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Amazon Prime Video: BLM verbietet "Pastewka"-Folge

21.01.2019 | 17:25 Uhr |

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat den Stream der 4. Folge der 8. Staffel von "Pastewka" verboten. Die Gründe.

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat am Montag angeordnet, dass Amazon Prime Video ab sofort nicht mehr die vierte Folge der achten Staffel der Serie "Pastewka" anbieten darf. Die Folge mit dem Titel "Das Lied von Hals und Nase" verstoße gegen das Verbot für Schleichwerbung.

"Die gesamte Folge ist – vor allem in Bezug auf die Marke Mediamarkt – von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind", heißt es in der Entscheidung der BLM. Für die Folge gelte das Schleichwerbeverbot des Rundfunkstaatsvertrags. Die BLM ist für die Aufsicht des Angebots der Amazon Instant Video Germany GmbH zuständig, weil diese Amazon-Gesellschaft ihren Sitz in Bayern hat.

In der betreffenden Folge landet der Serienheld Pastewka mit seinem Wohnmobil auf einem Parkplatz von Mediamarkt und wird dort ein Fan der Serie "Game of Thrones". Amazon kann gegen die Entscheidung der BLM noch Einspruch einlegen. Vermutlich ist deshalb auch die Folge noch nicht aus dem Amazon-Video-Programm entfernt worden.

Bereits im Februar 2018 hatte das Medienmagazin Horizon.net über die besagte Folge und den Vorwurf der Schleichwerbung berichtet.

Wegen der fehlenden Produktplatzierungs-Kennzeichnung verwies Amazon auf die zuständige Produktionsfirma Brainpool. Diese erklärte allerdings, dass es in der Serie keine Produktplatzierung gäbe. Im konkreten Fall habe man den Parkplatz von Mediamarkt angemietet und die "produktionsübliche Miete" gezahlt. Auch Mediamarkt verneinte seinerzeit jegliche weitere Form der Zusammenarbeit.

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