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AMD Threadripper: Alle Infos zu den neuen Monster-CPUs

04.08.2017 | 10:25 Uhr |

Hier finden Sie alle Infos zu den Top-CPU Threadripper von AMD: Ryzen Threadripper 1950X, 1920X, 1900X und neu: 1920.

Mainboard-Hersteller leaken vierte Threadripper-CPU (4. August 2017)

Die Zahl der Ryzen Threadripper CPUs erhöht sich auf vier. Erst in dieser Woche hatte AMD mit dem Ryzen Threadripper 1900X die dritter Threadripper-CPU vorgestellt (siehe weiter unten). Die Zahl erhöht sich nun auf vier, denn diverse Mainboard-Hersteller haben mit dem Ryzen Threadripper 1920 nun auch die Informationen zu einer vierten CPU enthüllt. Zugleich ist es auch die erste Threadripper-CPU, die kein "X" im Namen trägt.

Asus erwähnt den Threadripper 1920 ebenfalls im Support-Bereich
Vergrößern Asus erwähnt den Threadripper 1920 ebenfalls im Support-Bereich

Ein Hinweis auf den Ryzen Threadripper 1920 findet sich beispielsweise auf dieser Seite bei ASRock, wo die CPU direkt unter den Informationen zum 1920X gelistet wird. Asus weist in diesem Support-Beitrag darauf hin, dass das Mainboard ROG Zenith Extreme neben dem Threadripper 1920X und 1950X auch den 1920 unterstützt.

Laut den von den Mainboard-Herstellern genannten Informationen besitzt der Threadripper 1920 wie seine "X"-Variante 12 Kerne und 24 Threads. Allerdings ist die CPU mit 3,2 bis 3,8 Gigahertz niedriger als der Threadripper 1920X getaktet. Ansonsten gibt es keine Unterschiede: L2- und L3-Cache sind mit 6 bzw 2 Megabyte identisch. Durch die niedrigere Taktung verbraucht die CPU aber mit 140 Watt statt 180 Watt weniger Strom.

Hinweise zum Preis gibt es keine, aber er muss unter dem Preis des 1920X liegen, der ab dem 10. August für 799 US-Dollar (ohne Steuern) startet.

Mit dem Neuzugang sieht die Familie der Threadripper-CPUs nun wie folgt (Preise jeweils ohne Steuer):

  • Ryzen Threadripper 1950X (16 Kerne, 32 Threads; 3,4 - 4 Gigahertz): 999 US-Dollar (ab 10. August erhältlich)

  • Ryzen Threadripper 1920X (12 Kerne, 24 Threads; 3.5/4.0 GHz: 799 US-Dollar (ab 10. August erhältlich)

  • Ryzen Threadripper 1920 (12 Kerne, 24 Threads, 3,2 -  3,8 GHz). ??? US-Dollar (ab ??? erhältlich)

  • Ryzen Threadripper 1900X (8 Kerne, 16 Threads, 3,8 / 4 GHz: 549 US-Dollar (ab 31. August erhältlich)

Im PC-WELT Preisvergleich sind zwei Modelle bereits gelistet:

AMD stellt Ryzen Threadripper 1900X vor (31. Juli 2017)

AMD hat auf der Siggraph 2017 in Los Angeles (30.7. - 3.8.) mit der Ryzen Threadripper 1900X eine dritte CPU der Threadripper-Familie vorgestellt. Der Ryzen Threadripper 1900X besitzt 8 Kerne und 16 Threads. Der Preis: 549 US-Dollar. Anders als die Ryzen-7-Variante mit ebenfalls 8 Kernen und 16 Threads passt der neue 1900X in den X399-Socket. Das gibt auch einen Geschwindigkeitsvorteil: Der Ryzen 7 ist für die X370-Plattform gedacht, die nur 20 PCIe-Lanes für GPUs und M.2-Drives unterstützt. Der 1900X unterstützt dagegen 64 PCIe-Lanes und Quad-Channel-Memory-Konfigurationen. Damit richtet sich der 1900X an PC-Nutzer, die einen Ryzen 7 für leistungsstärkere Systeme wünschen.

