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Android 8.1 Oreo: Alle Infos zu den Neuerungen

05.12.2017 | 10:55 Uhr |

Android 8.1 Oreo wird für die ersten Geräte verteilt. Alle Infos zu den neuen Funktionen und wer das System bereits installieren kann, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Android 8.1 Oreo wird ausgerollt

Google wird ab heute (05.12.2017) für die ersten Geräte das etwas größere Update Android 8.1 Oreo bereitstellen. Die ersten Geräte, die das Update erreicht, sind Pixel und Nexus-Geräte:

  • Pixel 1

  • Pixel 2

  • Pixel C

  • Nexus 5X

  • Nexus 6P

Alle anderen Android-Nutzer müssen sich wohl noch bis 2018 gedulden. Das Update, welches neben vielen Detailverbesserungen auch den berüchtigten Burger-Emoji künftig richtig darstellt, wird im Laufe des Tages ausgerollt werden.

Zeitgleich stellt Google auch Android Go zur Verfügung. Bei Android Go handelt es sich um eine Android-Version speziell für leistungsschwache Geräte.

Android 8.0 Oreo ist offiziell gestartet

Googles neues Android-System 8.0 ist nach einem Jahr Entwicklung und monatelanger Testphase endlich fertig! Die Android-Version ist gestern Abend um 20 Uhr (deutscher Zeit) enthüllt worden - zeitgleich zur großen Sonnenfinsternis über Nordamerika, die auch Intel zum Anlass nimmt, um die neuen Core-Prozessoren der 8ten Generation (Coffee Lake) vorzustellen.

Nun ist auch der offizielle Name von Android O kein Geheimnis mehr, über den viel spekuliert wurde. Und wie die meisten vermuteten, steht das "O" tatsächlich für "Oreo". Google benennt seine Android-Versionen übrigens traditionell nach einer Süßspeise.

Für wen ist Android 8.0 Oreo bereits verfügbar?

Ab sofort hat jeder über das Android Open Source Project (AOSP) Zugriff auf das System, was vor allem für Entwickler interessant ist. In den nächsten Wochen rollt Google Android 8.0 Oreo dann auf die eigenen Geräte Pixel, Pixel XL, Nexus 5X und Nexus 6P aus.

Nutzer, die Android 8.0 bereits im Beta-Programm vorab auf ihrem unterstützten Smartphone wie Google Pixel /Pixel XL , Nexus 6P oder Nexus 5X installierten, erhalten die finale Version schon jetzt als Over-the-Air-Update. Was wir bestätigen können, denn wir konnten heute schon die finale Version auf unserem Pixel herunterladen und installieren. Außerdem stehen die Image-Dateien zum Downlad fürs manuelle Flashen bereit - wie das funktioniert, lesen Sie am Ende dieses Artikels.

Außerdem arbeitet Google eng mit vielen Smartphone-Herstellern wie Samsung, HTC, Sony und Motorola zusammen, die ihre aktuellen Handys bis Ende des Jahres auf die neueste Android-Version updaten werden.

Diese Geräte erhalten Android 8 / O

Die neuen Funktionen von Android 8.0 Oreo

Nach der Installation von Android 8 heißt Sie das Betriebssystem mit einem neuen Hintergrundbild willkommen.
Vergrößern Nach der Installation von Android 8 heißt Sie das Betriebssystem mit einem neuen Hintergrundbild willkommen.

Überarbeitete Einstellungen

Google hat die Einstellungen von Android 8 komplett überarbeitet und die Menüeinträge deutlich verringert.
Vergrößern Google hat die Einstellungen von Android 8 komplett überarbeitet und die Menüeinträge deutlich verringert.

Die Google-Entwickler haben die Einstellungen konsequent überarbeitet und ihnen nicht nur ein neues Symbol verpasst, sondern auch die Anzahl der Einträge deutlich reduziert. Dafür ist dann auch das Menü von Android 7 verschwunden, das Sie per Wisch von links einblenden konnten. Stattdessen sind nun alle Netzwerkverbindungen – egal ob über WLAN oder Mobilfunk – unter der Rubrik „Netzwerk und Internet“ gruppiert. Die Kopplung mit anderen Geräten finden Sie bei Android O unter „Verbundene Geräte“.

