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AMD Ryzen Mainboard-Check: Preise, Chipsätze, wichtige Infos

01.03.2017 | 18:35 Uhr |

Jeder Ryzen-Prozessor von AMD braucht auch ein Mainboard mit dem neuen CPU-Sockel AM4. Wir stellen Ihnen alle Ryzen-Hauptplatinen von 80 bis 330 Euro vor und zeigen die Unterschiede der Chipsätze auf.

Der Hype um AMDs Ryzen-CPU (alle Infos) ist ungebrochen, die ersten Händler sind schon " ausverkauft ". Doch was nützt ein schneller Prozessor ohne passenden Untersatz: ein AM4-Mainboard. Aktuell sind gut zwei Dutzend Ryzen-Hauptplatinen von 80 bis 330 Euro erhältlich. In der Preisklasse bis 100 Euro finden sich Micro-ATX-Boards mit dem Mainstream-Chipsatz AMD B350 wie das Asrock AB350M-HDV , das Asus Prime B350M-A und das MSI B350M GAMING PRO .
Hardcore-Gamer greifen besser gleich zu einem AM4-Mainboard mit dem Top-Chipsatz X370. Das günstigste Modell ist mit der Biostar RACING X370GT5 bereits ab 140 Euro zu haben, während die 170 Euro teure Asus Prime X370-PRO schon viel Mainboard fürs Geld bietet. Für Top-Boards wie das MSI X370 Xpower Gaming Titanium sind dann schon mehr als 300 Euro fällig. Die folgende Bildgalerie bietet einen schnellen Überblick aller Ryzen-Mainboards inklusive Preis-Check:

Neue Prozessor-Architektur = neuer CPU-Sockel + Chipsätze

AMD hat bei der CPU-Architektur des Ryzen die Anzahl der Datenleitungen und den Funktionsumfang spürbar erhöht. Unter anderem wandert PCI Express 3.0 direkt in den Prozessor. Hier stehen 16 Kanäle (Lanes) für Grafikkarten sowie vier Kanäle für SSDs zur Verfügung. Hinzu kommen vier USB-3.0-Ports. Das macht einen größeren CPU-Steckplatz mit mehr Signalkontakten nötig. Beim AM4-Sockel für den Ryzen sind es nun 1331 Pins. Dazu gibt's zum Start drei neue Chipsätze:

Der AMD X370 ist für den "Enthusiasten"-Bereich gedacht. Nur dieser Chipsatz erlaubt den Betrieb von mehreren Grafikkarten im Crossfire- oder SLI-Modus. Natürlich unterstützt der X370 die Übertaktungsfunktion Extended Frequency Range (XFR) und einen frei wählbaren CPU-Multiplikator. An Schnittstellen stehen zusätzlich bis zu 8x PCI-Express 2.0 Lanes, 2x USB 3.1 G2, 6x USB 3.1 G1, 6x USB 2.0, 4x SATA 3 und 2x M.2 zur Verfügung. Obligatorisch für alle Ryzen-Chipsätze ist ein Raid-Controller, der die Modi 0, 1 sowie 10 beherrscht.

Mit den Ryzen-CPUs will AMD endlich wieder zu Intel aufschließen und mit dem Top-Modell Ryzen 7 1800X könnte das sogar gelingen. Zum Preis von 559 Euro bekommt man einen 8-Kerner, der besonders bei der Multi-Core-Performance neue Rekorde aufstellt. Aber wie sieht es mit der Spiele-Leistung und vor allem der Temperatur und dem Stromverbrauch aus? Kann AMD Intel hier wirklich Paroli bieten? Wir haben den neuen AMD Ryzen 7 1800X im Video getestet.

Für Gamer, die nur eine Grafikkarte verwenden wollen, reicht auch der Brot-und-Butter-Chipsatz AMD B350 - von AMD im "Mainstream" eingeordnet. Er erlaubt das Übertakten des Ryzen, allerdings nicht den SLI-Betrieb. 2-Way-Crossfire ist hingegen bei einigen wenigen B350-Hauptplatinen möglich, etwa der Asus Prime B350-Plus, der Biostar B350M, GT3 und GT5 sowie den Motar-und Tomahawk-Modellen von MSI. An Anschlüssen stellt der B350 zusätzlich bis zu sechs PCI-Express 2.0 Lanes, 2x USB 3.1 G2, 2x USB 3.1 G1, 6x USB 2.0, 2x SATA 3 und 2x M.2 zur Verfügung.

An Sparfüchse richtet sich der AMD A320 , dem die OC-Funktion fehlt und die Anzahl der PCI-Express 2.0 Lanes auf vier limitiert. Zudem gibt's nur 1x USB 3.1 G2, 2x USB 3.1 G1, 6x USB 2.0, 2x SATA 3 und 2x M.2. Mainboards mit dem A320 sind noch nicht im Handel, da der Chipsatz primär für die Quad-Cores der Ryzen-3-Serie gedacht ist und Hauptplatinen im Preisbereich zwischen 40 bis 80 Euro ermöglichen soll.



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