Modus wie Google Maps besitzt die Apple-Karten-App nicht, sie lädt also nicht nur die Verkehrslageinformationen, sondern auch das Kartenmaterial fortlaufend von den Apple-Servern herunter. Bei regem Gebrauch der Karten-App kann das monatliche Frei-Volumen des Mobilfunkvertrags schnell aufgebraucht sein. Danach surfen Sie nur noch mit deutlich gedrosseltem Tempo oder müssen extra zahlen. Und im Ausland außerhalb der EU drohen auch noch Roamingkosten. In abgelegenen Regionen mit schlechter oder überhaupt keiner Mobilfunkverbindung funktioniert die Karten-App nicht (was in unserem Test aber nur selten und nur für ganz kurze Zeit der Fall war und die Navigation nicht entscheidend behinderte).

Hier ist Waze neben Apple Music zu sehen.
Vergrößern Hier ist Waze neben Apple Music zu sehen.
© macrumors.com/2020/12/06/waze-carplay-dashboard-goes-live/

Solide Navigation: Die Navigation selbst funktioniert einwandfrei, inklusive gesprochenen und angezeigten Abbiegehinweisen und einer zoombaren Kartenansicht. Die Apple Karten-App bietet typische Navigations-Funktionen wie Turn-by-Turn und Verkehrslage-Informationen. Die Kartendarstellung ist übersichtlich, das Routing exakt. Bei der Navigation haben Sie die Wahl zwischen 2D- oder 3D-Ansicht. Die Karte kann man mit dem Finger verschieben und zoomen. Alternativrouten werden automatisch zur Auswahl angezeigt, die gewünschte Route kann man mit dem Finger antippen und auswählen.

Carplay auf dem großen Bildschirm im 7er BMW.
Vergrößern Carplay auf dem großen Bildschirm im 7er BMW.

Ihre Ziele sprechen Sie entweder mir Siri auf – wofür aber eine gute LTE-Verbindung erforderlich ist – oder geben Sie auf dem Touchscreen ein.

Dom, Plärrer, Tankstellen – kein Problem: Gut klappte die Zieleingabe bei Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel bei einem Dom in einer fremden Stadt - hier lotste uns Siri zur richtigen Adresse. Ebenso kannte Siri den Nürnberger Plärrer. Und ruck, zuck lotste uns Siri zur nächstgelegenen Tankstelle. Die Tankstellensuche klappte an verschiedenen Orten einwandfrei. Und das alles nur per Sprachbedienung - top.

Cool: Eine auf dem iPhone gestartete Navigation wird beim Einstecken des Lightning-Kabels nahtlos auf Carplay fortgesetzt. Man kann Siri auch fragen, wo man gerade ist. Siri liefert dann nicht nur den Straßennamen, sondern öffnet auch gleich eine Karte.

Man kann sich von Siri auch ab und zu die voraussichtliche Ankunftszeit ansagen lassen: „Hey Siri, Ankunftszeit?“ Das klappte im Test unkompliziert. In diesem Zusammenhang auch interessant: Den Wetterbericht für einen gewünschten Standort liest Siri auf Wunsch sofort vor.

Abbiege-Hinweise im Cockpit oder Head-Up-Display direkt vor dem Fahrer: Die Apple-Karten-App ermöglicht sogar Turn-by-Turnanweisungen im Kombi-Instrument oder im Head-Up-Display direkt im Sichtfeld des Fahres, falls das Fahrzeug das technisch unterstützt. Das ist zum Beispiel bei BMW der Fall: BMW M340i mit OS 7 im Test - iPhone als Schlüssel, wireless Android Auto, Dashcam.

Wo wurde das Auto geparkt: Die Karten-App Nutzer kann zudem proaktiv daran erinnern, wo das geparkte Auto steht. Das Ganze funktioniert nur, wenn das eigene Auto mit Carplay ausgerüstet ist. Verliert das iPhone die Verbindung zu dem System, merkt sich es automatisch den Ort in der Karten-App. Kurz danach schickt das iPhone eine Benachrichtigung, hier kann man noch die zusätzlichen Infos wie die genaue Parkplatz-Nummer oder den Stockwerk im Parkhaus eintragen.

Carplay mit den Icons für Google Maps und Sygic Car Navigation
Vergrößern Carplay mit den Icons für Google Maps und Sygic Car Navigation

Alternative Navigations-Apps

Seit iOS 12 können Sie auch Navigationslösungen von Drittanbietern verwenden: Google Maps, Waze, Tomtom Go Navigation und Sygic GPS Navigation stehen zur Wahl. Der große Vorteil: Tomtom und Sygic ermöglichen eine komplette Offline-Navigation, das heißt, das Kartenmaterial wird vollständig auf das iPhone heruntergeladen. Und bei Google Maps können Sie vor Fahrtantritt zumindest ausgewählte Kartenabschnitte herunterladen.

Im weiteren Sinne in den Bereich Navigation gehört auch die App Easy park, die seit Februar 2021 kompatibel zu Carplay ist.

Unterhaltung: Carplay rockt den Wagen

Carplay unterstützt diverse Musik-Streaming-Dienste, darunter Spotify, Stitcher, Audible und TuneIn Radio, vor allem aber Apple Music. Webradio konnten wir perfekt über die TuneIn-App von unserem iPhone hören. Carplay unterstützt auch Youtube Music (ehemals Google Play Music): Dazu müssen Sie auf Ihrem iPhone die App Youtube Music installieren. 

Bei der Apple-Music-App gibt es Licht und Schatten. Grundsätzlich konnten wir mit dem Befehl „Hey Siri, Musik“ die App starten und sie spielte auch gleich Musik ab. Doch bis wir zu unserem gewünschten Lied durchgedrungen sind, kostete es mitunter einige Zeit. Die dadurch verursachte Ablenkung ist im morgendlichen dichten Verkehr auf dem Mittleren Ring von München nicht unbedingt ein Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit. So konnten wir zwar zu den Playlists wechseln, doch die definitiv vorhandene Playlist Best of erkannte Siri via Carplay nicht.

Apple Music unter Carplay auf dem Control-Display des BMW M340i.
Vergrößern Apple Music unter Carplay auf dem Control-Display des BMW M340i.

Das Erkennen einzelner Musiktitel klappte dagegen großenteils gut. Wir konnten Siri Musiktitel nennen, die Carplay dann auch sofort abspielte. Mitunter kam es aber vor, dass Siri zwar den Musiktitel erkannte, dann aber die gerade laufende Playlist verließ und den Musiktitel aus einer anderen Quelle abspielte - beispielsweise statt von den auf unserem iPhone 6 gespeicherten MP3s die Version von Apple Music. Die dann allerdings nicht die von uns gewünschte Variante war.

Außerdem konnten wir mit Hilfe von Siri Lieder jederzeit anhalten und auch zum nächsten Titel vorspulen. Wobei sich diese Funktionen über die großen Schaltflächen auf dem Touchscreen des Fahrzeugs schneller ansteuern lassen; dafür ist Siri nicht die beste Lösung.

Radiosender zur Auswahl in Carplay
Vergrößern Radiosender zur Auswahl in Carplay

Alles in allem war die Bedienung des Bereichs Musik über Siri langsamer und mit mehr Fehlern behaftet als über die gut umgesetzte Touchbedienung. Letztere fällt dank der großen Schaltflächen auf dem Fahrzeug-Bildschirm relativ leicht.

Neben Musik, Podcasts und Hörbüchern können Die zum Beispiel Nachrichten mit der n-tv-App empfangen. Damit können Autobesitzer die n-tv Audio-Nachrichten, Podcasts und Talks hören.

Browser, Youtube, Netflix

Über Carplay können Sie keinen Browser nutzen. Videostreamingdienste unterstützt Carplay ebenfalls nicht.

Kalender, Office, Mail

Eine Office-Lösung fehlt, selbst ein Mailclient ist nicht vorhanden. Sie können also zwar Anrufe via Carplay starten und Kurznachrichten lesen und verschicken, aber keine Mails aufsprechen.

Carplay ermöglicht aber den Zugriff auf die Kalender-App und zeigt zudem Ihre nächsten Termine an.

Telefonie, SMS, iMessage, Whatsapp

Telefonate lassen sich problemlos mit Siri via Carplay starten. Wenn Sie einen Anruf tätigen, können Sie wahlweise die Nummern in einem Rutsch aufsprechen oder einen Kontakt aus dem Telefonbuch des iPhones anrufen lassen oder aber die Nummer auch per Ziffernblock eintippen. Auch Facetime-Anrufe sind möglich, sofern zu einem Kontakt ein Facetime hinterlegt ist.

Der neue VW Touareg kostet so viel wie ein kleines Einfamilienhaus - und steckt voller Technik. Allein Der Preis für das Infotainment-System liegt bei rund 10.000 Euro. Das Top-Modell von Volkswagen kommt unter anderem mit einem Dual-Display, welches man so bisher nur von Tesla kannte, einer Wärmebild-Kamera, Car Play und noch jedem weiteren technischen Schnickschnack. Das mussten wir natürlich selbst genauer unter die Lupe nehmen.

Geht ein Anruf ein, während Apple Music ein Lied abspielt, dann unterbricht Carplay die Musik für den eingehenden Anruf. Ebenso blendet Carplay eine laufende Navigation auf der Apple-Kartenapp für einen eingehenden Anruf aus; die Navigation läuft aber im Hintergrund weiter.

Wir starten einen Anruf mit Siri. Auf einem schon etwas älteren Carplaysystem.
Vergrößern Wir starten einen Anruf mit Siri. Auf einem schon etwas älteren Carplaysystem.

Ebenso unkompliziert konnten wir Kurznachrichten (SMS, iMessages, Whatsapp ) über Siri und Carplay diktieren und verschicken. Siri liest zudem eingegangene Kurznachrichten einwandfrei vor, die man direkt per Sprachbefehl beantworten kann. Dazu diktiert man den Text der Nachricht und verschickt sie dann. SMS/iMessages/Whatsapp-Nachrichten kann man an Nummern oder Einträge aus dem Telefonbuch senden. Hat man eine Nachricht aufgesprochen, kann man sie sich zur Sicherheit nochmal vorlesen lassen und nachträglich nochmal korrigieren. Oder eben abschicken lassen. Tastatureingaben sind dafür nicht erforderlich, alles geht über Siri. Das Verschicken von Nachrichten klappte im Test selbst bei lauten Fahrgeräuschen super.

Der Startbildschirm von Carplay im Skoda. Wir haben zwei Nachrichten erhalten.
Vergrößern Der Startbildschirm von Carplay im Skoda. Wir haben zwei Nachrichten erhalten.

Wenn man den Menüpunkt Nachrichten wählt, liest einem Siri nicht nur die Voicemails vor, also die Nachrichten auf der Mailbox des iPhones, sondern auch alle Nachrichten, die Apps auf dem iPhone geschickt haben. In unserem Beispiel gab es eine Nachricht von der Sternenatlas-App, die auf ein astronomisches Ereignis hinwies. Ebenso kann man sich Kurznachrichten vorlesen lassen.

Whatsapp: Carplay zeigt einen Hinweis auf eine eingehende Whatsapp an, Siri bietet dann an deren Inhalt vorzulesen und danach zu antworten. Carplay zeigt aber nicht die Whatsapp angehängten Bilder oder Videos an. Auch nicht im Stand bei abgestelltem Motor. Siri weist nur daraufhin, dass ein Bild angehängt ist.

