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Andromeda OS verwandelt Windows 10 in ein modulares Betriebssystem

22.09.2017 | 17:30 Uhr |

Das bei Microsoft unter dem Projektnamen Andromeda OS entwickelte modulare Betriebssystem soll die Zukunft von Windows verkörpern.

Microsofts Betriebssystem Windows ist mittlerweile 30 Jahre alt. Im OS finden sich neben neuen Bausteinen auch alte Module, die auf heutigen Geräten nicht mehr benötigt werden. Microsoft hat aus diesem Grund Probleme, die klobige Software an neue Gerätegruppen, wie etwa Smartwatches, anzupassen. Mit Andromeda OS arbeitet der Redmonder Konzern nun am neuen, schlankeren Rückgrat von Windows. Andromeda OS soll nicht nur Windows 10 verschlanken, sondern das Microsoft-Betriebssystem auch fit für die Zukunft machen.

Wie Windows Central berichtet, soll Andromeda OS Windows 10 in ein universelles Betriebssystem verwandeln. Unterschiedliche Versionen wie etwa Windows 10 für PCs, Windows 10 Mobile oder auch Windows 10 IoT Core sollen damit zu einer Software verschmelzen, die auf allen Geräten lauffähig ist. Ein modularer Aufbau soll dafür sorgen, dass Windows 10 einfach mit zusätzlichen Funktionen für bestimmte Gerätegruppen erweitert werden kann. Der Vorteil: Geräte mit geringem Funktionsumfang bekommen ein schlankeres Windows ohne tote Features, die sie weder nutzen können, noch benötigen. Betriebssystem-Varianten wie etwa Windows für die Xbox One oder Windows 10 Mobile werden damit überflüssig.

Diese Varianten bestehen zwar mit OneCore und der Universal Windows Platform aus denselben Kern-Komponenten, bei der übrigen Ausstattung unterscheiden sie sich jedoch grundlegend voneinander. Andromeda OS legt Windows eine einheitliche Plattform zugrunde, die je nach gewünschter Geräteklasse ausgebaut werden kann. Ein Windows 10 für Smartphones könnte so beispielsweise das gemeinsame zugrunde liegende System mit Funktionen erweitern, die für ein Smartphone sinnvoll sind.

Andromeda OS befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Mit der Vorstellung des modularen Betriebssystems rechnen Branchenexperten im nächsten Jahr. Bei den ersten kompatiblen Geräten soll es sich um Smartphones, Tablet-PCs oder Wearables handeln.  

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