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Amazon: ver.di ruft Beschäftigte zum Streik auf

01.10.2018 | 16:12 Uhr | Denise Bergert

Die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft ver.di ruft Amazon-Mitarbeiter am heutigen Abend zum bundesweiten Streik auf.

Um den bundesweiten Feiertag am Mittwoch kann es bei Online-Versandriese Amazon zu Lieferverzögerungen kommen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die hiesigen Mitarbeiter des US-Konzerns für den heutigen Abend zu Arbeitsniederlegungen aufgefordert . Betroffen sind die Amazon-Standorte in Bad Hersfeld, Koblenz, Leipzig, Rheinberg und Werne.

Amazon wird in Deutschland durch die Gewerkschaft bereits seit einigen Jahren immer wieder bestreikt. Gegen die Forderungen nach Tarifverträgen für die Amazon-Beschäftigten wehrt sich das Unternehmen auch weiterhin hartnäckig. In den vergangenen Wochen war es bereits verstärkt zu Streiks an mehreren Amazon-Standorten gekommen. Um die Belegschaft zu beruhigen, hatte Amazon vor Kurzem einseitige Lohnerhöhungen von 2 bis 2,7 Prozent angekündigt. Für ver.di ist dieses Angebot jedoch nicht ausreichend.

„Ohne die ausdauernden Streiks der letzten Jahre würde es wahrscheinlich bis heute keinen Cent mehr Lohn bei Amazon geben. Das weiß die Belegschaft genau. Wer um 4,5 Millionen US-Dollar pro Stunde reicher wird, kann seinen Beschäftigten wenigstens verlässliche Einkommen und rechtsverbindliche Lohnzuwächse bieten. Einseitige Lohndiktate können morgen wieder geändert werden. Sicherheit bietet nur ein Tarifvertrag,“ erklärt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die ver.di-Forderung nach einem Gesundheitstarifvertrag lehnt Amazon ebenfalls ab. „Wenn die Amazon-Beschäftigten gesund die Rente erreichen wollen, benötigen sie heute Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen. Körperliche und psychische Belastungen müssen verringert oder vermieden werden, die lückenlose Überwachung und Kontrolle an den Arbeitsplätzen wollen wir stoppen“ , so Nutzenberger. 

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