Die bisherigen Whatsapp-Chat-Verläufe können wir in Carplay nicht einsehen. Wir sehen immer nur die Whatsapp-Nachrichten, die auf unserem iPhone eintreffen, während es mit Carplay verbunden ist.

iOS 11 sorgt dafür, dass das angeschlossene iPhone während der Fahrt keine Nachrichten anzeigt.
Vergrößern iOS 11 sorgt dafür, dass das angeschlossene iPhone während der Fahrt keine Nachrichten anzeigt.

Nachrichten-Sperre: Das iPhone zeigt seit iOS 11 keine eingehenden Nachrichten an, wenn es unter anderem durch die Bluetooth-Koppelung erkannt hat, dass es sich in einem fahrenden Auto befindet („Do Not Disturb While Driving”-Modus). Damit soll die Ablenkungsgefahr für den Fahrer reduziert werden. Der iPhone-Besitzer kann diese Funktion aber abschalten. Sie finden diese Option unter "Einstellungen, Nicht stören, Beim Fahren nicht stören".

Carplay lässt sich auch nachrüsten

Nachrüstung durch Dritt-Anbieter

Neben den Carplay-Lösungen ab Werk gibt es auch zahlreiche Nachrüstlösungen, beispielsweise auf Amazon und in unterschiedlichen Preisklassen , wie man auch hier sowie in unserem Preisvergleich sieht.

Carplay-Nachrüstlösungen im Preisvergleich

Carplay-Nachrüstlösungen auf Amazon

Sony XAV-AX3005DB im Test: Autoradio mit Carplay, Android Auto und DAB+

Alpine iLX-F903D: Carplay, Android Auto, DAB+ & 9-Zoll-Display nachrüsten

Tipp: Falls bei einer Nachrüstlösung für Carplay in der Karten-App das Icon für die Zieleingabe per Touchscreen nicht angezeigt wird, sollten Sie prüfen, ob gegebenenfalls das entsprechende (grüne) Kabel mit Handbremse beziehungsweise Masse verbunden ist. Denn einige Carplay-Nachrüstlösungen wie beispielsweise das Pioneer AVH-Z5000DAB erkennen anhand der Handbremsstellung, ob der Wagen steht oder fährt. Und das Tastatureingabe-Icon blenden sie nur bei stehendem Fahrzeug ein. 


Alpine iLX-107: Wireless Carplay für 900 Dollar nachrüsten
Vergrößern Alpine iLX-107: Wireless Carplay für 900 Dollar nachrüsten
© Alpine

Typischerweise werden die Nachrüstlösungen im Radioschacht des Autos eingebaut. Es gibt aber auch eine Carplay-Nachrüstlösung mit Saugnapf für das Armaturenbrett beziehungsweise für die Windschutzscheibe. Dabei handelt es sich um Carplay Plus A von Orient Enterprises für 300 US-Dollar. Sie müssen also nichts aus- und einbauen, nichts basteln und können diese Carplay-/Android-Auto-Lösung zudem jederzeit zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechseln beziehungsweise bei Mietwagen mitnehmen.

Dashboard Ultraslim Carplay - das auf der CES 2020 gezeigte Gerät ähnelt diesem.
Vergrößern Dashboard Ultraslim Carplay - das auf der CES 2020 gezeigte Gerät ähnelt diesem.
© Orient Enterprises

Unser erster Eindruck: Carplay lässt sich auf dem Gerät genauso wie ein fest im Fahrzeug ab Werk verbautes Carplay nutzen. Ob allerdings die Performance und die Reaktionsgeschwindigkeit dieser Nachrüstlösung mit den Lösungen ab Werk mithalten kann, können wir nach dem ersten Eindruck auf der Messe CES 2020 in Las Vegas noch nicht beurteilen.

Das "Carplay Plus A" alias "Portable CarPlay/Android Auto/Car Life" ist allerdings nicht auf Amazon verfügbar, sondern nur in dessen Onlineshop und via Alibaba erhältlich.

Mazda bietet jetzt Carplay für Neuwagen ab Werk und für Gebrauchtwagen zur Nachrüstung an. Voraussetzung ist das Infotainmentsystem Mazda MZD Connect.
Vergrößern Mazda bietet jetzt Carplay für Neuwagen ab Werk und für Gebrauchtwagen zur Nachrüstung an. Voraussetzung ist das Infotainmentsystem Mazda MZD Connect.
© Mazda

Carplay durch Auto-Hersteller nachträglich freischalten oder nachrüsten lassen

Mazda bietet für Gebrauchtwagen Carplay zur Nachrüstung an. Voraussetzung ist, dass in dem Neu- oder Gebrauchtwagen das Infotainmentsystem Mazda MZD Connect verbaut ist. Mazda führte MZD Connect erstmals mit dem Mazda 3 im Jahr 2013 an – bis dahin soll sich Carplay also laut Hersteller nachrüsten lassen.

Die Umrüstung zur Nutzung von Apple CarPlay und Android Auto beinhaltet ein Softwareupdate sowie die Installation eines neuen USB-Hubs. Das Smartphone wird dann über Kabel mit dem neuen USB-Hub verbunden, kabelloses Carplay wird also nicht unterstützt.

Die Integration von iPhones in das Entertainment-Systems eines Autos funktioniert dank Apple Wireless CarPlay jetzt auch kabellos. Bisher gibt es die Technologie allerdings nur bei BMW. Mehr Infos zu Wireless CarPlay erhalten Sie in diesem Video.

Sie können Carplay wie auch das gesamte sonstige MZD Connect während der Fahrt über den Multi-Commander auf der Mittelkonsole oder per Sprachsteuerung bedienen. Die Bedienung per Touchscreen ist dagegen nur im Stand beziehungsweise bis zu 8 km/h Geschwindigkeit möglich. Diese Besonderheit hat Mazda schon immer bei seinem Infotainmentsystem MZD Connect gepflegt .

Die Kosten: Die Kosten der Integration von Carplay und Android Auto (den Support für beide Systeme gibt es nur im Paket) belaufen sich als Option für Neufahrzeuge auf 300 Euro und als Nachrüst-Kit auf 220 Euro zuzüglich Einbaukosten. Ein konkretes Beispiel: Für einen Mazda 3, Baujahr 2014, kommt der Einbau des Nachrüstkits insgesamt auf 350 Euro. Wobei nach den uns vorliegenden Informationen Mazda-Händler manchmal mit etwas günstigeren Einbau-Angeboten locken. Der Einbau dauert 1,5 bis 2 Stunden für einen Mazda 3, Bj. 2014.

VW schaltet nachträglich frei - gegen Bezahlung

Falls Sie einen relativ neuen Volkswagen fahren, lassen sich Carplay und Android Auto vielleicht nachträglich freischalten. Laut ADAC ist das bei den meisten Serien-Infotainmentsystemen von Fahrzeugen des Modularen Quer-Baukastens (MQB) ab Golf 7 möglich. Also Polo 6C, Passat B8, Skoda Octavia 5E und Superb etc. Die Freischaltung erfolgt in der Vertragswerkstatt. Voraussetzung ist ein Radio mit Touchscreen. 

Nur per VCDS ist die Freischaltung bei Golf 7 und Konsorten dagegen nicht möglich, Sie müssen also definitiv in die Werkstatt. Das ändert sich erst mit dem Golf 8: Hier können Kunden die kostenpflichtige Freischaltung auch direkt aus dem Auto heraus veranlassen, sofern eine Kreditkarte hinterlegt ist. Mehr dazu lesen Sie hier relativ weit unten beim Stichwort "WE Upgrade". 
Ähnliche nachträgliche Freischaltungen bieten auch Audi, BMW und Mercedes an.

Auto-Tests mit Carplay

Jetzt wissen Sie alles über Carplay. Doch wie gut haben die Automobil-Hersteller Carplay tatsächlich in Ihre Fahrzeuge integriert? Wir haben Carplay in zahlreichen Modellen getestet. Beachten Sie bitte: Die Tests sind unterschiedlich alt und spiegeln so unterschiedliche Entwicklungsstände von Carplay wider.

Test: Carplay im VW Bus T6.1

Carplay funktioniert im aktuellen VW Bus T6.1 wie gewohnt. Beim teuersten Infotainmentsystem Discover Pro bedienen Sie Carplay auf einem 9,2 Zoll großen Touchscreen mit 1280x640 Pixel Auflösung.

Carplay steht sowohl in der wireless-Variante als auch per Kabel zur Verfügung (Android Auto können Sie dagegen nur mit Kabel anschließen. Mirrorlink unterstützt das Discover Pro im VW Bus ebenfalls noch, doch dieses Infotainmentsystem spielt schon lange keine Rolle mehr).

Carplay wireless im VW Bus T6.1.
Vergrößern Carplay wireless im VW Bus T6.1.

Allerdings startet die Lenkradtaste immer den VW-Sprachassistenten und nie Siri. Siri können Sie also nur über den Home Button auf dem Touchscreen oder über den Sprachbefehl "Hey Siri" starten.

Ein beim Abstellen des Autos unterbrochenes Lied in Carplay wird beam Neustarten des Autos nicht automatisch wieder gestartet, sondern muss von Hand erneut gestartet werden. Es spielt dann aber an der unterbrochenen Stelle weiter.

Bei Carplay gibt es im VW Bus nichts zu meckern. Der Bildschirm lässt sich gut ablesen und reagiert flott auf Fingerbewegungen. Hinweis: Apple Carkey gibt es im VW Bus nicht.

VW Bus T6.1 im Test: Sprachsteuerung, Digital Cockpit, Navi & Carplay wireless

Test: Wireless Carplay mit HUD-Integration im BMW M340i

Wir haben das erweiterte BMW Operating System 7 in einem BMW M340i xDrive Touring getestet, wie es BMW seit Juli 2020 in allen Neu-Fahrzeugen ausliefert. Eine Besonderheit der Carplay-Integration: Navigationsanweisungen der Karten-App von Carplay werden im Head-Up-Display des BMW direkt im Sichtfeld des Fahrers dargestellt. Diese Navigationsanweisungen/Abbiegepfeile auf dem Head-Up-Display lassen auch bei direkter Sonneneinstrahlung auf der Windschutzscheibe perfekt ablesen. Zusätzlich sehen Sie diese Informationen auch noch auf dem Info-Display im Kombiinstrument.

Unseren ausführlichen Testbericht lesen Sie hier:

BMW M340i mit OS 7 im Test: iPhone als Schlüssel, wireless Android Auto, Dashcam

In diesem Fahrzeug steht aber nicht nur wireless Carplay zur Verfügung, sondern erstmals auch Apple Carkey:

Apple Carkey im Test: BMW mit iPhone öffnen und losfahren ("BMW Digital Key")

 

Weltpremiere: Erster Test von wireless Carplay - im BMW 740i

Die Integration von iPhones in das Entertainment-Systems eines Autos funktioniert dank Apple Wireless CarPlay jetzt auch kabellos. Bisher gibt es die Technologie allerdings nur bei BMW. Mehr Infos zu Wireless CarPlay erhalten Sie in diesem Video.

BMW kam spät. Dafür dann aber gleich richtig gut: Die Integration von Carplay ist nicht nur sehr gut gelungen, sondern funktioniert vom Start weg auch kabellos. Damit sind die Bayern einsame Spitze. Denn BMW war weltweit der erste Automobil-Hersteller, der kabelloses Carplay in seinen Fahrzeugen verbaut!