Durch die Anpassungen stehen jetzt insgesamt noch 13 Menüpunkte in den Einstellungen zur Verfügung. Wenn Sie sich erst einmal an die neue Menüstruktur gewöhnt haben, trägt dies sicherlich zur besseren Übersichtlichkeit bei.

Optimierter Dateimanager

Der Dateimanager von Android 8 wurde überarbeitet und bietet Ihnen jetzt rudimentäre Funktionen zum Kopieren, Verschieben und Anlegen von Strukturen.
Vergrößern Der Dateimanager von Android 8 wurde überarbeitet und bietet Ihnen jetzt rudimentäre Funktionen zum Kopieren, Verschieben und Anlegen von Strukturen.

Der Dateimanager bietet nun die grundlegenden Interaktionen an, die notwendig sind, um Dateien zu löschen, zu kopieren oder zu verschieben. Sie können damit sogar – entsprechende Berechtigungen vorausgesetzt – neue Ordner anlegen und Dateien dorthin verschieben. Auf jeden Fall kann der überarbeitete Dateimanager, den Sie über das Downloadsymbol aufrufen, einer App wie dem „ES Datei Explorer“ nicht das Wasser reichen. Für die meisten Anwender ist dank des erweiterten Funktionsumfangs jedoch keine zusätzliche App mehr erforderlich.

Blob Emojis sterben aus

Abgeschaut bei Custom-ROMs

Die eine oder andere Neuerung, die in Android 8.0 eingeflossen ist, haben sich die Entwickler sicherlich auch von den diversen Custom-ROMs abgeschaut. Bei diesen gehört es inzwischen zum Standard, viele Elemente der Oberfläche, etwa die Navigationsleiste oder den Sperrbildschirm, an die eigenen Anforderungen anzupassen. Diesem Umstand trägt auch Android 8.0 Rechnung und bietet Ihnen die Möglichkeit, die Statusleiste Ihres Smartphones oder Tablets zu personalisieren. Dazu sind jedoch zwei vorbereitende Schritte notwendig: Als ersten müssen Sie die Entwickleroptionen aktivieren. Dazu tippen Sie wie bereits in den vorherigen Android-Versionen im Menü „Einstellungen –> System –> Über das Telefon“ mehrfach auf den Eintrag „Buildnummer“. Daraufhin erscheint ein Zähler, der anzeigt, wieviel Klicks noch bis zur Aktivierung der Entwickleroptionen notwendig sind. Anschließend wischen Sie zweimal von oben nach unten, bis das vollständige Schnellstartmenü angezeigt wird. Drücken Sie dort lange auf das Zahnrad, bis Sie einen Hinweis über die Aktivierung des „System UI Tuner“-Menüs erhalten. Sie finden dieses danach ebenfalls unter „Einstellungen –> System“. Innerhalb des Menüs legen Sie über den Menüpunkt „Statusleiste“ das entsprechende Aussehen fest. Sie können verschiedene Symbole in der Schnellstartleiste ein- und ausblenden sowie Einträge wie die Prozent-Akkuanzeige beim Laden ergänzen. Es stehen Ihnen an dieser Stelle noch nicht so viele Funktionen wie bei einem Custom-ROM zur Verfügung. Google geht mit der Ergänzung aber in die richtige Richtung.

Längere Laufzeit für Ihr Endgerät

Google hat die Batterieansicht komplett überarbeitet und deutlich übersichtlicher gestaltet.
Vergrößern Google hat die Batterieansicht komplett überarbeitet und deutlich übersichtlicher gestaltet.

Eine der zentralen Neuerungen von Android 8.0 ist der Plan Googles, mithilfe eines restriktiveren Managements der Hintergrundaktivitäten die Batterielaufzeit eines Smartphones oder Tablets spürbar zu verlängern. Google schreibt den App-Entwicklern mit Einführung des neuen Betriebssystems vor, wie lange die Hintergrundaktivitäten der Apps andauern dürfen. Werden diese Zeitlimits überschritten, beendet Android automatisch den laufenden Prozess. Zusätzlich soll auch die Standortbestimmung – bekanntermaßen ein gewichtiger Faktor bei der Batterielaufzeit – deutlich restriktiver gehandhabt werden. Ob die Maßnahmen in Summe dafür ausreichen werden, die Laufzeit spürbar zu verlängern, werden die nächsten Monate zeigen, wenn die App-Entwickler ihre Apps angepasst haben.

