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Anleitung: Fritzbox am Glasfaseranschluss betreiben

01.10.2018 | 14:06 Uhr |

In manchen Städten und Ballungsräumen (siehe Kasten) werden Glasfaser-Verbindungen angeboten. Damit sind vielfach höhere Datenübertragungsraten als mit DSL und Kabel möglich – die Fritzbox 5490 erlaubt bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im Down- und Upload.

1. Bei einigen Glasfaseranschlüssen erhalten Sie eine Fritzbox für die gesamte Vertragsdauer als Mietgerät. Haben Sie einen AON-Glasfaseranschluss, bekommen Sie die Fritzbox 5490 , bei einem GPON-Anschluss das Modell 5491. Die Inbetriebnahme der Fritzbox am Glasfaseranachluss läuft unabhängig vom Internetprovider meist nach dem gleichen Muster ab. Wir zeigen sie anhand einer Fritzbox 5490 am AON-Anschluss. Hier haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verbinden die Fritzbox 5490 über das Glasfaserkabel direkt mit dem Anschluss. Oder Sie schließen sie per LAN-Kabel an ein vorhandenes Glasfasermodem (FTTH-ONT) an. Bei einem Direktanschluss verbinden Sie die Fritzbox anschließend mit dem Stromnetz und stöpseln dasmitgelieferte Netzwerkkabel in den LAN-Port Ihres Rechners.

Glasfaser-Anschlüsse bei der Fritzbox.
Vergrößern Glasfaser-Anschlüsse bei der Fritzbox.

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2. Von Ihrem Glasfasernetzbetreiber haben Sie entsprechende Zugangsdaten erhalten, um die Fritzbox 5490 konfigurieren zu können. Öffnen Sie die Oberfläche der Fritzbox über den Aufruf von „fritz.box“ beziehungsweise der Standard-IP „192.168.178.1“. Wählen Sie dann das Menü „Internet –› Zugangsdaten“. Wählen Sie im Bereich „Internetzugang“ als Anschlussart „Fiber (Glasfaser)“, wenn Sie die Fritzbox 5490 direkt am Glasfaseranschluss angeschlossen haben. Klicken Sie auf „Verbindungseinstellungen“ und setzen Sie unter „VLAN-Einstellungen“ einen Haken vor die Option „VLAN für den Internetzugang verwenden“. Tragen Sie die vom Provider erhaltene VLAN-ID und den Wert für PBit in die entsprechenden Felder ein. Bestätigen Sie mit „Übernehmen“. Der Internetzugang ist nun eingerichtet.

Internetzugang einrichten.
Vergrößern Internetzugang einrichten.

3. Sie sind nun mit den an der Fritzbox angeschlossenen Geräten online. In der Oberfläche sehen Sie unter „Verbindungen“ die öffentliche IP-Adresse der Fritzbox. Im Abschnitt „Anschlüsse“ im rechten Fensterbereich werden die Down- und Upstream-Geschwindigkeit angezeigt. Prüfen Sie, ob die Angaben mit Ihrem gebuchten Tarif übereinstimmen. Unter „Internet –› Online-Monitor“ erhalten Sie weitere Angaben und sehen die aktuelle Auslastung der Internetverbindung. Starten Sie den Download größerer Dateien, etwa einer Linux-Distribution von www.distrowatch.com , um die Übertragungsgeschwindigkeit (Downstream) zu testen.

Der Online-Monitor.
Vergrößern Der Online-Monitor.

4. An der Fritzbox 5490 sind übrigens direkt auch die Telefonnummern registriert, die Sie vom Provider erhalten haben. Eine Übersicht rufen Sie unter „Telefonie –› Eigene Rufnummern“ auf. Sie können natürlich auch eigene Rufnummern eintragen und zum Telefonieren über an die Fritzbox 5490 angeschlossene Telefone verwenden. Dazu gehen Sie zu „Telefonie –› Eigene Rufnummern“ und klicken auf „Neue Rufnummer“. Tragen Sie jetzt die Anmeldedaten in die dafür vorgesehenen Felder ein und klicken Sie auf „Weiter“, um die Einstellungen zu testen. Achten Sie in der Übersicht darauf, dass das Symbol am Anfang der Zeile vor der Rufnummer grün eingefärbt ist. Nur dann können Sie über die jeweilige Rufnummer telefonieren.

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Rufnummern im Überblick.
Vergrößern Rufnummern im Überblick.

5. Sie können nun festverkabelte Telefone am Analogund S0-Anschluss der Fritzbox beziehungsweise DECT-Mobilteile unter „DECT –› Schnurlostelefone –› Neues Gerät einrichten“ hinzufügen und den Geräten feste Rufnummern zuweisen. Mit einem Fritz Fon nutzen Sie zahlreiche Komfortfunktionen und können sogar Smart-Home-Geräte im Heimnetzwerk fernsteuern.

Neue Geräte an der Fritzbox einrichten.
Vergrößern Neue Geräte an der Fritzbox einrichten.

6. Ebenso einfach richten Sie das WLAN an der Fritzbox 5490 ein. Gehen Sie dabei so vor, wie hier beschrieben. Wie Sie ein isoliertes WLAN für Ihre Besucher konfigurieren, erfahren Sie hingegen hier .

Die Technik hinter Glasfaser

Die Übertragung per Glasfaser bietet das schnellste Tempo und ist am wenigsten anfällig für Fehler. Die Datenübertragung per Lichtimpuls ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und über eine lange Leitungsstrecke ohne merkliche Signalabschwächung möglich. Schon jetzt gibt es Angebote für Glasfaserinternet mit einer Bandbreite von 1 GBit/s. Allerdings muss die Glasfaserleitung dafür bis in die Wohnung reichen (FTTH, Fibre-to-the-Home) – das ist teuer und aufwendig. Ein wirtschaftlicherer Weg zu höherem Internettempo führt deshalb über die Nutzung der beim Kunden vorhandenen Kupfer-oder Koaxialkabel. Je länger diese sind, desto mehr bremsen sie aber die Datenübertragung. Deshalb muss das Glasfasernetz so nahe wie möglich bis zum Kunden reichen – am besten bis in den Keller oder einen anderen zentralen Verteiler im Gebäude (Fibreto- the-Building): Von da führt nur eine kurze Leitung mit sehr hohem Tempo zum Onlineanschluss. M-net zum Beispiel nutzt dafür die VDSL-Technik G.fast mit bis zu 1 GBit/s.

Wichtig: Es gibt zwei Verfahren beim Glasfaserausbau: AON (Active Optical Network) und PON/GPON (Gigabit Passive Optical Network). Entsprechend bietet AVM zwei verschiedene Fritzbox-Modelle an. Die Fritzbox 5490 für AON-, die Fritzbox 5491 für GPON-Anschlüsse. Sie unterscheiden sich in den Anschlussbuchsen für das Glasfaserkabel und lassen sich damit direkt an der Glasfasersteckdose (Gf-TAE oder FTU) einsetzen.

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