Splitscreen: LInks der Home Screen von Carplay, rechts die Abbiege-Hinweise der im Hintergrund laufenden Navigation des BMW.
Vergrößern Splitscreen: LInks der Home Screen von Carplay, rechts die Abbiege-Hinweise der im Hintergrund laufenden Navigation des BMW.

Wichtig: BMW bietet wireless Carplay in allen seinen Modellen an. Wenn Sie also jetzt ein neues BMW-Fahrzeug kaufen, dann fragen Sie den BMW-Händler nach wireless Carplay. Sie bekommen Carplay entweder in einem Connected-Paket oder gegen Einmalzahlung, alle Details lesen Sie hier.

Carplay auf dem großen Bildschirm im 7er BMW.
Vergrößern Carplay auf dem großen Bildschirm im 7er BMW.

Ein BMW 740i war unsere Testbasis. Normalerweise erkennt das Carplay-kompatible Infotainmentsystem eines Fahrzeugs ein iPhone, wenn man das Lightningkabel in den USB-Anschluss des Wagens einsteckt. Die zahlreichen Beispiele dafür von Audi, Daimler, Seat, Skoda und Volkswagen finden Sie in diesem Testberichte weiter unten. Im BMW dagegen starten Sie Carplay, indem Sie das iPhone in den Einstellungen von ConnectedDrive einmal für Carplay anmelden.

Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Menü-Punkt Carplay.
Vergrößern Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Menü-Punkt Carplay.

Wireless Carplay benötigt Bluetooth und WLAN

Dafür müssen WLAN und (!) Bluetooth aktiviert sein. ConnectedDrive stellt via Bluetooth die Verbindung zum iPhone her und erledigt darüber das Setup, die WLAN-Verbindung wird aber zusätzlich benötigt, um die großen Datenmengen zwischen iPhone und BMW zu übertragen. Ist die Wireless-Carplay-Verbindung eingerichtet und schaltet man dann Bluetooth auf dem iPhone ab, so funktioniert Carplay weiterhin und spielt zum Beispiel Lieder vom iPhone ab. Unterbricht man dagegen die WLAN-Verbindung, so stoppt Carplay sofort. Ohne WLAN also kein wireless Carplay. Aktiviert man WLAN dann wieder auf dem iPhone, so steht Carplay nach einigen Sekunden Wartezeit wieder zur Verfügung.

Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Menü-Punkt Carplay. Jetzt aber spielt Apple Music ein Lied und deshalb zeigt Media/Radio nun ein peppiges Cover.
Vergrößern Startbildschirm von BMW ConnectedDrive im 7er. Ganz links der Menü-Punkt Carplay. Jetzt aber spielt Apple Music ein Lied und deshalb zeigt Media/Radio nun ein peppiges Cover.

Bequemer geht es nicht

Sollten Bluetooth und/oder WLAN auf dem iPhone abgeschaltet sein, wenn Sie Carplay in ConnectedDrive starten, so fordert Sie das iPhone auf, beide Verbindungsarten zu aktivieren. Das Carplay-Menü finden Sie übrigens auf dem iPhone unter „Allgemein“.

Sobald das iPhone mit ConnectedDrive gekoppelt ist, steht es via Carplay zur Verfügung. Danach können Sie das iPhone zum Beispiel unter der Armlehne der Mittelkonsole ablegen oder noch besser ganz bequem einfach in der Jackentasche lassen. Eine Kabelverbindung ist ja nicht erforderlich, das oft umständliche Einstöpseln des Kabels entfällt.

Links im Splittscreen die laufende Navigation (dabei handelt es sich nicht um die Karten-App vom Carplay, sondern um die im BMW eingebaute Navigation von ConnectedDrive), rechts im Splittscreen die dazu gehörigen Abbiegehinweise. Carplay läuft im Hintergrund weiter.
Vergrößern Links im Splittscreen die laufende Navigation (dabei handelt es sich nicht um die Karten-App vom Carplay, sondern um die im BMW eingebaute Navigation von ConnectedDrive), rechts im Splittscreen die dazu gehörigen Abbiegehinweise. Carplay läuft im Hintergrund weiter.

Die fehlende Kabelverbindung von wireless Carplay hat bei älteren iPhones vor iPhone 8/X aber auch einen Nachteil: Das iPhone wird während der Fahrt nicht aufgeladen. In diesem Fall können Sie ein altes iPhone in eine Wireless-Charging-Hülle packen. Diese Hülle ist aber nicht sicherlich nicht jedermanns Sache ist, schließlich wertet sie die Optik des iPhones nicht gerade auf und macht das iPhone zudem größer und unhandlicher.

Links im Splittscreen ein Lied, das Apple Music gerade von unserem iPhone abspielt. Rechts im Splittscreen die Abbiegehinweise der parallel laufenden BMW-Navigation.
Vergrößern Links im Splittscreen ein Lied, das Apple Music gerade von unserem iPhone abspielt. Rechts im Splittscreen die Abbiegehinweise der parallel laufenden BMW-Navigation.

Im Test zeigte sich aber, dass der durchgehende Betrieb von wireless Carplay den Akku ohnehin nicht sehr belastet. Zumindest so lange man auf die Navigation mit Apple Karten verzichtet. Als wir unsere Fahrt mit dem iPhone 6 begonnen haben, war dessen Akku zu 100 Prozent aufgeladen. Wir haben während der Fahrt durchgehend wireless Carplay genutzt und nahezu ununterbrochen über Apple Music Lieder von unserem iPhone abgespielt. Nach 1 Stunde und 15 Minuten Fahrtzeit zeigte die Akku-Ladung noch 96 Prozent, die aber bereits wenige Sekunden nach unserer Ankunft und nachdem wir Carplay abgeschaltet hatten auf 95 Prozent umsprangen. Unser iPhone 6 hatte also nach 1.15 h Dauereinsatz von wireless Carplay mit Apple Music nur knapp fünf Prozent Akku-Ladung eingebüßt.

An der Ladebuchse unter der Mittelarmlehne können Sie das iPhone aufladen.
Vergrößern An der Ladebuchse unter der Mittelarmlehne können Sie das iPhone aufladen.

Nichtsdestotrotz können Sie das iPhone natürlich auch weiterhin per Lightning-Kabel an eine Bordsteckdose im BMW anschließen, um es aufzuladen. Nur fließen durch das Lightningkabel eben nur Strom, aber keine Daten.

Apple Carplay steht als Menü-Punkt in den Einstellungen von ConnectedDrive zur Verfügung.
Vergrößern Apple Carplay steht als Menü-Punkt in den Einstellungen von ConnectedDrive zur Verfügung.

Optik und Bedienung

ConnecedDrive blendet für Carplay ganz links auf dem Startbildschirm im BMW einen eigenen, etwas versteckt wirkenden Menü-Punkt ein. Sofern Sie aber gerade ein Lied von Apple Music abspielen, zeigt das Icon Media/Radio-Icon ganz links das Cover des gespielten Albums an.

Apple Carplay steht als Menü-Punkt in den Telefonie-Einstellungen von ConnectedDrive zur Verfügung.
Vergrößern Apple Carplay steht als Menü-Punkt in den Telefonie-Einstellungen von ConnectedDrive zur Verfügung.

Über den Menü-Punkt „Media/Radio“ können Sie jederzeit zwischen Carplay und anderen Unterhaltungsmedien wie zum Beispiel Radio (FM und DAB+) oder Bluetooth-Streaming wechseln. Das klappte im Test reibungslos. Sie können also kurz mal die aktuellen Nachrichten via Radio empfangen und dann wieder zu Apple Music zurückkehren.

Kartenapp von Carplay
Vergrößern Kartenapp von Carplay

Nützlicher Splittscreen

Das Infotainmentsystem ConnectedDrive verfügt über eine Splitscreen-Darstellung. Falls Sie diese aktivieren, sehen Sie links Carplay – entweder den Startbildschirm mit den Icons oder eine konkrete App wie Telefon, Music, Nachrichten oder Karten – und rechts daneben eine Information aus dem übrigen ConnectedDrive: Zum Beispiel eine laufende Navigation (wenn es sich dabei nicht um die Apple Karten-App handelt, sondern um die im BMW eingebaute Navigation) oder das Radio des BMWs. Top: Diese Split-Screen-Darstellung bietet perfekten Überblick, etwas vergleichbares stellt derzeit kein anderer Automobil-Hersteller zur Verfügung. Sie können also zum Beispiel auf dem linken Bildschirmteil verfolgen, welches Lied gerade Apple Music abspielt. Oder einen Anruf über Carplay und Ihr iPhone tätigen. Oder mit Siri eine Nachricht aufsprechen und verschicken. Und sehen gleichzeitig auf dem rechten Bildschirmteil die nächste Abfahrt für Ihre im Hintergrund laufende Navigation.

Nachrichten in Carplay (ohne Whatsapp)
Vergrößern Nachrichten in Carplay (ohne Whatsapp)

Sprachansagen und Apple Music harmonieren gut

Die Sprachansagen der Navigation blendet ConnectedDrive immer ein und lässt dafür immer kurz Apple Music verstummen. Sobald die Navigationsansage abgeschlossen ist, spielt Apple Music sein Lied weiter ab.

Telefonie mit Carplay
Vergrößern Telefonie mit Carplay

Tipp: Es macht durchaus Sinn für die Navigation die im BMW verbaute Lösung zu verwenden und nicht Apple Karten von Carplay. Weil Letztere fortlaufend Kartendaten aus dem Internet bezieht, was zu Lasten Ihres Mobilfunkvertrags geht. Sollten Sie sich aber vor Ort besonders gut orientieren wollen, so können Sie jederzeit die Karten-App als Ergänzung zur BMW-Navigation starten.

Bedienung von Carplay im BMW

Sie können Carplay auf vier verschiedene Weisen bedienen: Per Touch-Eingabe, über den iDrive-Controller auf der Mittelkonsole, per Siri-Sprachbefehl und teilweise auch über die Lenkradtasten. Diese vier Bedienkonzepte arbeiten super und ergänzen sich sehr gut. Typischerweise bedient der Fahrer Carplay mit einer Kombination aus Fingerdruck, Fingerwisch und Sprachbefehl an Siri. Sie können zwischen den einzelnen Apps und den Untermenüs, Musiktiteln und Telefonbuchkontakten aber auch mit dem iDrive-Controller navigieren und auswählen. Mit den Lenkradtasten können Sie außerdem die Lautstärke einstellen und mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste rechts im Lenkrad Siri starten (ein kurzer Druck startet die serienmäßige Sprachsteuerung im BMW).

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die neue Gestiksteuerung im BMW 7er auch für Carplay zur Verfügung steht. Allerdings ist diese Funktion noch nicht ganz so zuverlässig wie die die Bedienung per Lenkradtasten oder Drehknopf am Armaturenbrett.

Music spielt in Carplay unsere Lieder, während rechts im Splittscreen die nächsten Abbiege-Hinweise der BMW-Navigation zu lesen sind.
Vergrößern Music spielt in Carplay unsere Lieder, während rechts im Splittscreen die nächsten Abbiege-Hinweise der BMW-Navigation zu lesen sind.