Mithilfe des „System UI Tuners“ können Sie das Aussehen der Statusleiste Ihren Anforderungen anpassen.
Vergrößern Mithilfe des „System UI Tuners“ können Sie das Aussehen der Statusleiste Ihren Anforderungen anpassen.

Neben den Hintergrundaktivitäten, die zur Laufzeitverlängerung beitragen sollen, hat Google auch das Akkumenü grundlegend überarbeitet. Aus der Diagrammansicht für die voraussichtliche Laufzeit wurde eine Batterie mit Füllstandanzeige. Die Restlaufzeit ist als zusätzliche Textinformation im Fenster zu finden. Dies macht das komplette Menü deutlich übersichtlicher.

➤  Die besten Android-Smartphones im Test

Benachrichtigungen im Griff

Kategorien erlauben es Ihnen unter Android 8, die Benachrichtigungen von Apps besser zu steuern.
Vergrößern Kategorien erlauben es Ihnen unter Android 8, die Benachrichtigungen von Apps besser zu steuern.

Nicht minder interessant sind die Neuerungen, die sich Google im Umgang mit den App-Benachrichtigungen hat einfallen lassen. Abhängig von der Anzahl und Art der installierten Apps werden Sie von Whatsapp, Twitter, Facebook & Co. mit Nachrichten überhäuft. Dabei wird es bei zunehmender Anzahl von Apps und Nachrichten immer schwieriger, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Dies hat auch Google erkannt und bietet ab Android 8.0 „Benachrichtigungskanäle“ an. Damit haben die Entwickler erstmals die Möglichkeit, die Benachrichtigungen ihrer Apps in Kategorien zu unterteilen. Sie als Nutzer können anschließend diesen Kategorien verschiedene Eigenschaften zuweisen und abhängig davon die Berechtigungen steuern. Unwichtige Nachrichten lassen sich beispielsweise konsequent blockieren. Nachrichten aus wichtigen Kategorien können Sie dagegen mit einem Signal und einer Bildschirmbenachrichtigung versehen. Und: Falls Sie eine wichtige Nachricht nicht gleich beantworten wollen, ist sie nicht verschwunden. Sie können sich bei Android 8.0 auch nach 15, 30 oder 60 Minuten noch mal daran erinnern lassen.

Damit Sie wichtige Nachrichten nicht aus dem Blick verlieren, können Sie sich diese nach einer bestimmten Zeit erneut anzeigen lassen.
Vergrößern Damit Sie wichtige Nachrichten nicht aus dem Blick verlieren, können Sie sich diese nach einer bestimmten Zeit erneut anzeigen lassen.

Sie können diese Einstellungen bereits übergreifend festlegen. Allerdings bedarf es erst noch der generellen Weiterentwicklung der Apps, bevor diese Funktionen im Alltag zum Einsatz kommen.

Mit den „Notification Dots“ sehen Sie beim ersten Blick auf Ihren Startbildschirm, über welche Apps Sie neue Nachrichten erhalten haben. Whatsapp, Facebook & Co. zeigen dann einen Punkt für die neue Nachrichten.

Die Einführung von „Badges“ erlaubt es den Entwicklern einer App, direkt auf dem Startbildschirm die Anzahl neuer Ereignisse anzeigen zu lassen.
Vergrößern Die Einführung von „Badges“ erlaubt es den Entwicklern einer App, direkt auf dem Startbildschirm die Anzahl neuer Ereignisse anzeigen zu lassen.

Deutlich übersichtlicher sind auch die Hinweise zu Anwendungen im Hintergrund geworden. Wenn Sie mit dem Finger nach unten wischen, sehen Sie diese im ersten Schritt zusammen mit einigen Symbolen aus der Schnellstartleiste in einer komprimierten Form. Damit bleibt genügend Platz für aktuelle Informationen wie eingegangene Mails oder Whatsapp-Nachrichten.

Siehe auch: Samsung Galaxy S8 und S8+ im Test

Mehr Farben und Bild-in-Bild

Wenn Sie auch ein iPad Ihr Eigen nennen, ist Ihnen sicherlich der Bild-in-Bild-Modus bekannt. Sie können damit beispielsweise in einem kleinen Fenster über „Zattoo“ die Fußball-Liveübertragung anschauen und parallel dazu im Browser surfen. Dies soll für bestimmte Apps auch unter Android 8 möglich sein. Erste Dienste wie Youtube und Netflix haben bereits angekündigt, die Funktion mit einem der nächsten Updates zu unterstützen.

