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AMD Ryzen Threadripper 2990X - 32 Kerne mit bis zu 4,2 GHz

21.06.2018 | 10:59 Uhr | René Resch

AMDs neuer Ryzen Threadripper 2990X soll 32 Kerne bieten, dabei einen 3 GHz Basistakt und bis zu 4,2 GHz im Boost-Modus. Zudem soll kein neues Mainboard nötig sein.

Schon im August 2018 soll es soweit sein. AMDs neue Generation an HEDT-CPUs (Highend Desktop) soll dann erscheinen. Durch einen Bericht der chinesischen Website HKEPC wissen wir nun auch schon etwas über die Leistung und Taktraten der frühen Muster-CPUs. Messungen wurden hier konkret vom Ryzen Threadripper 2990X, dem 32-Kern-Topmodell, gemacht und auch einem Overclocking unterzogen.

Der Threadripper 2990X benutzt Zen+ als Architektur und basiert auf vier im 12LP-Verfahren gefertigten Dies. Dadurch kann die neue CPU ähnliche Frequenzen wie ein Threadripper 1950X erreichen, dieser hatte aber nur 16 Kerne. So liegt der Basistakt bei 3 GHz statt bei 3,4 GHz, der All-Core-Boost liegt dann bei 3,4 GHz. Und der Precision Boost 2 legt noch eine Schippe drauf und boostet auf bis zu 4 GHz. Im übertakteten XFR-Boost sollen sogar bis zu 4,2 GHz erreicht werden.

Durch Zen+ sind mehrere Kerne in der Lage, höher zu takten. So lässt sich eine deutlich bessere Leistung erzielen, wenn nur wenige Kerne verwendet werden, beispielsweise in Spielen. Die TDP des Threadripper 2990X liegt bei 250 Watt und soll auch auf existierenden X399-Mainboards mit Sockel TR4 lauffähig sein, UEFI-Update vorausgesetzt.

Wie auf Screenshots zu sehen, erreicht der neue Threadripper 2990X im Render-Benchmark Cinebench R15 mit einem manuell auf 4,12 GHz festgesetzten Takt stolze 6399 Punkte. Hierfür ist natürlich eine ordentliche Wasserkühlung von Nöten. Ohne Übertaktung wird eine Punktzahl von 6100 erreicht. Zum Vergleich schaffte der alte Threadripper 1950X etwa 3000 Punkte und Intels Core i9-7980XE mit 18 Kernen kommt immerhin auf knappe 3400 Punkte.

Cinebench-Ergebnisse
Vergrößern Cinebench-Ergebnisse
© hkepc.com

Neben dem 32-Kern-Modell soll AMD auch ein 16- (Threadripper 2950X) und ein 24-Kern-Modell (Threadripper 2970X) planen.

Echt oder Fake?

Der Bericht zum neuen Threadripper sorgt nicht nur für viele Diskussionen, auch von Fake-Screenshots ist die Rede. So gebe es in einigen Screenshots Merkwürdigkeiten, etwa den Zeichensatz des CPU-Z-Screenshots. Hier hat der Menü-Punkt "Tools" einen anderen Font wie der Rest des Programms, scheint jedoch bei einem chinesischen Windows wirklich so aufzutreten.

Der besagte CPU-Z-Screenshot (Auffälligkeit bei der Font von "Tools")
Vergrößern Der besagte CPU-Z-Screenshot (Auffälligkeit bei der Font von "Tools")
© hkepc.com

Auch der Autor John Lam ist kein unbeschriebenes Blatt. Dieser hatte vor einigen Jahren schon einmal Übertaktungs-Ergebnisse gefälscht. Damals erhielt er einen einjährigen Bann, seitdem kam es jedoch zu keinen erneuten Vorkommnissen. Dem Übertakter-Team sollte zumindest klar sein, dass seine Reputation bei einem erneuten Fake von Ergebnissen komplett zerstört sein sollte.

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