Spitzen-Bildschirm

Der Bildschirm im BMW kann bei Carplay aus drei Gründen besonders überzeugen: BMW verbaute im Unterschied zu anderen Premium-Herstellern wie Audi oder Daimler von Anfang an einen Touchscreen. Das erleichtert die Bedienung von Carplay deutlich und macht dieses im BMW deutlich intuitiver als in älteren Fahrzeugen von Audi oder Mercedes. Zweitens reagiert der Touchscreen im BMW sehr schnell und zuverlässig auf Fingereingaben, wir mussten im Test keine einzige Eingabe wiederholen und tippten kein einziges Mal daneben. Und drittens ist der Touchscreen einfach riesig: 10,25 Zoll. Das erhöht die Treffsicherheit mit dem Finger und erleichtert die Ablesbarkeit.

Mit dem Finger kann man zum zweiten Bildschirm des Home Screens weiterwischen.
Vergrößern Mit dem Finger kann man zum zweiten Bildschirm des Home Screens weiterwischen.

ConnectedDrive und Carplay im Parallelbetrieb

Sehr gelungen ist der gleichzeitige Betrieb von ConnectedDrive und Carplay. So können Sie problemlos das eingebaute Radio spielen lassen und dazu die Karten-App von Carplay nutzen. Oder zwischen dem eingebauten Radio und Apple Music beziehungsweise Spotify von Carplay hin- und herspringen. Oder sich von der eingebauten BMW-Navigation lotsen lassen und dazu Apple Music spielen lassen. Alles kein Problem, wie wir im Test feststellen.

Head-Up-Display: Musik-Titelwahl in Apple Music in Carplay.
Vergrößern Head-Up-Display: Musik-Titelwahl in Apple Music in Carplay.

Headup-Display und Carplay

Extra-Plus: Sogar in seinem Head-Up-Display (HUD) unterstützt der BMW Carplay. So können Sie sich mit dem Rändelrad rechts im Lenkrad im HUD den aktuellen Musiktitel von Apple Music anzeigen lassen und mit einer Drehbewegung im Rändelrad zum nächsten Titel oder zum vorangegangen wechseln. Das haben wir so noch in keinem anderen Fahrzeug gesehen – top bequem und sicher, weil sie dabei nach vorne blicken können und nicht nach unten auf den Touchscreen Ihren Blick abwenden müssen. Sie können zudem auch bei laufendem Carplay sich schnell mal den Radiosender von ConnectedDrive im Head-Up-Display anzeigen lassen und mit dem Rändelrad rechts im Lenkrad ändern. Während Carplay im Hintergrund weiterläuft und Apple Music sich jederzeit wieder starten lässt.

Head-Up-Display: Radiosenderwahl in BMW ConnectedDrive, während weiterhin Carplay läuft.
Vergrößern Head-Up-Display: Radiosenderwahl in BMW ConnectedDrive, während weiterhin Carplay läuft.

Fazit: Wireless Carplay im BMW 7er überzeugt

Wireless Carplay im BMW 740i ist eine beeindruckend runde Lösung. Kein Kabelgefummel nach dem Einsteigen, sondern einfach losfahren und Apple Music genießen. BMW hat nicht nur als weltweit erster Automobil-Hersteller wireless Carplay in einen großen Teil seiner Fahrzeuge integriert, sondern das vom Start weg auch gleich richtig benutzerfreundlich hinbekommen. Das Zusammenspiel von einem großen, gut ablesbaren und reaktionsschnellen Touchscreen mit Extras wie Splitscreen und einer pfiffigen Integration in das Head-Up-Display mit Bedienung per Lenkradtaste macht Carplay im BMW zur besten bisher getesteten Carplay-Lösung.

Test: Carplay im VW Golf VII

Volkswagen bietet auch im Golf VII unter dem bekannten Menü-Punkt App-Connect wie gehabt Apple Carplay, Android Auto und Mirrorlink an. Am Bedienkonzept hat sich nichts geändert: Sie bedienen Carplay wie gehabt vor allem über den Touchscreen und zusätzlich mit Hilfe von Siri. Siri ist standardmäßig bei der Eingabe von iMessage und zum Starten von Telefonanrufen das Mittel der Wahl.

Das per Lightningkabel und Bluetooth mit dem Discover Pro verbundene iPhone.
Vergrößern Das per Lightningkabel und Bluetooth mit dem Discover Pro verbundene iPhone.

Sobald die Navigation von Carplay mit Apple Karten läuft, wird die Navigation des Discover Pro abgebrochen.

Apple Music unter Carplay.
Vergrößern Apple Music unter Carplay.

Gut: Links im Carplay-Dock finden Sie die zuletzt geöffneten Apps. Neben Touchscreen und Sprachsteuerung funktionieren auch einige Lenkradtasten im Golf mit Carplay. So startet ein langer Druck auf die Sprachtaste rechts im Lenkrad Siri, ein kurzer dagegen die VW-Sprachsteuerung.

Carplay auf dem 9,2 Zoll großen Touchscreen des Discover Pro.
Vergrößern Carplay auf dem 9,2 Zoll großen Touchscreen des Discover Pro.

Fazit: Dank des reaktionsschnellen 9,2-Zoll-Touchscreens lässt sich Carplay im VW Golf zuverlässig bedienen.

VW Golf Update: 9,2 Zoll Display, Active Info Display, Gesten, Stau-Assistent

Test: Carplay im Porsche Panamera 4 mit 12,3-Zoll-Touchscreen

Für den Panamera 4 hat Porsche das Infotainmentsystem Porsche Communication Management komplett überarbeitet. Es basiert jetzt auf dem Modularen Infotainment-Baukasten II der Volkswagengruppe (MIB II) und trägt den Namen "Porsche Advanced Cockpit". Herzstück ist der 12,3 Zoll große Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts. Er reagiert schnell auf Fingereingaben und erleichtert durch seine Größe das Treffen der Icons. Das ist die perfekte Basis für Carplay.

Carplay im Porsche Panamera 4: Home Screen von Carplay und rechts der Navigationsausschnitt.
Vergrößern Carplay im Porsche Panamera 4: Home Screen von Carplay und rechts der Navigationsausschnitt.

Genauso wie BMW bietet Porsche für Carplay einen zweigeteilten Bildschirm an. Links und in der Mitte befindet sich das Carplay-Menü. Und im rechten Drittel können Sie sich zum Beispiel die Navigationskarte der Porsche-eigenen Navigation zusätzlich anzeigen lassen, denn Sie können zeitgleich mit Carplay auch die Porsche-Navigation anstelle der Karten-App von Carplay nutzen. Damit schonen Sie das Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags.

Unser Video stellt das PCM im Panamera und Carplay detailliert vor:

Wir präsentieren heute geballten Luxus auf vier Rädern in Form des Porsche Panamera 4S Diesel im Wert von satten 152.000 Euro. Uns interessiert in diesem Test allerdings weder der sportliche Achtzylinder-Motor mit seinen üppigen 422 PS, noch der aktiv geregelte Allradantrieb. Denn wir heißen ja schließlich nicht Auto-WELT, sondern PC-WELT ;-) Daher konzentrieren wir uns ganz auf das Infotainment-System - und gehen der Frage nach, welchen praktischen Nutzen das riesige Touchscreen-Display in der Mitte, das kleine Zusatz-Display im Blickfeld des Fahrers und der dritte Touchscreen im hinteren Fahrgastraum haben.

Die Bedienung von Carplay im Panamera erfolgt genauso wie im Cayman 718 oder wie im BMW 740i: Große Icons machen die Bedienung des Touchscreens treffsicher, der Bildschirm reagiert rasch und zuverlässig, und Sie können zudem Siri nutzen. Siri starten Sie wie gehabt mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste links hinterm Lenkrad (ein kurzer Druck startet dagegen die Porsche-Sprachsteuerung). Die Lautstärke von Apple Music steuern Sie mit den Lautstärketasten links im Lenkrad und mit dem Regler auf der Mittelkonsole.

 

Carplay steht nur auf dem zentralen Bildschirm vorn zur Verfügung, nicht aber auf dem zusätzlich im Fond verbauten Display. Wenn zudem vorn Carplay aktiviert wird, dann kann man auf dem Display für die Rücksitze keinen Radiosender mehr einstellen.

Carplay im Porsche Panamera 4: Links die Suche in der Karten-App, rechts die parallel laufende Navigation.
Vergrößern Carplay im Porsche Panamera 4: Links die Suche in der Karten-App, rechts die parallel laufende Navigation.

Fazit: Carplay im Porsche Panamera 4 gefällt auf Anhieb und lässt sich gut bedienen. Einziges Manko: Wir vermissen wireless Carplay.

Carplay im Porsche 718 Cayman

Das Porsche Communication Management (PCM) integriert Carplay auch im Cayman ohne Controller auf der Mittelkonsole, sondern mit Touchscreen. Das ist aber keineswegs ein Nachteil, weil sich Carplay per Touch ohnehin besser bedienen lässt als per Controller.

Der Porsche 718 Cayman bietet ein umfangreiches Infotainment- und Navigationssystem namens Porsche Communication Management (PCM). Das besteht unter anderem aus 2 Displays, einem Haupt-Screen in der Mittelkonsole und einem pfiffigen Zusatz-Display im Armaturenbrett. Neben Google Earth, einer Sprachsteuerung und Porsche-eigenen Apps bietet PCM auch Apples Schnittstelle Carplay, um das iPhone in das Infotainmentsystem zu integrieren. Wir haben das PCM im Porsche 718 Cayman in diesem Video getestet.

Der Touchscreen fällt im Cayman allerdings relativ klein aus, nur sieben Zoll misst die Bildschirmdiagonale. Das ist für ein Premium-Fahrzeug unter dem Durchschnitt und entspricht zum Beispiel der Touchscreengröße im deutlich günstigeren Mazda 3.

Home Screen von Carplay
Vergrößern Home Screen von Carplay

Je kleiner der Bildschirm ist, desto schwerer tut sich der Fahrer natürlich damit die richtigen Icons zu treffen.

Telefonie
Vergrößern Telefonie

Porsche kompensiert das ein klein wenig dadurch, dass sich der Touchscreen relativ nahe vorm Fahrer befindet. Ein Cayman ist eben nicht ganz so geräumig wie ein BMW 740i oder eine E-Klasse. Trotzdem wäre ein 10-Zoll-Touchscreen wie im BMW 740i deutlich besser geeignet.

Home Screen von Carplay
Vergrößern Home Screen von Carplay

Fairerweise muss man aber anmerken, dass Porsche bereits eine neuere Variante des PCM mit einem größeren Bildschirm, der 12,3 Zoll groß ist, im neuen Panamera ausliefert (siehe oben). Diese Bildschirmgröße entspricht der in der E-Klasse von Mercedes-Benz. Das ist dann für Carplay perfekt.

Apple Music
Vergrößern Apple Music

Von dem etwas klein geratenen Touchscreen abgesehen, gibt es an Carplay im 718 Cayman nichts zu kritisieren. Der Bildschirm reagiert schnell und zuverlässig auf Fingereingaben, Siri arbeitet wie gewohnt und die Lenkradtasten sowie die Tasten unterhalb des Touchscreens stehen teilweise ebenfalls zur Verfügung. So startet der Fahrer bei eingeschalteter Zündung mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste Siri (mit einem kurzen dagegen die Sprachsteuerung von Porsche). Auch die Lautstärke-Tasten im Lenkrad und unterhalb des Bildschirms funktionieren unter Carplay.