Mit Wi-Fi Aware zieht Android eine weitere Funktion nach, die bereits unter iOS verfügbar ist – als Airplay. Falls die Geräte die Funktion unterstützen, sollen sie miteinander kommunizieren können, ohne mit dem Internet verbunden zu sein. Dies gelingt natürlich nur, wenn die Geräte einen gewissen Abstand nicht überschreiten.

WLAN-Automatismus

In den WLAN-Einstellungen legen Sie fest, ob sich Ihr Gerät automatisch mit einem bekannten WLAN verbindet und ob Sie über offene WLANs informiert werden.
Vergrößern In den WLAN-Einstellungen legen Sie fest, ob sich Ihr Gerät automatisch mit einem bekannten WLAN verbindet und ob Sie über offene WLANs informiert werden.

Es gibt noch weitere Komfortfunktionen, die im Zusammenhang mit WLAN unter Android 8.0 Einzug gehalten haben. Falls Sie aus Sicherheitsgründen oder auch Akkuspargründen Ihr WLAN unterwegs deaktivieren, müssen Sie dies nicht extra manuell wieder einschalten, wenn Sie wieder zu Hause sind. Die neue Funktion „Verbindung zu offenen Netzwerken herstellen“ aktiviert Ihr WLAN automatisch, wenn ein solches in der Nähe ist. Es bleibt zu hoffen, dass die deutsche Übersetzung noch angepasst wird, da sie etwas irritierend ist. Im englischsprachigen Original heißt diese Funktion „Turn on Wi-Fi automatically – Wi-Fi will turn back on near high-quality saved networks, like your home network”.

Ebenfalls in den WLAN-Einstellungen können Sie die Benachrichtigung zu offenen Netzwerken aktivieren, falls keine andere Verbindung verfügbar sein sollte. Sie erhalten hier aber nur eine Benachrichtigung und können anschließend selbst entscheiden, ob Sie eine Verbindung zu diesem Netzwerk aufbauen möchten.

„Smart Text“ und „Autofill“

Sehr hilfreich ist die „Autofill“-Funktion, die bei Formularen Vorschläge für die Inhalte der vorhandenen Felder liefert.
Vergrößern Sehr hilfreich ist die „Autofill“-Funktion, die bei Formularen Vorschläge für die Inhalte der vorhandenen Felder liefert.

Nicht mehr missen wollen Sie nach kurzer Zeit sicherlich „Smart Text“, bei der nach dem Markieren eines Textes kontextbezogene Funktionen angeboten werden. Haben Sie eine Telefonnummer markiert, wird die Telefon-App angezeigt oder bei einer Adresse Google Maps. Diese Funktion ist in der aktuellen Betaversion noch nicht aktiv, soll aber bis zum Final Release nachgeliefert werden.

Bereits implementiert ist dagegen „Autofill“. Erkennt Android in der Eingabe ein Formular, schlägt es anhand der Inhalte auf dem Bildschirm Informationen für das Ausfüllen vor. Dabei kann es sich sowohl um Passwörter, Adressen, Kreditkartendaten oder andere in Ihrem Google-Konto gespeicherten Informationen handeln.

Mehr Sicherheit

Die Funktion der „Apps aus unbekannter Herkunft“ wurde angepasst: Sie vertrauen einer App als Quelle (etwa Chrome).
Vergrößern Die Funktion der „Apps aus unbekannter Herkunft“ wurde angepasst: Sie vertrauen einer App als Quelle (etwa Chrome).

Google hat aus den letzten Sicherheitsvorfällen gelernt und zeigt Ihnen nun über die Benachrichtigungen die aktiven Hintergrundaktivitäten an.

Geändert hat sich auch das Vorgehen bei der Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Diese Einstellung ist nicht mehr im Sicherheitsmenü zu finden. Wenn Sie jetzt eine APK auf Ihr Smartphone laden und ausführen möchten, erhalten Sie eine Rückmeldung, und Android Oreo bietet Ihnen die Möglichkeit, der Quelle – also Ihrem Browser – zu vertrauen. Damit werden zukünftig alle APKs, die über den Browser installiert werden, als vertrauenswürdig eingestuft.