Der Ryzen Threadripper 1900X besitzt einen Basistakt von 3,8 Gigahertz und einen Boost-Takt von 4 Gigahertz. Was den Basis-Takt angeheht, ist der 1900X damit etwas höher getaktet als der 12-Kerner Ryzen Threadripper 1920X (3,5 Gigahertz Basis, 4 GHz Boost). Der 16-Kern Ryzen Threadripper ist mit 3,4 Gigahertz (Basis-Takt) und 4 Gigahertz (Boost-Takt) getaktet.

Bei der Präsentation des neuen Ryzen Threadripper 1900X zeigte AMD auch einige neue Benchmarks für den 1950X. Laut diesen wird der 16-Kerner etwa 55 Prozent bis 15 Prozent schneller laufen als Intels 10-Kern-CPU Core i9-7900X, die ebenfalls 1000 US-Dollar kostet. Den PC-WELT-Test zum Core i9-7900X lesen Sie hier.

Mit dem Neuzugang sieht die Familie der Threadripper-CPUs nun wie folgt:

  • Ryzen Threadripper 1950X (16 Kerne, 32 Threads; 3,4 - 4 Gigahertz): 999 US-Dollar (ab 10. August erhältlich)

  • Ryzen Threadripper 1920X (12 Kerne, 24 Threads; 3.5/4.0 GHz: 799 US-Dollar (ab 10. August erhältlich)

  • Ryzen Threadripper 1900X (8 Kerne, 16 Threads, 3,8 / 4 GHz: 549 US-Dollar (ab 31. August erhältlich)

AMD zeigt in einer Demo, wie sich ein Threadripper Ryzen 1950X mit flüssigem Stickstoff stark übertakten lässt
Vergrößern AMD zeigt in einer Demo, wie sich ein Threadripper Ryzen 1950X mit flüssigem Stickstoff stark übertakten lässt
© AMD

AMD lässt die Übertaktungs-Muskeln spielen

AMD zeigte bei der Veranstaltung auch, dass sich die Threadripper zum Übertakten eignen. In einer Demo wurde ein Ryzen Threadripper 1950X vorgeführt, bei dem alle Kerne mit flüssigem Stickstoff auf 5,187 Gigahertz übertaktet wurden. Im CineBench R15 Benchmark erreichte diese CPU einen Wert von 4.122.Weltrekord für eine 16-Kern-CPU, so AMD.

Wohl kaum jemand übertaktet seine CPUs mit flüssigem Stickstoff. Viel mehr war es AMDs Konter auf Intels Demo: Bei der Vorstellung von Skylake-X zeigte Intel in einer Demo, wie ein Core i9-7900X mit flüssigem Stickstoff auf 5,7 Gigahertz getaktet wurde. Und dabei im gleichen Benchmark einen Wert von 3.181 erzielte.

AMD zeigt Threadripper-Verpackung (25. Juli 2017)

In einem Foto auf Twitter präsentiert AMD-Chefin Lisa Su die Verpackung, mit der die neuen Threadripper-CPUs ab August an die Käufer ausgeliefert werden. Auffällig ist, dass die Verpackung doch relativ groß ausfällt, dafür aber sehr schick und hochwertig aussieht. Der AMD Ryzen Threadripper wird zunächst in den beiden Varianten 1950X (16 Kerne) für 999 US-Dollar und 1920X (12 Kerne) für 799 US-Dollar erhältlich sein. Die Verpackung ist auf der Vorderseite durchsichtig und erlaubt so einen Blick auf die CPU. Die Threadripper-CPUs sind deutlich größer als aktuell erhältliche Prozessor, daher sind auch entsprechend angepasste Lüfter notwendig. Nicht erkennbar ist, ob in der Box, die Lisa Su zeigt, auch ein Lüfter enthalten ist. In dem Tweet kündigt Su außerdem an, dass es auf der Siggraph 2017 in Los Angeles (30.7. - 3.8.) weitere Infos zum Threadripper und Radeon Vega geben wird.