Apple Music spielt gerade.
Vergrößern Apple Music spielt gerade.

Die Verbindung zwischen iPhone und PCM erfolgt über das Lightningkabel, wireless Carplay bietet der Porsche im Unterschied zum BMW nicht. Die USB-Buchse in der Mittel-Konsole ist etwas schlecht erreichbar, weil Porsche sie nur knapp über dem Boden der Ablage verbaut. Dadurch ist das Einstecken des Lightning-Kabels etwas fummelig.

Die USB-Buchse ist unter der Mittelarmlehne etwas zu tief positioniert.
Vergrößern Die USB-Buchse ist unter der Mittelarmlehne etwas zu tief positioniert.

Fazit

Alles in allem gefällt uns Carplay im Porsche 718 Cayman gut, nur der Touchscreen ist zu klein.

Carplay in der Mercedes-Benz E-Klasse ohne Touchscreen und mit Controller

Daimler verbaut in der seit April 2016 verkauften E-Klasse ebenfalls Carplay. Sie schließen in der E-Klasse ein iPhone an den USB Port 0 vorne in der Mittelkonsole an. Kabelloses Carplay funktioniert dagegen nicht.

Dieses ausführliche Video stellt das Infotainmentsystem der aktuellen Mercedes-Benz E-Klasse vor. Inklusive Carplay:

Mercedes verbaut in seiner neuen E-Klasse auf Wunsch ein Highend-Infotainmentsystem der Extraklasse. Highlight sind die zwei riesigen 12,3-Zoll-Displays auf denen Bordinstrumente wie der Tacho und das Infotainmentsystem angezeigt werden. Außerdem unterstützt das System sowohl Apple Carplay, als auch Android Auto, um das Smartphone mit dem Auto zu verbinden. Trotzdem gibt's auch einige Kritikpunkte. Wir haben das System genauer unter die Lupe genommen.

Lese-Tipp: Mercedes-E-Klasse-Test - Riesen-Display und clevere Touchcontrols

Apple Carplay profitiert in der E-Klasse vom beeindruckenden 12,3 Zoll/31,2 cm großen Bildschirm ganz besonders. Denn aufgrund der enormen Bildschirmgröße findet man leichter den gerade aktiven Menü-Punkt. In der E-Klasse fehlt nämlich genauso wie im Audi A4 der große Touchscreen, man muss also bei Carplay in der E-Klasse den gewünschten Menü-Punkt mit dem Comand Controller auf der Mittelkonsole auswählen: Durch Drehen und Drücken. Ein einfaches Tippen auf das Bildschirm-icon geht in der E-Klasse mangels Touchscreen nicht.

Das angeschlossene iPhone in der E-Klasse
Vergrößern Das angeschlossene iPhone in der E-Klasse

Damit steigt etwas die Ablenkungsgefahr, weil der Fahrer auf dem Bildschirm erst schauen muss, wo der Cursor aktuell steht, um dann mit dem Comand Controller das gewünschte Icon auswählen zu können. Allerdings steht immerhin auch Siri zur Verfügung, was die Bedienung von Carplay deutlich erleichtert.

Carplay: Über das an USB Port 0 angeschlossene iPhone
Vergrößern Carplay: Über das an USB Port 0 angeschlossene iPhone

Von dem Problem des fehlenden Touchscreens einmal abgesehen ist Daimler die Integration von Carplay aber gut gelungen. Besonders hervorzuheben ist die weitgehende Integration der Bedienelemente am Lenkrad, die einigermaßen schlüssig ist und sich damit wohltuend von dem Chaos einiger anderer Automobilhersteller unterscheidet.

Stitcher über Carplay
Vergrößern Stitcher über Carplay

Bei Carplay funktionieren nur die Telefontasten rechts vom Lenkrad nicht. Die „Zurück zum Hauptmenü“-Taste rechts bringt einen zur Carplay Home-Seite. Siri kann man durch langen Druck auf die rechte Lenkradtaste für die Sprachsteuerung starten.

Apple Music via Carplay in der E-Klasse.
Vergrößern Apple Music via Carplay in der E-Klasse.

Von den linken Lenkradtasten funktionieren „lauter“ und „leiser“ sowie „lautlos“. Die beiden pfiffigen Touchcontrols sind dagegen ohne Funktion bei Carplay. Der Lautstärkeregler auf der Mittelkonsole funktioniert bei Carplay ebenfalls so wie er soll.

Der Menü-Punkt Carplay im Auswahlmenü des VW T6
Vergrößern Der Menü-Punkt Carplay im Auswahlmenü des VW T6

Fazit : Alles in allem konnten wir Carplay in der E-Klasse solide bedienen, doch der Touchscreen fehlt nun einmal.

Test: Carplay im VW Bus T6 mit Discover Media Plus

Volkswagen bietet mit App-Connect eine aufpreispflichtige Sammel-Schnittstelle an, über die man Apple Carplay, Android Auto und Mirrorlink in das Infotainmentsystem Discover Media Plus des VW Busses T6 integrieren kann. Das Discover Media Plus ist das leistungsfähigste Infotainmentsystem, das Volkswagen im VW Bus der aktuellen Generation T6 in der Ausstattungsvariante Mutlivan Highline anbietet. Wir stellen Ihnen das Discover Media Plus ausführlich in einem separaten Artikel vor:

Hauptartikel : Test des Infotainmentsystems Discover Media Plus im VW Bus T6

Apple Carplay kann im T6 einen 6,3 Zoll großen Bildschirm nutzen. Wie schon bei anderen Fahrzeugen der Volkswagengruppe erkennt das Infotainmentsystem automatisch, wenn man ein iPhone per Lightning-Kabel mit dem USB-Port des Fahrzeugs verbindet. Der T6 startet dann sofort den Menü-Punkt App-Connect im Menü des Infotainmentsystems Discover Media Plus und danach Carplay.

Das ist nicht die Karten-App, sondern das Navi des T6: Die Standard-Navigation des Discover Media lässt sich ebenfalls jederzeit parallel zu Carplay nutzen. Im kleinen Zusatzfenster links sieht man, dass im Hintergrund Carplay läuft.
Vergrößern Das ist nicht die Karten-App, sondern das Navi des T6: Die Standard-Navigation des Discover Media lässt sich ebenfalls jederzeit parallel zu Carplay nutzen. Im kleinen Zusatzfenster links sieht man, dass im Hintergrund Carplay läuft.

VW-Lenkradtasten und Carplay

Die Lenkradtasten des VW Busses stehen teilweise zur Bedienung von Carplay zur Verfügung. Mit den Lauter- und Leiser-Tasten kann man die Lautstärke in Carplay bequem regulieren. Die Lenkradtasten für Lied vor- und zurückspulen funktionieren ebenfalls mit Carplay einwandfrei.

Die Telefontaste am Lenkrad ist dagegen ohne Funktion bei laufendem Carplay. Sie startet also auch nicht die eingebaute Freisprecheinrichtung des Discover Media Plus. Die ebenfalls vorhandene Lenkradtaste für die Sprachsteuerung startet bei einem kurzen Druck die Sprachsteuerung des VW und bei einem langen Druck Siri. Sie können Siri im T6 also nicht nur durch den vom iPhone gewohnten langen Druck auf die Home-Taste links unten auf dem Touchscreen des Discover Media Plus oder durch den Weckruf „Hey Siri“ starten, sondern auch mit der entsprechenden Lenkradtaste.

Fazit zu Carplay im VW Bus T6

Von den drei im VW Bus T6 Multivan integrierten Smartphone-Schnittstellen ist Carplay mit Abstand die gelungenste. Sie lässt sich vergleichsweise unkompliziert und zuverlässig bedienen und bietet dem iPhone-Besitzer das gewohnte Look&Feel seines Smartphones auch im Auto. Dank Siri und der großen, treffsicheren Icons lenkt Carplay nur wenig vom Autofahren ab, insbesondere bei Telefonie und Kurznachrichten. Das einzige kleine Handicap im VW Bus ist der zu tief eingebaute USB-Port, der das Einstecken des Lightning-Kabels zu einem mühsamen Gefummel macht. Hier würde wireless Carplay eine spürbare Erleichterung bringen.

iPhone-Besitzern, die sich einen VW Bus T6 kaufen, ist das Ausstattungs-Paket App-Connect mit Carplay ganz klar zu empfehlen.

Wenn man das iPhone, in unserem Fall ein iPhone 6, per Lightningkabel mit dem Infotainmentsystem verbindet, startet automatisch das Carplay-Menü auf dem Bildschirm des Seats. Der Schriftzug Carplay ersetzt dann den Menü-Punkt Full Link auf dem Startbildschirm des Seats. Unter Full Link umfasst Seat neben Carplay auch Mirrorlink und Android Auto für Android-Smartphones.

Die Navigation auf der Karten-App von Apple verzichtet auf optische Leckerbissen, routet aber exakt und vor allem unter Berücksichtigung der Echtzeitverkehrsinformationen von TomTom. Die App prognostiziert die Ankunftszeit sehr genau.
Vergrößern Die Navigation auf der Karten-App von Apple verzichtet auf optische Leckerbissen, routet aber exakt und vor allem unter Berücksichtigung der Echtzeitverkehrsinformationen von TomTom. Die App prognostiziert die Ankunftszeit sehr genau.

Eine bestehende Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Seat-System wird automatisch beendet, sobald man die USB-Verbindung herstellt. Sie können danach also nicht mehr über ein via Bluetooth gekoppeltes Smartphone telefonieren oder dessen Musik via Audiostreaming abspielen. Die Telefonie erfolgt nun exklusiv über das iPhone. Eine eingelegte CD kann man aber problemlos abspielen, während Carplay läuft. Das eingebaute Radio läut ebenfalls weiter, während man Carplay nutzt, ebenso die eingebaute Navigation. Nicht jedoch der Bereich Medien und auch nicht die Freisprechanlage des Seats - hier muss man exklusiv Carplay nutzen.

Im Seat Ibiza starten Sie Siri auch mit der Lenkradtaste, mit der Sie normalerweise die im Seat eingebaute Sprachsteuerung aktivieren. Je nachdem, ob Sie die Lenkradtaste für die Sprachsteuerung kurz oder lang drücken, startet entweder die Sprachsteuerung des Seats oder Siri. Die Seat-Lenkradtaste zum Starten eines Telefonats funktioniert dagegen genauso wenig wie im VW Bus.

Übrigens: Mit dem iPhone funktioniert die von Android bekannte Seat Connect-App noch nicht (Stand Dezember 2015), weil Apple diese noch nicht fertig zertifiziert hat.

Den vollständigen Test des Infotainmentsystems Seat Ibiza Connect mit Full Link für Carplay und Android Auto sowie Mirrorlink lesen Sie in einem separaten Artikel.

Fazit zu Carplay im Seat

Genauso wie im VW Bus überzeugt uns Carplay mehr als Android Auto und gefällt uns deutlich besser als Mirrorlink. iPhone-Besitzer sollten beim Kauf eines PKWs von Seat unbedingt Full Link mit Carplay wählen.

Test:  Carplay und kabelloses Aufladen im BMW 525d

iPhone 8 und X machen es möglich: Endlich können Sie Ihr iPhone im BMW kabellos aufladen. Besonders spannend wird diese Möglichkeit im Zusammenspiel mit wireless Carplay, wie es BMW in seinen Fahrzeugen anbietet.