Als letzte wichtige Neuerung überprüft Android Oreo alle installierten Apps im Hintergrund. Diese als „Google Play Protect“ verfügbare Funktion zeigt Ihnen den Sicherheitsstatus Ihres Endgeräts an. Sobald eine schädliche App erkannt wird, informiert Sie der Dienst über den Fund.

Weitere interessante Funktionen

Google hat das Aussehen der Emojis angepasst und diese deutlich runder gemacht.
Vergrößern Google hat das Aussehen der Emojis angepasst und diese deutlich runder gemacht.

Auch in dieser Android-Version hat Google die Sammlung der Emojis erweitert. Laut einem Blogartikel von Emojipedia sind genau neun neue Exemplare hinzugekommen. Darüber hinaus ist das Aussehen der Emojis angepasst worden. Diese sind jetzt deutlich runder als bei Android 7.

Im Blog von Emojipedia finden Sie einen ausführlichen Artikel mit vielen Beispielen zu Emojis und deren Veränderungen über die Android-Versionen hinweg.

Nicht nur die nonverbale Kommunikation soll verbessert werde, auch bei der Soundwiedergabe stehen Neuerungen an: So hat Google angekündigt, verschiedene Bluetooth-Audio-Codecs von Drittherstellern direkt zu unterstützen. Bestätigt sind aktuell Sonys LDAC sowie Qualcomms aptX-(HD)-Format. Ob noch weitere hinzukommen, werden die verbleibenden Releases zeigen.

Fazit

Android Oreo bietet einige neue interessante Funktionen. Die dritte Entwickler-Preview arbeitet bereits recht stabil, Sie merken jedoch an der einen oder anderen Stelle noch den Betastatus. So hat in unserem Test beispielsweise die Bluetooth-Verbindung im Auto nach wenigen Sekunden auf stumm geschaltet.

Genauso lästig sind die nicht funktionierende Batterieanzeige und die falsche Uhrzeit in der Statusleiste. Aber dies sind alles Kinderkrankheiten, die Google bis zum finalen Release im dritten Quartal in den Griff bekommen wird.

So geht's auch: Smartphone mit Android manuell flashen

Sie können Ihr Handy aber auch manuell mit der neuen Android-Firmware flashen. Nachfolgend erklären wir Ihnen, wie das funktioniert und welche Dateien dafür notwendig sind. Für diese Anleitung haben wir ein Google Pixel mithilfe des SkipSoft Unified Android ToolKits über einen Windows-PC geflasht, das von dem Entwickler Mark Skippen stammt. Das Toolkit unterstützt laut Webseite aktuell 35 Android-Geräte, zu denen auch einige Samsung-Handys wie das Galaxy S6 gehören. Alternativ können Sie Ihr Handy auch via ADB laut Google-Anleitung flashen .

Mit dem Skipsoft Unified Android Toolkit können Sie Android 8 alias Android O auf Ihrem Handy wie dem Google Pixel installieren und nutzen.
Vergrößern Mit dem Skipsoft Unified Android Toolkit können Sie Android 8 alias Android O auf Ihrem Handy wie dem Google Pixel installieren und nutzen.

Hinweis: Beim Flash-Vorgang können Fehler auftreten, die im schlimmsten Fall das Smartphone stilllegen – was als „Bricken“ bekannt ist. Das Flashen erfolgt auf eigene Gefahr. Weder der Hersteller noch wir sind verantwortlich für etwaige Schäden, die entstehen könnten.

In dieser Anleitung haben wir die Developer Preview 1 von Android Oreo im Alpha-Stadium, die nur für Entwickler gedacht ist, auf dem Google Pixel installiert. Dadurch kann es zu Fehlern oder Abstürzen einzelner Programme, aber auch des Systems kommen. Erst die Betaversion ist auch für die tägliche Nutzung gedacht.

Backup anlegen: Bevor es losgeht, sollten Sie unbedingt ein Backup Ihres Smartphones anfertigen. Das ist beispielsweise mit der Desktop-Anwendung My Phone Explorer möglich. Oder Sie nutzen die vom Hersteller bereitgestellte Software, sofern sie eine Backup-Funktion besitzt.

