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AMD: 7-nm-Chips nur noch von TSMC, GlobalFoundries behält Ryzen mit 12 nm

28.08.2018 | 13:38 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

AMD spaltet seine Prozessoren-Produktion auf. Alle nagelneuen CPUs und GPUs im 7-nm-Verfahren, darunter die nächsten Ryzen-Chips, kommen exklusiv von TSMC. Der bisherige Hersteller Global Foundries behält Ryzen & Co. im 12- und 14-nm-Verfahren.

AMD wird seine neuen Prozessoren, die im 7-nm-Verfahren produziert werden (von AMD als Zen-2-CPU- beziehungsweise Navi-GPU-Architektur bezeichnet), nicht mehr von seinem langjährigen Fertigungspartner Global Foundries, sondern von TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) herstellen lassen. TSMC ist nach Intel und Samsung der größte Halbleitersteller weltweit. TSMC produziert unter anderem Chips für Apple, Nvidia und Qualcomm.

Zdnet berichtet, dass AMD alle im 7-nm-Verfahren gefertigten Prozessoren von TSMC produzieren lassen will. Die neue 7-nm-Generation ist für AMD strategisch besonders wichtig, weil sich Intel mit der 7-nm-Architektur nach wie vor schwer tut und AMD hier einen Vorsprung gewinnen könnte. Auch bei den Vega-20-GPUs setzt AMD auf die 7-nm-Technologie.

AMD arbeitet nach eigener Aussage bereits mit TSMC bezüglich der 7-nm-Fertigung zusammen. Noch 2018 will AMD seine erste 7-nm-GPU vorstellen. 2019 soll dann die erste im 7-nm-Verfahren produzierte Server-CPU folgen. Die bisherigen Ergebnisse seien sehr vielversprechend.

Bei Global Foundries soll dagegen die Fertigung im 14-nm- und 12-nm-Verfahren bleiben. Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Global Foundries produziert bereits für AMD die aktuellen Ryzen-Prozessoren im 12-nm-Verfahren. Alle derzeitigen Ryzen-, Radeon- und Epyc-Chips (Zen- und Zen+-Architektur) kommen von Global Foundries.

Global Foundries ist aus der 2009 aus AMD ausgegliederten Halbleiterfertigung hervorgegangen und gehört Advanced Technology Investment Company, einem Investmentfonds aus Abu Dhabi. AMD hält keine Anteile an Global Foundries, das unter anderem in Dresden eine große Fabrik für die Halbleiterfertigung betreibt. Neben AMD sind auch noch viele andere Unternehmen Kunden von Global Foundries.

Global Foundries teilte dazu mit , dass es sein 7-nm-Programm beenden werde und stattdessen seine 14- und 12-nm-Plattformen für stark wachsende Märkte relevanter machen wolle. Global Foundries denkt hierbei zum Beispiel an Automotive und das Internet der Dinge oder Mobilfunkgeräte. Die Umstrukturierung dürfte mit einem Stellenabbau verbunden sein, wie das Unternehmen mitteilt.

AMD teilte außerdem mit, dass es mit Global Foundries über die Lieferung von Wafern für die 7-nm-Produktion bei TSMC verhandle. Wafer sind die Grundplatte für elektronische Bauteile.

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