Sie legen Ihr iPhone 8 oder X (mit eingeschaltetem Bluetooth und WLAN) also nach dem Einsteigen einfach in die Qi-Lademulde unterhalb des Armaturenbretts und fahren los. Nach wenigen Sekunden hat sich das BMW-Infotainmentsystem ConnectedDrive mit Ihrem iPhone 8 oder X verbunden und Sie können den iPhone-Akku aufladen, während Sie Carplay nutzen.

Im BMW 525d können Sie Wireless Carplay nutzen und dabei Ihr iPhone 8 oder iPhone X kabellos nach dem Qi-Standard aufladen.
Vergrößern Im BMW 525d können Sie Wireless Carplay nutzen und dabei Ihr iPhone 8 oder iPhone X kabellos nach dem Qi-Standard aufladen.

Unser Test zeigt: Nach knapp zwei Stunden Ladezeit stieg der Akkustand unseres iPhone 8 von 19 auf 91 Prozent.

Bei Carplay selbst hat sich nichts geändert, es funktioniert im 525d genauso wie vor rund einem Jahr beim Carplay-Test im 7er. Gut gefällt uns zum Beispiel, dass sich Carplay das letzte Lied merkt, das das iPhones beim Ausschalten des Wagens abspielte. Wenn Sie den Wagen wieder starten, spielt Carplay das beendete Lied exakt an der Stelle weiter, wo es zuvor aufgehört hatte.

Die Navigation der BMW-Navigation unterbricht das Abspielen von Apple Music bei Carplay, wenn eine neue, schnellere Route vorliegt und ConnectedDrive darüber den Fahrer informiert. Nimmt der Fahrer die neue Route an, dann startet nach einigen Sekunden Carplay wieder mit dem Abspielen der unterbrochenen Musik.

Man kann vom Carplay aus problemlos einen Anruf über Siri an einen im Adressbuch des Smartphones hinterlegt Kontakt beginnen. Diese Telefonate gehen dann über Carplay und nicht über die Telefonie-Funktion von ConnectedDrive.

Auf unserem Foto sehen Sie den Display-Schlüssel von BMW in der Qi-Lademulde. Anstelle des Schlüssels können Sie auch ein Qi-kompatibles Smartphone aufladen, beispielsweise das iPhone 8.
Vergrößern Auf unserem Foto sehen Sie den Display-Schlüssel von BMW in der Qi-Lademulde. Anstelle des Schlüssels können Sie auch ein Qi-kompatibles Smartphone aufladen, beispielsweise das iPhone 8.

Manchmal hakt es aber auch etwas: So scrollt auf dem Hauptbildschirm die Liederliste von Apple Music nicht weiter, wenn man unteren Ende des sichtbaren Teils der angezeigten Liederliste angelangt ist und mit der Lenkradtaste nun das nächste Lied startet. Man sieht dann also auf dem Control Display nicht, wie das jetzt ausgewählte neue Lied heißt. Erst wenn der Fahrer von Hand die Liederliste auf dem Control Display weiterscrollt, sieht er den Namen des nächsten Songtitels.

Test: Carplay ohne Touch im Audi A4

Der Verzicht auf einen großen Touchscreen hat gravierende Auswirkungen auf die Bedienbarkeit von Carplay, wie wir am Beispiel des Audi A4 zeigen.

Das Infotainment-System im neuen Audi A4 lässt kaum Wünsche offen: Zwei riesige Displays für Navigation und Infotainment, Unterstützung für Carplay und Android Auto und als besonderes Schmankerl Navigation mit Google Earth - und das sogar bei voller Fahrt. Wir haben das Infotainment-System im Audi A4 V6 getestet.

Tipp: Denn vollständigen Test des Infotainmentsystems im aktuellen Audi A4 finden Sie hier : Audi A4 mit Connect, MMI, Carplay, Android Auto und App im Test

Audi hat lange Zeit kein Carplay angeboten. Doch mit dem neuen Q7 und mit dem neuen A4 (beide 2015 auf den Markt gekommen) änderte sich das. Wir haben Carplay im neuen Audi A4 (Modelljahr 2016) getestet.

Audi Smartphone Interface

Genauso wie Volkswagen mit App-Connect, Skoda mit Smartlink und Seat mit Full Link besitzt auch Audi ein spezielles Ausstattungspaket, in dem die Smartphone-Schnittstellen zusammengefasst sind. Die Ingolstädter nennen es Audi Smartphone Interface und verlangen 400 Euro Aufpreis dafür. Im Unterschied zur Konzernmutter und den beiden Konzernschwestern fasst Audi unter dem Smartphone Interface aber nur Carplay und Android Auto zusammen, verzichtet aber aus den bekannten Gründen wie fehlender Bedienkomfort und schlechte Funktionalität auf Mirrorlink.

Carplay auf dem 8,3 Zoll großen Bildschirm im Audi A4
Vergrößern Carplay auf dem 8,3 Zoll großen Bildschirm im Audi A4

Das iPhone (ab Generation 5 und iOS 7.1.2) wird im A4 wie gehabt via Lightning-Kabel mit dem USB-Port des Audi-MMI-Infotainmentsystems verbunden. Wireless Carplay gibt es im Audi A4 also nicht.

Kontaktaufnahme
Vergrößern Kontaktaufnahme

Bedienung ohne Touch ist gewöhnungsbedürftig

Der Home Screen von Carplay, die Icons und die Menüs von Carplay sehen zwangsläufig auf dem Infotainment-Display des Audi MMI (Multi Media Interface) genauso aus wie in den Fahrzeugen anderer Automobil-Marken. Trotzdem gibt es einen wesentlichen Unterschied zu Carplay im Volkswagen, Seat oder Skoda: Sie können Carplay nicht per Touchscreen bedienen. Weil der 8,3 Zoll große Hauptbildschirm des MMI keinen Touchscreen besitzt. Stattdessen bedienen Sie Carplay im Audi genauso wie auch das gesamte übrige Infotainmentsystem im Audi über den auf der Mittelkonsole verbauten MMI-Controller, den Audi auch als Infotainment-Bedieneinheit bezeichnet.

Touchscreen im Auto - Pro und Contra

Das zwingt den Benutzer zum Umdenken. Denn sowohl Carplay als auch Android Auto sind typischerweise für die Bedienung per Fingerdruck und Fingerwischen ausgelegt (wenn man von der Sprachsteuerung einmal absieht). Im Audi drehen Sie dagegen am MMI-Controller, bis Sie die gewünschte Schaltfläche markiert haben und drücken dann auf das Touchpad auf dem MMI-Controller um eine Auswahl zu treffen.

Grundsätzlich konnten wir Carplay im Audi A4 durchaus auch mit dem MMI-Controller bedienen, doch so gut wie mit dem Touchscreen klappte das nicht. Vor allem aus einem Grund: Man muss immer genau auf den Bildschirm schauen, um zu sehen, wo sich gerade der „Cursor“ befindet, sprich: Welche Schaltfläche gerade durch den Controller aktiviert ist. Bei einem Touchscreen entfällt dieser Suche. Damit ist Carplay im Audi aber automatisch weniger intuitiv und vor allem muss man während der Fahrt länger auf den Bildschirm schauen – schlecht und gefährlich.

Carplay auf dem Startbildschirm des MMI
Vergrößern Carplay auf dem Startbildschirm des MMI

Somit sollte im Audi ganz besonders Siri zur Bedienung von Carplay verwendet werden.

Carplay auf dem 8,3 Zoll großen Bildschirm im Audi A4. Am unteren Bildschirmrand der Controller mit dem Touchpad.
Vergrößern Carplay auf dem 8,3 Zoll großen Bildschirm im Audi A4. Am unteren Bildschirmrand der Controller mit dem Touchpad.

Um Siri zu starten, drücken Sie also wie gehabt länger auf den Home Button, der sich im Audi aber nicht etwa links auf dem Carplay-Bildschirm befindet, sondern durch einen längeren Druck auf die Touch-Fläche des MMI-Controllers realisiert ist. Oder Sie sagen Hey Siri, sofern diese Funktion auf dem Smartphone freigeschaltet ist. Gut: Sie können Siri auch durch einen langen Druck auf die Lenkradtaste für die Sprachsteuerung starten (ein kurzer Druck startet übrigens die Audi-eigene Sprachsteuerung).

Empfohlene Radiosender
Vergrößern Empfohlene Radiosender

Von dieser grundsätzlich anderen Bedienbarkeit von Carplay einmal abgesehen funktioniert Carplay im Audi genauso wie in den anderen von uns getesteten Fahrzeugen: Es ist gut bedienbar, übersichtlich und zuverlässig sowie optisch ansprechend. Auch die App-Ausstattung ist gegenüber VW, Skoda oder Seat unverändert. Erstmals konnten wir aber Spotify sinnvoll nutzen. Anscheinend haben die Spotify-Macher bei einem Update diese lange Zeit unter Carplay nicht gerade benutzerfreundliche Musik-App verbessert.

Über die Audi MMI-App verlässt man Carplay. Ein Nachricht ist neu eingetroffen. Diese kann man sich von Siri vorlesen lassen.
Vergrößern Über die Audi MMI-App verlässt man Carplay. Ein Nachricht ist neu eingetroffen. Diese kann man sich von Siri vorlesen lassen.

Das Icon mit der MMI-App auf dem Home Sreen von CarPlay führt zurück zum Startmenü von MMI. Sie verlassen damit also Carplay, das Sie über den entsprechenden Menüpunkt auf dem MMI-Bildschirm aber jederzeit wieder aufrufen können, sofern ein iPhone per Lightningkabel mit dem Fahrzeug verbunden ist.

Navigation mit der Karten-App
Vergrößern Navigation mit der Karten-App

Die Lenkrad-Tasten stehen für Carplay teilweise zur Verfügung und zwar einige aus dem Bedienfeld rechts vom Airbag/Hupknopf).

Playlists in Apple Music
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Somit stehen neben Siri (über einen langen Druck auf die Lenkradtaste für die Sprachsteuerung gestartet) auch der MMI-Controller auf der Mittelkonsole und rechts vom Automatik-Wahlhebel der kleinere Lautstärke- und Mute-Regler für die Bedienung von Carplay im A4 zur Verfügung. Auf dem MMI-Controller gibt es zwar das bereits erwähnte  kleine Touchpad, doch hilft das bei der Bedienung von Carplay nicht viel weiter und dient nur zum Einschalten von Siri und zum Treffen einer Auswahl. Von den Lenkradtasten können Sie neben der Sprachsteuerungstaste auch noch die Lautstärkeregeltaste rechts von der Hupe verwenden.

POI-Suche in der Karten-App
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Fazit zu Carplay im Audi A4

Carplay bietet auch im Audi A4 einen guten Zugriff auf bestimmte Funktionen des iPhones. Die Bedienung per Controller und ohne Touchscreen gefällt uns aber weniger gut und ist nicht so intuitiv wie bei den Touchscreenmodellen.

TuneIn-Radio
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Audi A4 mit Connect, MMI, Carplay, Android Auto und App im Test#

Audi mit Touchscreen: Erst in einem Audi mit dem Modulare Infotainment-Baukasten in seiner aktuellen Ausbaustufe MIB 2+ steht ein Touchscreen zur Verfügung. Das ist aktuell (Juni 2018) im Audi A8, A7 und im neuen A6 der Fall. Der bekannte MMI Controller ist dafür entfallen: Audi A7 im Test: 3 Displays, davon 2 Touchscreens mit haptischem Feedback.