AMD verrät Starttermin und Preis (13.7.2017)

AMD-Chefin Lisa Su hat verkündet, dass der Ryzen Threadripper ab Anfang August sowohl in einer 16-Kern-Variante mit 32 Threads als auch in einer 12-Kern-Variante mit 24 Threads auf den Markt komme wird.  Die 16-Kern-Variante trägt die Bezeichnung Ryzen Threadripper 1950X und ist mit einem Basistakt von 3,4 Gigahertz und mit einem Precision Boost von 4,0 Gigahertz getaktet. Der Ryzen Threadripper 1920X besitzt 12 Kerne mit einem Basistakt von 3,5 Gigahertz und einem Precision Boost von bis zu 4 Gigahertz.

Die Preise:

  • Ryzen Threadripper 1950X (16 Kerne, 32 Threads; 3,4 - 4 Gigahertz): 999 US-Dollar

  • Ryzen Threadripper 1920X (12 Kerne, 24 Threads; 3.5/4.0 GHz: 799 US-Dollar 

Weitere Infos finden Sie in diesem Beitrag.

Weitere Details zum Threadripper

Auf der Spielemesse E3 in Los Angeles hat AMD nun weitere Details zu Threadripper verraten. Demnach wird die neue CPU nicht nur in einer Variante mit 16 Kernen und 32 Kernen auf den Markt kommen (siehe Infos weiter unten), sondern auch in einer 12-Kern-Variante mit 24 Threads und SMT-Unterstützung (Simultaneous Multithreading). Die 16-Kern-Variante unterstützt zusätzlich zu SMT auch 64 PCI 3.0 Lanes. Bereits bekannt waren die Unterstützung für Quad-Channel RAM und dass die Threadripper-CPUs den neuen X399-Chipsatz verwenden. Auf der E3 wurde außerdem bekannt, dass die ersten PCs mit den neuen 12- und 16-Kern Threadripper-CPUs ab dem 27. Juli ausgeliefert werden. Weiterhin offen ist der Preis für die CPUs: Intels neuer Core-Prozessor mit 10 Kernen wird um die 1.000 US-Dollar, der mit 16 Kernen um die 1.700 US-Dollar und der mit 18 Kernen gar um die 2000 US-Dollar kosten. AMD wird diese Preise vielleicht unterbieten - oder vielleicht auch nicht...

AMD hatte auf der Computex Ende Mai zum ersten Mal die 16-Core-Prozessor Threadripper gezeigt. Davor hatte AMD immer nur von dem Prozessor geredet. Das Foto von der CPU zeigt, dass der Threadripper verhältnismäßig groß ist. Interessant ist auch die Info, dass der Threadripper nicht nur 44 PCIe-Lanes besitzt, sondern satte 64 (!) PCIe 3.0 Lanes - also 64 parallele Kanäle, die von der CPU zu PCIe führen . Aktuelle CPUs wie der Ryzen 7 oder Core i7-7700K besitzen nur 16 PCIe-Lanes und der von Intel vorgestellte neue Core i9 besitzt 44 PCIe-Lanes. 

Von den vielen PCIe-Lanes des Threadripper profitieren Nutzer, die die CPU in Verbindung mit mehreren Grafikkarten in einem System verwenden, weil der Prozessor dadurch über deutlich mehr Verbindungen gleichzeitig Daten an PCIe senden kann. Das macht sicherlich bei Spielen nicht allzu viel Sinn, aber wer seinen Rechner beispielsweise auch für die Erstellung von 4K-Videos verwendet, wird von dem Geschwindigkeits-Boost profitieren.

Auf der Computex hatte AMD auch weitere Details zu seiner 16-Kern-CPU Threadripper verraten, nachdem die CPU bereits vorher angekündigt wurde. Konkret hatte AMD nun den neuen Socket für Threadripper vorgestellt und der fällt riesig aus. Der Name TR4.