Android-Backup erstellen - so geht's

Android 8.0 Oreo: Downloads und Treiber installieren

Bevor Sie Ihr Android-Gerät - in diesem Fall das Google Pixel - flashen können, benötigen Sie ADB- und Fastboot-Treiber, die Android-Treiber für Ihr Handy, das Android-Toolkit und natürlich die Firmware Android Orei. Wir haben die ADB- und Fastboot-Treiber über das Android SDK heruntergeladen, den Download können Sie aber auch über das Toolkit starten.

Android SDK Tools für Windows, Mac oder Linux inklusive ADB/Fastboot-Treiber

Skipsoft Unified Android Toolkit

Finale Version von Android Oreo

Laden Sie die beiden Tools herunter und installieren Sie diese. Die Geräte-Treiber Ihres Handy werden üblicherweise automatisch installiert, wenn Sie Ihr Handy via USB an den PC anschließen. Ansonsten können Sie auch die über das Toolkit für den entsprechenden Hersteller installieren. Das Android-O-Image ist eine ZIP-Datei, die Sie nur abspeichern, aber nicht entpacken.

Smartphone vorbereiten: Bevor Sie Ihr Handy flashen können, müssen Sie "USB-Debugging" und "OEM Entsperren" in den Entwickleroptionen aktivieren. Um diese freizuschalten, tippen Sie sieben Mal auf den Eintrag "Build-Nummer" in den Einstellungen unter "System - Über das Telefon".

Google Pixel mit Android 8.0 Oreo flashen

Starten Sie das installierte Unified Android Toolkit als Administrator - Rechtsklick auf das Programm und "Als Administrator ausführen" auswählen. Jetzt arbeiten Sie in einer Eingabeaufforderung - die Bedienung: Sie tippen einen auszuführenden Befehl wie eine Zahl oder einen Buchstaben gemäß Anleitung ein und bestätigen immer mit "Enter".

Schließen Sie nun Ihr Handy via USB an den PC an. Auf dem Gerät lassen Sie die Kommunikation zwischen Smartphone und PC zu, indem Sie auf dem aufpoppendem Fenster "USB-Debugging erlauben?" "Von diesem Computer immer erlauben" aktivieren und "OK" drücken.

Toolkit : Suchen Sie Ihr unterstütztes Gerät aus der Liste und tippen Sie die davorstehende Zahl im Toolkit ein und bestätigen Sie mit Enter. Beim Google Pixel ist es "07". Nachdem das Programm nötige Dateien heruntergeladen hat, wählen Sie aus der Liste die Build-Version Ihres Smartphones aus - diese zeigt das Tool Ihnen an. Sollte keine Build-Nummer mit der Ihres Smartphones übereinstimmen, entscheiden Sie sich für die Version, die ihr am nächsten ist. Obwohl unser Pixel mit "Android 7.1.2 N2G47T" läuft, tippen wir "23" ein und wählen damit "Android 7.1.1 [Build NOF27B]" aus.

Im Main Menu des Toolkits nach der Handy-Auswahl können Sie den Bootloader entsperren und die Firmware mit Android O flashen.
Vergrößern Im Main Menu des Toolkits nach der Handy-Auswahl können Sie den Bootloader entsperren und die Firmware mit Android O flashen.

Bootloader entsperren: Um das Google Pixel zu flashen, müssen Sie nun den Bootloader entsperren. Wählen Sie dazu "3. Unlock/Re-Lock/Check your device Bootloader" und anschließend "1. Unlock Bootloader" aus. Überprüfen Sie im nächsten Schritt, ob "USB-Debugging" und "OEM entsperren" tatsächlich aktiviert sind und bestätigen Sie den Unlock-Vorgang im Toolkit mit "y" für "yes". Ihr Handy startet dann in den Fastboot-Modus beziehungsweise in das Bootloader-Menü. Highlighten Sie dann Sie dann mithilfe der Lautstärke-Wippe "Yes" aus und bestätigen Sie die Auswahl mit der Power-Taste. Der Bootloader wird entsperrt.

Nachdem Sie den Bootloader erfolgreich entsperrt haben, startet das Handy. Das kann länger als gewohnt dauern. Sobald das Handy wieder vollständig hochgefahren ist, richten Sie es erneut ein, schalten Sie die Entwickleroptionen wieder frei und aktivieren Sie USB-Debugging erneut.