Test: Carplay im Skoda Rapid Spaceback

Carplay lässt sich auch im Skoda Rapid Spaceback sowie im Skoda Superb benutzen. Und beweist in den tschechischen Fahrzeugen genauso wie zuvor bereits im VW Bus T6 oder im Seat Ibiza, dass Carplay das ausgereifteste, ansprechendste und am besten bedienbare der drei Systeme Carplay, Android Auto und Mirrorlink ist.

Der Startbildschirm von Carplay im Skoda. Wir haben zwei Nachrichten erhalten.
Vergrößern Der Startbildschirm von Carplay im Skoda. Wir haben zwei Nachrichten erhalten.

Telefonate

Das Starten und Entgegennehmen von Anrufen klappt per Siri gut. Alternativ tippen Sie die Telefonnummer eben auf dem Touchscreen ein. Das lenkt allerdings deutlich vom Verkehrsgeschehen ab – geben Sie also Siri den Vorzug.

Sprachnachricht abspielen. Eine schon etwas ältere Darstellung von Carplay.
Vergrößern Sprachnachricht abspielen. Eine schon etwas ältere Darstellung von Carplay.

Spielt gerade Apple Music, dann wird die Musik für einen eingehenden Anruf unterbrochen. Auch eine laufende Navigation auf der Apple-Kartenapp wird für den eingehenden Anruf ausgeblendet. Allerdings lassen sich nur Anrufe entgegennehmen, die klassisch auf dem Smartphone eingehen.

Falls die Mobilfunkverbindung zu schlecht für Siri ist, können Sie Telefonnummern auch eintippen.
Vergrößern Falls die Mobilfunkverbindung zu schlecht für Siri ist, können Sie Telefonnummern auch eintippen.

Ebenso können Sie sich von Siri eingehende SMS-Nachrichten und iMessages vorlesen lassen. Und diese auch diktieren.

Eine unserer Playlists dudelt.
Vergrößern Eine unserer Playlists dudelt.

Musik

Playlists können per Siri problemlos und treffsicher gestartet werden. Alternativ kann man die gewünschten Lieder auch per Fingertipp auswählen. Oder Sie lassen Siri ein einzelnes Lied abspielen. Hier steigt aber die Fehlerquote, sofern Sie Interpret und Titel nicht ganz exakt aufsprechen.

Die linken Lenkradtasten des Skoda für Mute (lautlos stellen), Lautstärke ändern und Lieder wechseln funktionieren gut in Carplay. Die Telefontaste rechts im Skoda-Lenkrad dagegen ist bei Carplay ohne Funktion. Ebenso ist die Voicetaste links unten neben dem Bildschirm bei Carplay nicht mit Siri gekoppelt, sondern startet die Skoda-Sprachsteuerung. Die beiden Dreh-Drückregler unterhalb des Touchscreens regeln die Lautstärke von Carplay und man kann damit zum nächsten Lied springen.

Playlists von Apple Music
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Navigation

Wie gehabt dient die Kartenapp vom iPhone als Navigationslösung.

Kartenapp zur Navigation
Vergrößern Kartenapp zur Navigation

Falls Sie das Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags nicht durch die durch die Apple-Kartenapp heruntergeladenen Kartendaten belasten wollen, können Sie jederzeit während Carplay läuft das eingebaute Skoda Navigationsgerät Amundsen parallel zu Carplay nutzen. Allerdings stehen Ihnen wiederum nur auf der Karten-App von Carplay die exakten Verkehrslagedaten von TomTom zur Verfügung. Das Skoda-Navi dagegen bietet nur die ungenauen Verkehrslageinformationen von TMC. Hier müssen Sie also abwägen, was Ihnen wichtiger ist: Genau Verkehrslagedaten oder gespartes Datenvolumen.

Kartenapp zur Navigation
Vergrößern Kartenapp zur Navigation

Das alte Problem: Siri versteht direkt auf dem iPhone problemlos die Routenziele, via Carplay ist die Erkennungsquote bei einer etwas schlechteren Mobilfunkverbindung jedoch mies. Selbst längst bekannte Ziele erkennt Siri via Carplay in der Kartenapp nicht. Die gleichen Ziele lassen sich jedoch problemlos in der Kartenapp eintippen – dort sind sie bereits bekannt.

Siri ist zu Diensten
Vergrößern Siri ist zu Diensten

Der Bildschirm reagiert unter Carplay flott, Das Vor- und Zurückspulen von Liedern über die linken Lenkradtasten erfolgt zügig.

Fazit: Carplay lässt sich im Skoda Rapid Spaceback und im Skoda Superb gut nutzen. Nur die geringe Anzahl von Carplay-kompatiblen Apps nervt.

Tipp: Den vollständigen Test des Skoda Rapid Spaceback finden Sie hier: Smartlink: Carplay, Android Auto und Mirrorlink im flotten Tschechen

Test: Carplay im VW Touareg mit Google Maps und Sygic Car Navigation

Der VW Touareg besitzt in der Top-Ausstattung Innovision Cockpit einen 15 Zoll großen Touchscreen. Allerdings nutzt Carplay den mächtigen 15-Zöller nicht voll aus, sondern beschränkt sich auf einen Abschnitt in der Mitte des Bildschirms - schade.

Wie man sieht, verschenkt Carplay im VW Touareg wertvollen Platz auf dem eigentlich riesigen 15-Zöller.
Vergrößern Wie man sieht, verschenkt Carplay im VW Touareg wertvollen Platz auf dem eigentlich riesigen 15-Zöller.

Sie bedienen Carplay im Touareg wie gehabt per Touch und mit der Sprachsteuerung (die Sie über die entsprechende Lenkradtaste starten). Abgesehen davon, dass Carplay nicht den vollen Riesen-Touchscreen ausnutzt, ist die Umsetzung gelungen. Das System reagiert schnell, die Icons lassen sich leicht treffen und die Sprachsteuerung funktioniert gut.

Google Maps auf Carplay
Vergrößern Google Maps auf Carplay

Wichtig: Carplay funktioniert nur über die USB-Anschlüsse vorne. Sofern Sie die Aufpreis-pflichtige Telefonschnittstelle "Business“ dazu kaufen, steht Ihnen unterhalb des 15-Zoll-Bildschirms in der Mittelkonsole ein Qi-Ladefach zur Verfügung. Das wäre eigentlich die ideale Ergänzung zu wireless Carplay, doch das hat VW leider nicht in den Touareg gepackt. Sie können Carplay also nur per Lightningkabel nutzen und nicht kabellos. Nach wie vor ist BMW bei wireless Carplay führend. Angesichts des Preisniveaus und des Anspruchs des Touareg ist das ein klarer Minuspunkt für das SUV aus Wolfsburg.

Carplay mit den Icons für Google Maps und Sygic Car Navigation
Vergrößern Carplay mit den Icons für Google Maps und Sygic Car Navigation

Seit iOS 12 lassen sich auch Google Maps und Sygic als Navigationslösungen anstelle von Apple Karten verwenden. Damit können Sie endlich auch ohne ständiges Nachladen des Kartenmaterials navigieren: Bei Google Maps zumindest für solche Streckenabschnitte, für die Sie die Karten vorher im WLAN auf das iPhone heruntergeladen haben und bei Sygic generell offline, weil Sygic das gesamte Kartenmaterial ohnehin auf dem iPhone installiert. Die Offline-Nutzung des Kartenmaterials schont nicht nur das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags, sondern ermöglicht auch eine reibungslose Navigation mit schlechter Mobilfunkanbindung – ein Problem, das in Deutschland dank Deutscher Telekom, Vodafone und Telefonica so weiter verbreitet ist, dass sogar Wirtschaftsminister Altmaier sich dafür schämt. Bei beiden Navigations-Apps können Sie die Ziele per Sprache einwandfrei aufsprechen. 

Sygic Car Navigation auf Carplay
Vergrößern Sygic Car Navigation auf Carplay

Tipp: Alle Besitzer eines Volkswagens Modelljahr 2018 mit Car-net können Apple Music sechs Monate lang kostenlos nutzen.

Der neue VW Touareg kostet so viel wie ein kleines Einfamilienhaus - und steckt voller Technik. Allein Der Preis für das Infotainment-System liegt bei rund 10.000 Euro. Das Top-Modell von Volkswagen kommt unter anderem mit einem Dual-Display, welches man so bisher nur von Tesla kannte, einer Wärmebild-Kamera, Car Play und noch jedem weiteren technischen Schnickschnack. Das mussten wir natürlich selbst genauer unter die Lupe nehmen.

Aufgepasst: Um Carplay im Touareg nutzen zu können, müssen Sie das 480 Euro teure Paket App-Connect mitkaufen.

Opel bietet Carplay im Rahmen des rund 1000 Euro teuren Infotainmentsystems Navi 900 IntelliLink im Opel Astra an. Unter dem Menü-Punkt "Projektion" findet der Benutzer auf dem Startbildschirm von IntelliLink (8 Zoll Touchscreen) sowohl Carplay als auch Android Auto.

Wie bei allen Automobil-Herstellern mit Ausnahme von BMW erfolgt die Verbindung zwischen iPhone und Infotainmentsystem über das Lightningkabel. Wireless CarPlay steht also im Opel nicht zur Verfügung.

Der Startbildschirm von Carplay im Opel Astra.
Vergrößern Der Startbildschirm von Carplay im Opel Astra.

Carplay funktioniert im Opel Astra so, wie es soll und wie wir es auch von anderen Herstellern gewohnt sind. Die großen Icons für die CarPlay-Apps kann der Fahrer relativ zuverlässig mit dem Finger treffen.

Gut hat Opel die Lenkradtasten in die Bedienung von Carplay integriert. So startet ein längerer Druck auf die Lenkradtaste für die Sprachsteuerung Apples Sprachassistentin Siri, ein kurzer Druck dagegen die Sprachsteuerung von Opel. Diese Unterscheidung entspricht auch der Lösung konkurrierender Automobil-Hersteller.

Siri ist auch im Opel Astra zu Diensten.
Vergrößern Siri ist auch im Opel Astra zu Diensten.

Außerdem kann der Fahrer über die Lenkradtasten bequem Lieder vor- und zurückspulen, sowie den Ton lauter und leiser stellen. Ebenso unproblematisch verrichten die „Leiser“- und „Lauter“-Tasten und die Vor- und Zurückspulen-Tasten unterhalb des Bildschirms im Opel ihre Arbeit.

Test: Carplay im VW Amarok

Im Pick-Up VW Amarok finden Sie Carplay wie bei der Volkswagen-Gruppe üblich unter dem Menü-Punkt App Connect. Zusammen mit Android Auto und sogar noch mit dem Auslaufmodell Mirrorlink.

Dank Touchscreen können Sie Carplay grundsätzlich gut bedienen, allerdings erweist sich der kleine 6,3-Zoll-Touchscreen als Nachteil. Auf einem 10 Zoll großen Touchscreen wie im 7er BMW oder einem 12-Zoll-Display wie im Porsche Panamera kann der Fahrer die Schaltflächen einfach leichter treffen, er sieht mehr Details – was besonders für die Navigation mit Apple Karten wichtig ist – und kann zudem Zusatzinformationen wie die Navigationskarte von VW neben dem Carplay-Home-Screen einblenden. Mit dieser Übersichtlichkeit kann der VW Amarok nicht mithalten.

