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Amazon: Nächste Runde im Streit um Domain .amazon

30.10.2017 | 16:15 Uhr |

Die Anrainerstaaten des Amazonas lassen sich auch mit einem neuen Angebot nicht zur Vergabe der Domain-Endung .amazon an den Online-Versandhändler Amazon überreden.

Seit vier Jahren tobt ein Streit zwischen Online-Händler Amazon und der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), die Domain-Namen und -Endungen vergibt. Der Online-Händler möchte sich die Top-Level-Domain-Endung .amazon sichern. Die Anrainer-Staaten des Amazonas, denen die Domain eigentlich zusteht, wollen jedoch nicht einwilligen. Mitte 2013 wurde die Amazon-Bewerbung abgelehnt. Es folgte ein jahrelanger Streit um .amazon.

Im Herbst wollte Amazon den Anrainerstaaten die Vergabe der Domain schließlich mit einem besonderen Angebot schmackhaft machen. Sollten die Anrainerstaaten der Vergabe von .amazon durch die ICANN an Amazon zustimmen, wollte der Online-Versandriese wiederum Bewerbungen der Länder für die Domains amazonia, amazonas und amazonica sponsorn. Bei der Jahrestagung der ICANN in Dubai kassierte Amazon von Argentinien, Brasilien und Peru dafür jedoch eine Absage .

Erst kürzlich hatten externe Schlichter Amazon im Streit mit der ICANN Recht gegeben. Die Behörde hätte der Zuteilung von .amazon an den Online-Händler zustimmen müssen. Auf Basis dieses Urteils könnte Amazon die ICANN nun auf dem Rechtsweg zur Vergabe zwingen. Mit dieser Taktik hatte bereits der Bewerber um die Domain .xxx Erfolg. Es bleibt abzuwarten, ob auch Amazon den Rechtsweg wählen wird.  

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