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Android P Beta ist gestartet: Das sind die neuen Funktionen

09.05.2018 | 11:40 Uhr |

Die Beta von Android P ist gestartet! zu den neuen Features gehören die Gestensteuerung, App-Aktionen und künstliche Intelligenz. Hier finden Sie alle Infos zum nächsten Betriebssystem.

Pünktlich zur eigenen Entwicklerkonferenz Google I/O veröffentlicht Google die erste Beta-Version von Android P. Zu den Geräten, auf denen Sie die Android-Beta installieren können, gehören nicht nur die eigenen Smartphones Pixel, Pixel XL sowie Pixel 2 und Pixel 2 XL , sondern auch das Sony Xperia XZ2 , Xiaomi Mi Mix 2S, Nokia 7 Plus , Oppo R15 Pro, Vivo X21, Essential PH-1 und das noch nicht veröffentlichte OnePlus 6.

Um am Beta-Programm teilzunehmen, registrieren Sie Ihr Gerät unter google.com/android/beta . Die Android P-Beta kommt anschließend via Over-The-Air auf Ihr Smartphone - einfacher geht es nicht! Das Beta-Programm läuft solange, bis die finale Version in  Q3 - vermutlich August - ausgerollt wird.

Android P Zeitplan
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© Google

Android P: Diese neuen Features gibt es

Display-Notch: Die kommende Android-Version unterstützt nativ eine Display-Notch, wie man sie unter anderem vom iPhone X kennt. Entwickler können durch die Unterstützung ganz einfach die Position und Form des Ausschnitts anpassen, in dem keine Inhalte angezeigt werden sollen. Erst Ende Februar wurden auf dem Mobile World Congress in Barcelona einige Android-Smartphones mit dieser Notch vorgestellt - der Trend geht also eindeutig zu diesem Design-Element.

Gestensteuerung: Die in Android P integrierte Gestennavigation müssen Sie in der Beta in den Einstellungen unter "System > Bewegungen > Swipe up on Home Button" einschalten. Ist sie aktiviert, verschwindet der "letzte Apps"-Button, "Zurück" bleibt. Wischen Sie vom Home-Button  nach oben, können sie horizontal durch die aktiven Apps wischen. Ein weiterer Wisch nach oben öffnet das App-Menü. Wischen eine App nach oben, verschwindet sie, beim Wisch nach unten öffnen Sie die App.

Android P Gestensteuerung
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© Google

App-Aktionen: Mit dem Feature "App Actions" studiert Android P Ihr Nutzungsverhalten, um vorherzusehen, welche Anwendung oder Aktion Sie als nächstes starten oder durchführen wollen. Schließen Sie beispielsweise Kopfhörer an Ihr Smartphone an, öffnet Android P automatisch Ihre bevorzugte Spotify-Playlist. Solche Aktionen erscheinen überall in Android an Stellen wie dem Launcher, der Smart Text Selection, im Play Store, in der App der Google-Suche und bei Google Assistant.

Android P App Actions blenden passende Aktionen ein, wenn Sie beispielsweise Kopfhörer anschließen.
Vergrößern Android P App Actions blenden passende Aktionen ein, wenn Sie beispielsweise Kopfhörer anschließen.
© Google

Eine andere Verbesserung sind Slices: Wenn Sie in der Google-Suche nach „Lyft“ suchen, sehen Sie ein interaktives Kärtchen, das die Kosten und Dauer einer Fahrt zur Arbeit anzeigt. Die Funktion ist außerdem interaktiv, so dass Sie schnell eine Fahrt buchen können

Smart Text Selection: Dieses Feature versteht den Inhalt eines gewählten Textes und schlägt anhand dessen relevante Aktionen vor. In Android P funktioniert Smart Text Selection jetzt auch in der Übersicht.

Adaptiver Akku: Google setzt in Android P auf künstliche Intelligenz. Unter anderem soll sie mit der Funktion "Adaptive Battery" helfen, die Akkulaufzeit zu verlängern. Das Feature begrenzt den Stromverbrauch von Anwendungen, die Sie länger nicht mehr genutzt haben, sodass die Akkuleistung nur für die Anwendungen genutzt wird, die Sie am meisten verwenden. Maschinelles Lernen kommt auch bei der Funktion "Automatische Helligkeit" zum Einsatz. Mit ihr lernt Ihr smartphone, welche Helligkeits-Einstellungen Sie in bestimmten Umgebungen bevorzugen und passt sie automatisch an.

Dashboard: Ein neues Dashboard zeigt Ihnen an, wie oft Sie Ihr Smartphone entsperren, wie viele Benachrichtigungen Sie erhalten und die Nutzungsdauer jeder einzelnen App. Über einen App-Timer können Sie eine Zeitbeschränkung für Anwendungen einstellen, der Ihnen ein Signal gibt, sobald Sie sich dem Limit nähern und blockiert diese dann temporär.

Android P Dashboard
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© Google

Bitte nicht stören: Der neue Nicht-Stören-Modus wird unter anderem aktiviert, wenn Sie Ihr Handy auf das Display legen, um nicht gestört zu werden. Und beim Gute-Nacht-Modus schaltet das Handy automatisch das Nachtlicht ein, um Ihre Augen zu schonen, dimmt das Display zur gewählten Bettzeit und stellt den Nicht-Stören-Modus ein.

Verbessertes Messaging: Android P unterstützt jetzt Bilder in den Notifications. Bekommen Sie also ein Foto geschickt, wird dieses direkt im Benachrichtigungsmenü angezeigt. Außerdem werden in Android P Texte, die Sie im Benachrichtigungsmenü über den Button "Antworten" auf eine Nachricht geschrieben haben, als Entwurf gespeichert, wenn der Nutzer die Benachrichtigung versehentlich schließt. Aktuell verschwindet die geschriebene Antwort nämlich und muss neu getippt werden.

Multi-Kamera-Support: Bislang unterstützt Android nativ keine Multi-Kameras - das ändert sich mit Android P. Entwickler können dann vereinfacht Funktionen wie nahtlosen Zoom oder Bokeh implementieren. Darüber hinaus gibt es weitere Verbesserung bei der Kamera. Unter anderem werden Verzögerungen beim Aufnahmestart reduziert. Zudem unterstützt Android P externe USB-Kameras.

Wofür steht das "P"?

Jede große, neue Android-Version hat den Codenamen einer Süßspeise. So trägt Android 8 beispielsweise den Namen "Oreo". Wofür das "P" der nächsten Android-Version steht, ist noch nicht bekannt. Der offizielle Name wird vermutlich erst kurz offiziellem Relase enthüllt. Bis dahin heißt es raten! Pie oder Pancake wären doch schöne Namen.

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