Der Home Screen von Carplay im Amarok.
Vergrößern Der Home Screen von Carplay im Amarok.

Von dem zu klein geratenen Touchscreen abgesehen können Sie Carplay im VW Amarok aber durchaus passabel bedienen. Erfreulich gut lässt sich Carplay teilweise auch mit den physischen Tasten des VW-Infotainmentsystems bedienen: So regeln Sie mit den Lenkradtasten für lauter/leiser und dem zusätzlichen Regler unter unterhalb des Bildschirms die Lautstärke. Siri starten Sie wie gewohnt mit einem längeren Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad, während ein kurzer Druck die Sprachsteuerung von VW startet.

Fazit zu Carplay im VW Amarok

Der Fahrer kann Carplay im VW-Pick-Up gut bedienen. Nur der kleine Touchscreen trübt den guten Gesamteindruck.

Test: Wireless Carplay mit wireless Charging im Mini Cooper

Anders als frühere Mini-Generation besitzt der aktuelle Mini einen Touchscreen. Damit war der Weg frei für Carplay. Wie bei BMW üblich gibt es Carplay nur wireless.

Zusammen mit der Qi-Lademulde für wireless Charging unterhalb der Mittelarmlehne ist wireless Carplay im Mini eine gut gelungene Lösung. Natürlich kommt Carplay auf dem 8,8-Zoll-Touchscreen im Mini nicht ganz glänzend rüber wie auf dem großen 10,25-Zoll-Touchscreen im 5er und 7er BMW. Doch die 8,8 Zoll reichen völlig aus, zumal der Touchscreen sehr flott auf Fingereingaben reagiert.

Das Infotainmentsystem mit dem Control Display im Mini.
Vergrößern Das Infotainmentsystem mit dem Control Display im Mini.

Ansonsten entspricht die Umsetzung von Carplay im Mini den von Apple vorgegebenen Möglichkeiten und Einschränkungen. Mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste rechts im Lenkrad starten Sie Siri. Die Leiser- und Lauter-Tasten steuern die Lautstärke von Carplay.

Wireless Carplay im Mini auf dem 8,8-Zoll-Touchscreen.
Vergrößern Wireless Carplay im Mini auf dem 8,8-Zoll-Touchscreen.

Die zuletzt genutzten Apps werden im Dock links auf dem Control Display angezeigt. Mit dem Home-Button links unten geht es zurück zum Carplay-Home-Screen. Und über das Mini-Icon auf dem Bildschirm verlassen Sie Carplay.

Test: Carplay mit Sensus Connect im Volvo V90

Der Touchscreen des Infotainmentsystems Sensus Connect im Volvo V90 ist 9 Zoll groß. Allerdings können Sie für Carplay nur den unteren Teil des Touchscreens nutzen. Im oberen Bereich bleiben Navigation oder Telefonie. Das hat zwar den Vorteil, dass Sie jederzeit aus Carplay heraus auf andere Bereiche des Infotainmentsystems des Volvo zugreifen können. Allerdings um den Preis eines relativ kleinen Carplay-Bildschirms.

Carplay auf dem 9 Zoll großen Sensus Connect Touchscreen im Volvo V90.
Vergrößern Carplay auf dem 9 Zoll großen Sensus Connect Touchscreen im Volvo V90.

Die Bedienung von Carplay im Volvo folgt dem bekannten Schema: Ein langer Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad startet Siri. Außerdem können Sie wie gehabt die Icons anklicken und mit Siri Anrufe starten sowie iMessage und neuerdings auch Whatsapp diktieren.

Test: Carplay im Subaru XV

Subaru hat Carplay im Subaru XV kabelgebunden integriert. Carplay verhält sich im Subaru wie in allen anderen von uns getesteten Fahrzeugen. Sie bedienen Carplay also entweder per Touch auf den Bildschirm oder über Siri. Apples Sprachassistentin starten Sie wie üblich über einen langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad (ein kurzer Druck startet die Sprachsteuerung von Subaru Starlink). Carplay bietet die gewohnten Funktionen wie Telefonie, Apple Music, iMessage und Whatsapp. Wir konnten auf Anhieb mit Hilfe von Siri eine Whatsapp aufsprechen. Siri las uns den Text noch einmal zur Überprüfung vor und danach konnten wir ihn abschicken. Auch der Empfang von Whatsapp klappte problemlos. Die bisherigen Whatsapp-Chat-Verläufe können wir in Carplay dagegen nicht einsehen.

Test: Carplay im Honda Civic

Das Infotainmentsystem von Honda hört auf den Namen Honda Connect. Zu dessen Funktionen gehört auch Carplay. Einziges Manko: Mit 7 Zoll fällt der Touchscreen im Honda Civic etwas arg klein aus. Davon abgesehen funktioniert Carplay im Civic einwandfrei. Mehr lesen Sie hier: Honda Connect im Test - Spaß, Navi, Telefon, Browser, Carplay & Android Auto .

T-Roc besitzt Carplay-Support

Volkswagen hatte am 23.8.2017 bei einem Event am Comer See sein neues Kompakt-SUV auf Basis des VW Golf vorgestellt - hier lesen Sie alle Details . Der Wagen kann seit September 2017 konfiguriert und bestellt werden, seit November 2017 rollen die ersten Fahrzeuge zu VW-Händlern und Kunden. Mit Carplay im Rahmen von App-Connect. Wireless Carplay wird es allerdings nicht geben: Im T-Roc müssen Sie das iPhone nach wie vor mit dem Lightning-Kabel anschließen.

Test: Carplay im Mazda 6

Carplay funktioniert im Mazda 6 mit MZD Connect nur via Lightningkabel. Sie starten die Siri-Sprachsteuerung über einen Druck auf die entsprechende Lenkradtaste. Die bei vielen anderen Automobil-Herstellern übliche Unterscheidung zwischen einem kurzen Druck (startet die Sprachsteuerung des Autos) und einem langen Druck (startet Siri) gibt es im Mazda 6 nicht. Sobald Carplay aktiv ist, funktioniert nur noch die Sprachsteuerung über Siri.

Der Carplay-Home-Button links unten auf dem 8-Zoll-Touchscreen von MZD Connect ist etwas schwer zu erreichen, vor allem wenn der Fahrer große Hände hat, weil dem Bildschirm eine relativ tiefe Leiste vorgelagert ist. Ansonsten klappt die Bedienung aber problemlos. Wie immer können Sie Carplay über Siri und Touch bedienen. Dazu kommen noch die Menü-Auswahl per Multi Commander auf der Mittelkonsole und die Lenkradtasten.

Test: Carplay auf MBUX in der Mercedes A-Klasse

Damit Sie Carplay mit dem MBUX nutzen können, müssen Sie das Paket „Smartphone Integration“ für Carplay und Android Auto für 250 Euro mitkaufen. Danach steht der Carplay-Nutzung im kleinen Mercedes nichts mehr im Wege. Sofern Sie ein Lightning-Kabel verwenden, denn wireless Carplay gibt es mit MUX nicht.

Carplay funktioniert auf dem Infotainmentsystem MBUX in der Mercedes-Benz A-Klasse einwandfrei. Allerdings nutzt Carplay den 10,25 Zoll großen Touchscreen im Mercedes nicht ganz aus. Mit „Hey Siri“ startet man die Carplay-Spracherkennung. Alternativ zu „Hey Siri“ kann man die Sprachsteuerung auch mit der Sprachsteuerungstaste rechts im Mercedes-Lenkrad starten.

Carplay auf MBUX in der Mercedes A-Klasse verschwendet Platz.
Vergrößern Carplay auf MBUX in der Mercedes A-Klasse verschwendet Platz.

Sie müssen das iPhone an die USB-C-Buchse vorne in der Mittelkonsole anschließen. Nur darüber funktionieren Carplay (und Android Auto).

Kurios: Wireless Carplay gibt es zwar auch von Daimler, aber nur im günstigeren Einstiegs-Infotainmentsystem Connect 5.0. Aber eben nicht im teuren MBUX.

Test: Carplay im neuen 3er-BMW mit BMW Intelligent Personal Assistant

BMW stellt Carplay auch im neuen 3er nur kabellos zur Verfügung. Zusammen mit der Qi-Lademulde für ein neueres iPhone vorne in der Mittelkonsole nutzen Sie Carplay also völlig ohne Kabelgewirr. Und auf dem großen und reaktionsschnellen 10,25-Zoll-Touchscreen des 3er-BMW macht Carplay richtig Spaß.

Carplay im 3er BMW
Vergrößern Carplay im 3er BMW

Während Carplay läuft, können Sie das neue Sprachsteuerungssystem BMW Intelligent Personal Assistant parallel neben der Siri-Sprachsteuerung verwenden. Wenn Sie den Startruf „Hey BMW“ (oder den von Ihnen selbst festgelegten Weckruf) aussprechen oder aber die Taste für die Sprachsteuerung rechts im Lenkrad kurz drücken, startet der BMW Intelligent Personal Assistant. Drücken Sie dagegen lange auf die Lenkradtaste, dann starten Sie Siri. Nur allein über den Weckruf „Hey Siri“ können Sie Siri im BMW aber nicht starten.

Wichtig: Um Apple Carplay nutzen zu können, muss auf dem iPhone WLAN, Bluetooth und Siri aktiviert sein. 

Alternativen zu Carplay

Soweit unsere Ausführungen zu Carplay. Es gibt neben a) Carplay per Lightning-Kabel/wireless und b) der standardmäßigen Bluetooth-Koppelung mit dem Infotainmentsystem noch zwei weitere, mittlerweile fast ausgestorbene Möglichkeiten, um iPhones ins Auto zu integrieren.

Alternative 1: Siri Eyes Free wurde eingestellt

Apple bot mit Siri Eyes Free eine Zeitlang eine weitere Lösung für die iPhone-Bedienung im Auto, die nichts mit Carplay zu tun hatte. Dabei handelte es sich um eine Erweiterung von Siri, mit der man im Auto bestimmte Funktionen des iPhones nur per Sprachbefehl bedienen konnte. Opel hat Siri Eyes Free beispielsweise im Kleinstwagen Opel Adam in das dort verbaute Infotainmentsystem Intellilink integriert. Wir haben Opel Intellilink im Adam ausführlich getestet.

Mit Siri ist im Zusammenspiel mit Opel Intellilink folgendes möglich:

* Per Stimmbefehl aktivierbare Telefongespräche zu im iPhone gespeicherten Kontakten

* Abspielen von gewünschten Musiktiteln der iTunes Library

* Anhören, Verfassen und Senden einer iMessage, Textnachricht oder Mail zu einem gespeicherten Kontakt

* Zugang zum Kalender, Hinzufügen von Terminen. Lesen neuer Mitteilungen sowie Einrichten von Weck- und Erinnerungsfunktion

* Man kann mit Siri also nicht das Opel-Infotainmentsystem Intellilink steuern, Siri simuliert keine vollwertige Sprachsteuerung für die im Auto verbauten Infotainment-Funktionen.

Alternative 2: AppinCar

Nur für die Integration von älteren iPhones wie iPhone 4/4S spielt bei einigen Fahrzeugmodellen wie dem Toyota Aygo die App AppinCar noch eine Rolle. Bei AppinCar handelt es sich aber um eine aussterbende Nischen-Lösung, die von Carplay völlig verdrängt wird.

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