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AMD Ryzen CPU: Erste Spiele-Benchmarks durchgesickert

28.02.2017 | 16:01 Uhr |

Wie gut ist AMDs Ryzen-CPU im Spiele-Einsatz? Die Chinesen lassen es mal wieder als erstes durchsickern.

Einen regelrechten Hype hat der Ryzen-Prozessor von AMD (alle Infos) ausgelöst. Die drei vorbestellbaren Ryzen-CPUs führen die Verkaufscharts an - die ersten Händlern melden schon "ausverkauft". Doch über die wahre Leistungsfähigkeit des Ryzen-Prozessors gibt es überwiegend nur Benchmarks von AMD selbst - und diese beruhen meist auf synthetischen Tests.

Doch nun sind in dem PC-Technik-Forum PC EVA in einem Post zu AMDs Ryzen erste Spiele-Benchmarks aufgetaucht. In dem Duell AMD gegen Intel lassen die chinesischen Tester den AMD Ryzen 7 1700X gegen den Intel Core i7 6800K antreten. Beide CPUs kosten rund 440 Euro, allerdings verfügt der AMD-Prozessor über acht Rechenkerne, während sich das Intel-Modell mit sechs begnügen muss.

AMD Ryzen im Preisvergleich anschauen

Wie die folgende Tabelle mit allen "geleakten" Spiele-Benchmarks zeigt, gewinnt der Ryzen 7 1700X den Vergleich - wenn auch sehr knapp. Dafür soll nach Angaben der chinesischen Tester das AMD-System sowohl im Leerlauf als auch unter Volllast jederzeit eine geringere Leistungsaufnahme ausgewiesen haben als das Intel-Testsystem.

AMD Ryzen 7 1700X vs. Intel Core i7 6800K: durchschnittliche Bildrate

Spiel

AMD Ryzen 7 1700X

Intel Core i7-6800K

Ashes of the Singularity

47

45

Battlefield 1

82

82

Call of Duty: Infinite Warfare

87

89

Civilization 6

71

62

CS GO

298

284

Deus Ex: Mankind Divided

39

39

DOOM

123

122

H1Z1 - King of the Hill

88

84

Hitman

60

59

Rise of the Tomb Raider

46

45

Tom Clancy's The Division

64

60

World of Tanks

117

115

Nach Angaben der chinesischen Tester waren beide Testsysteme nahezu identisch konfiguriert, lediglich beim Arbeitsspeicher hatte der Intel-Prozessor mit DDR4-2400 einen kleinen Vorteil vor dem AMD-System, das auf DDR4-2133 zurückgreifen musste. Als Grafikkarte kam ein Modell auf Basis der AMD-GPU Radeon RX 480 mit 8 Gigabyte GDDR5-Speicher zum Einsatz.

Neben der nicht optimal gewählten Grafikkarte haben die Chinesen wahrscheinlich auch nur in Full-HD-Auflösung getestet. Aufschlussreicher wären höhere Auflösung und eine stärkere Grafikkarte auf dem Niveau einer Geforce GTX 1080 gewesen.
Wie bei allen "geleakten" Benchmark-Ergebnissen sind auch diese mit Vorsicht zu genießen. Wer wissen will, was AMDs Ryzen wirklich drauf hat, sollte die Messungen der Fachpresse abwarten - Anfang März endet die Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA).
  

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