Nach dem Bootloader Unlock geht's ans Flashen. Seien Sie geduldig, das kann ein paar Minuten dauern.
Vergrößern Nach dem Bootloader Unlock geht's ans Flashen. Seien Sie geduldig, das kann ein paar Minuten dauern.

Google Pixel flashen: Nun können Sie einen Custom-Recovery-Modus flashen, um relativ einfach ZIP-Dateien zu installieren oder bestimmte Einstellungen vorzunehmen. Das erfolgt im Main Menu über "6. Flash Recovery - 3. Flash TWRP Touch Recovery".

Jetzt beginnen Sie mit dem Flash Ihres Pixels. Im Main Menu wählen Sie Punkt 9 aus, um ein Stock Factory Image zu flashen. Navigieren Sie in Ihrem Windows Explorer nun in den Ordner des Toolkit-Programms "Unified_Android_ToolKit". Legen Sie dann die heruntergeladene ZIP-Datei von Android Oreo in den Ordner "put_google_factory_image_here\GooglePixel". Im Toolkit wählen Sie nach dem Kopiervorgang die Option "2. Flash Google Stock Image" aus. Bestätigen Sie die Nachfragen nach einem entsperrten Bootloader und der Image-Datei, um das Flashen des Google Pixels zu starten.

Nach dem erfolgreichen Flashen, startet das Handy neu und Sie können Android 8 nutzen.
Vergrößern Nach dem erfolgreichen Flashen, startet das Handy neu und Sie können Android 8 nutzen.

War der Flash-Vorgang erfolgreich, der etwas Zeit in Anspruch nehmen kann, dann startet das Handy automatisch und Sie müssen es nur noch einrichten.

Herzlichen Glückwunsch, Sie nutzen nun Android 8.0 Oreo!

Googles Entwickler Team beantwortet Fragen auf Reddit

Alle Fragen und Antworten zu Android O auf Reddit

Dark Mode: Google experimentiert bereits seit den Developer Previews von Android Marshmallow und Nougat mit einem nativen Nachtmodus, der nicht nur Blaulicht filtert. Die Funktion hat die Previews aber nie überlebt und schafft es auch diesmal nicht in die finale Android O-Version. Das liegt vor allem an dem großen Design-Aufwand des eigenen Systems. Jedoch auch an der Umwandlung des Looks von Apps. Es gibt bereits Anwendungen mit eigener "Dark Mode"-Funktion, was zeige, dass die Nutzer ein solches Feature stark begrüßen würden. Die Entwickler arbeiten hart an der Umsetzung.

Desktop Modus: Samsung hat mit dem DeX eine Erweiterung für sein Galaxy S8 auf den Markt gebracht, um Inhalte mit optimierter Oberfläche auf einem großen Monitor anzuzeigen. Dazu gäbe es laut Entwickler-Team aktuell keine Pläne. Man arbeite aber weiter am Fenster-Managment, um diese unter anderem in der Größe zu ändern. Der Fokus bei Android O lag aber auf der Bild-in-Bild-Funktion, die wir Ihnen weiter unten vorstellen.

Emojis: Google wird in Android O die bekannten, aber veralteten "Blob"-Emojis (dt.: Klecks) ersetzen. In den letzten Jahre hat Unicode das Spektrum an Emojis deutlich erweitert und neue Kategorien geschaffen. Außerdem erfreuen sich die größeren Stickers in Messager-Apps großer Beliebtheit. Vor diesem Hintergrund war es nun an der Zeit für eine visuelle Auffrischung.

Android O heißt: Der Name des Android-System wird mindestens genauso heiß erwartet wie der letztendliche Release der offiziellen System-Version. Wofür nun das "O" steht, verrät das Entwickler-Team jedoch nicht - er wird aber noch diesen Sommer bekannt, denn der Release steht ebenfalls kurz bevor. Zumindest haben einige Entwickler ihre eigenen Ideen preisgegeben, wie die Version heißen soll. Also können wir davon ausgehen, dass Android so nicht genannt werden wird:

Mike Cleron: Okra Pudding
Alan Viverette: Oak Tree Cookie
Selim Cinek: Android On to P
Anwar: Ovaltine
Benjamin Poiesz: Android Oobleck

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