Der Hersteller Asus zeigte auf der Computex ein Mainboard namens Zenith Extreme mit TR4-Socket für den Threadripper. Das X399-basierte Mainboard besitzt acht Speicherslots für bis zu 128 Gigabyte DDR4-Speicher. Hinzu kommen vier x16 PCI-E gen. 3 Slots, ein U.2 Slot, drei M.2 Slots und 12 USB 3.1 Anschlüsse.

AMDs TR4 Socket für den 16-Kerner Threadripper
Vergrößern AMDs TR4 Socket für den 16-Kerner Threadripper
© IDG / PC-WORLD

Viel wichtiger allerdings: Auf dem Mainboard von Asus ist zu erkennen, dass der TR4-Sockel riesig ausfällt. Vor allem im Vergleich zu der Größe der neuen Core-i9-CPUs von Intel. Auf dem Foto oben sehen Sie den TR4-Sockel und in der Hand hält der Fotograf ein Metallstück von der Größe einer Core-i9-CPU (Skylake-X).

Derweil hat Intel auf der Computex den 18-Kerner der neuen Core-i9-Reihe enthüllt und damit AMDs Threadripper reagiert. Auf der E3 in Los Angeles hat Intel auch die Starttermine für die neuen Core-Prozessoren verraten.

Die Themen in Tech-up Weekly #87: Intel Core i9 mit 18 Kernen vorgestellt +++ AMD Threadripper wird riesig +++ Flache Notebooks mit GTX 1080 & Co. durch Nvidia Max Q +++ Nordkorea kopiert iPad +++ Cooles Smartphone vom Android-Erfinder +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Trump (mal wieder...)

Intel Core i9-7980XE mit 18 Kernen für 2000 USD

AMD Threadripper mit 16 Kernen

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QuickNews:

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Ursprüngliche Meldung vom 17. Mai 2017:

Der CPU-Wettkampf zwischen Intel und AMD hat eine interessante Wendung, die Intel gar nicht gefallen dürfte. AMD hat mit Threadripper für diesen Sommer eine neue CPU angekündigt. Dabei wird es sich um die erste CPU für Endanwender handeln, die über satte 16 Prozessorkerne und damit 32 Threads verfügt.

AMD kündigte die CPU am Dienstag offiziell bei einem Treffen für Finanzanalysten an, nachdem es in den vergangenen Wochen noch Gerüchte über eine mögliche 16-Kern-CPU gegeben hatte. Ursprünglich war aber davon ausgegangen worden, dass AMD die CPU frühestens auf der Computex in Taiwan Ende Mai (30. Mai bis 3. Juni) vorstellen würde. Die jüngsten Gerüchte über eine Skylake-basierte Intel-CPU Core i9 mit 12 Kernen und Hyperthreading könnte AMD allerdings dazu bewogen haben, schon früher AMD Threadripper zu präsentieren.

AMD Threadripper kommt im Sommer
Vergrößern AMD Threadripper kommt im Sommer
© AMD

Weitere Details zu AMD Threadripper? Fehlanzeige. Die wird es wohl erst zur Computex geben, dann dürfte auch der neue Sockel für AMD Threadripper vorgestellt werden. Bisher erwähnte AMD nur, dass der neue 16-Kerner "mehr Speicherdurchsatz" bieten werde.

Bis dahin kann aber kräftig über die Leistung der 16-Kern-CPU spekuliert werden. Die dürfte über der Leistung der 10-Kern Intel-CPU Core i7-6950X Extreme Edition liegen, die dem PC-WELT-Preisvergleich zufolge aktuell um die 1.720 Euro kostet. Mit der neuen Threadripper-CPU will AMD laut eigenen Angaben auf "ultra high-end of performance in desktop" abzielen. Die 32 Threads sind nicht nur für Gaming allein interessant, sondern auch für alle, die in hoher Qualität Live-Streams anbieten oder Videos in hoher Auflösung zügiger bearbeiten möchten.

AMD Ryzen 5 1600 im Test: Hexa-Core-CPU mit geilem Preis-Leistungs-Verhältnis

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