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AMD Ryzen: Euro-Preise-Leak und kein Win-7-Support

09.02.2017 | 12:49 Uhr |

Für AMDs neue Ryzen-CPUs wird es doch keine Windows-7-Unterstützung geben. Und im Web sind die ersten Euro-Preise geleakt.

AMD hat Berichte dementiert, laut denen es für seine neue Prozessorgeneration Ryzen auch Treiber für Windows 7 ausliefern wird. Wir hatten in der vergangenen Woche ebenfalls darüber berichtet. Laut den Angaben von AMD wurde zwar Ryzen unter Windows 7 erfolgreich getestet, allerdings werde es keine offizielle Unterstützung für das betagte Windows-Betriebssystem geben. Das berichtet unsere US-Schwesterpublikation PC-WORLD, die eine entsprechende Mitteilung von AMD erhielt.

Laut dem AMD-Statement wurde Ryzen (Codename: Summit Ridge) sowohl unter Windows 7 als auch Windows 10 ausgiebig und erfolgreich durchgetestet. Trotzdem werde es aber nur für Windows 10 eine Unterstützung und Treiber geben.

Damit folgt AMD der Position, die auch Microsoft und Intel gegenüber Windows 7 vertreten. Microsoft hatte im Januar 2016 bereits angekündigt, dass sowohl Intel Kaby-Lake-CPUs als auch AMDs Ryzen-CPUs nur Windows 10 unterstützen werden. Im August 2016 hatte Microsoft dies noch einmal bekräftigt.

Deshalb unterstützen moderne CPUs (und GPUs) kein Windows 7 mehr

Der einfache Grund: Windows 7 wurde zu einer Zeit entwickelt, in der sich die Prozessor-Hersteller noch überhaupt keine Gedanken über die CPUs der Kaby-Lake- und Ryzen-Generation machten. Entsprechend konnten bei der Entwicklung von Windows 7 die Features der neuen CPU-Generationen noch gar nicht berücksichtigt werden.

Selbst wenn AMD die Ryzen-CPUs unter Windows 7 erfolgreich getestet hat, kann dies auch nur bedeuten, dass ein Windows-7-System erfolgreich mit einer Ryzen-CPU booten kann, aber deshalb noch lange nicht alle Ryzen-Funktionen auch tatsächlich unterstützt. Außerdem kann es auch zu Kompatibilitätsproblemen kommen, die seitens Microsoft niemals gelöst werden, nachdem der Mainstream-Support für Windows 7 bereits im Jahr 2015 endete und sich das Betriebssystem derzeit und noch bis ins Jahr 2020 nur noch im erweiterten Support befindet.

Erste Euro-Preise für Ryzen-CPUs geleakt

Derweil sind im Netz die ersten Euro-Preise für die neuen Ryzen-CPUs geleakt. Laut dieser spanischen Website wird es die Ryzen-CPUs in fünf Varianten zum Start geben. Das Top-Modell wird AMD Ryzen 7 1800X heißen und acht Kerne besitzen, die mit 3,6 GHz bzw. 4 GHz (Turbo) getaktet sind. Der Preis: 600 Euro. Intel verlangt für eine von den Kernen und Taktung her vergleichbare CPU fast das doppelte.

Die weiteren Modelle: AMD Ryzen 7 1700X (8 Kerne, 3,4 GHz - 3,8 GHz) für 470 Euro, AMD Ryzen 7 1700 (8 Kerne bis zu 3,7 GHz) für 390 Euro. Keine Preisangaben gibt es dagegen derzeit noch für die Ryzen-CPU mit sechs Kernen, die den Namen AMD Ryzen 5 1600X tragen soll und deren Kerne mit bis zu 3,7 GHz (im Turbo) getaktet sein sollen. Der AMD Ryzen 5 1400X soll dagegen nur 4 Kerne besitzen, die mit bis zu 3,4 GHz getaktet sein sollen.

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