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Amazon: Namen und Mailadressen von Kunden lagen offen

23.11.2018 | 09:20 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Amazon hat Namen und Mailadressen einer unbekannten Zahl von Kunden auf seiner Webseite frei veröffentlicht. Wegen eines technischen Fehlers. Update.

Update 23.11., 09.20 Uhr: PC-WELT fragte bei Amazon um eine Stellungnahme nach. Doch Amazon sagte uns nicht mehr als es zuvor bereits den US-Kollegen mitgeteilt hatte: "Wir haben das Problem behoben und die Kunden informiert, die möglicherweise betroffen waren." Es handelte sich laut Amazon nicht um einen Hackerangriff, sondern um einen technischen Fehler. Bei der Panne wurden entweder nur die Mailadresse eines Kunden oder aber dessen Mailadresse und dessen Name veröffentlicht.

Insbesondere wollte uns Amazon nicht sagen, auf welcher Amazon-Seite die Mailadressen und Namen veröffentlicht wurden und wie wahrscheinlich es ist, dass die Daten dort abgegriffen wurden. Davon hängt ab, ob die Mailadressen zum Beispiel für Phishing-Angriffe verwendet werden können. Außerdem äußerte sich Amazon nicht dazu, ob auch Kunden aus Deutschland betroffen sind. Dies scheint jedoch tatsächlich der Fall zu sein.

Heise scheint allerdings in Erfahrung gebracht zu haben, welche Amazon-Kunden konkret betroffen sind: Nämlich solche, die eine Produktrezension geschrieben haben. Allerdings nicht alle Rezensenten, sondern anscheinend nur ein Teil davon. Doch da Amazon wie gesagt keinerlei Details dazu verrät, kann diese Vermutung nicht sicher bestätigt werden. Update Ende

Amazon hat auf seiner Webseite die Mailadressen von einer nicht genannten Zahl von Amazon-Kunden veröffentlicht, wie unter anderem Techcrunch berichtet. Aufgrund eines „technischen Fehlers“, wie Amazon in einer Mail an die betroffenen Kunden erklärt. Amazon habe das Problem laut den Angaben in der Mail bereits gelöst. Für die betroffenen Kunden bestehe kein Grund, ihr Amazon-Passwort zu ändern. Die betroffenen Kunden träfe auch keine Schuld.

Auf Nachfrage von US-Medien erklärte ein Amazon-Sprecher, dass nicht nur die Mailadressen versehentlich veröffentlicht wurden, sondern auch die Namen der Kunden. Amazon habe alle betroffenen Kunden per Mail informiert, ein Beispiel für solch eine Mail wurde hier auf Twitter veröffentlicht.

Details zu dem Fehler und zur Zahl der betroffenen Kunden verrät Amazon jedoch nicht. Amazon verneint jedoch, dass es sich um einen Einbruch in die Amazon-Server gehandelt habe.

Laut Techcrunch haben Amazon-Kunden aus den USA und Europa diese Mail von Amazon erhalten. Eine betroffene Amazon-Kundin aus Großbritannien stellt auf Twitter die Frage, ob und wie sich Amazon bei diesem Vorfall in Bezug auf die DSGVO verhalten müsse und Kunden dementsprechend detailliert informieren müsse. Auch in Amazon-Foren sorgte diese Amazon-Warnmail für Diskussionen.

Die Panne passierte zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, nämlich während der gerade laufenden Amazon-Cyberweek mit vielen aktuellen Schnäppchen, über die wir tagesaktuell berichten. Außerdem verkauft Amazon auch Echo, Fire TV, Kindle, Tablets, Kameras um bis zu 50 Prozent günstiger.

 

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