2262755

Amazon Go: Kassenloser Supermarkt kommt später

28.03.2017 | 16:33 Uhr |

Amazon muss seinen kassenlosen Supermarkt Amazon Go auf unbestimmte Zeit verschieben.

Mit Amazon Go wollte der Online-Versandhändler das Einkaufen im Supermarkt grundlegend umkrempeln: Kassen suchte man in den Testläden vergeblich, stattdessen wurden in den Wagen gelegte Artikel automatisch erfasst. Beim Verlassen des Geschäfts wurde der summierte Betrag abgebucht.

In der Praxis erwies sich dieses System jedoch als wenig verlässlich. Bei mehr als 20 Kunden kam das kassenlose Konzept aus dem Tritt. Aus diesem Grund hat Amazon seine Supermarkt-Ambitionen laut Wall Street Journal auf unbestimmte Zeit verschoben. Bei einem Testlauf in den USA mussten Amazon-Angestellte als Kunden herhalten, die Abrechnung hatte bei diesen Versuchen auch gut funktioniert. Sobald es jedoch über 20 Kunden werden, die sich gleichzeitig im Supermarkt aufhalten, konnte das System die Position der Kunden jedoch nicht mehr korrekt ermitteln. Auch die Erkennung der aus dem Regal entnommenen Artikel funktionierte dann nicht mehr. Im Gegenzug müssten sich die Kunden sehr langsam bewegen – wenig praxistauglich. Ursprünglich war geplant, dass der erste Amazon-Go-Supermarkt Ende März seine Tore öffnet. Dieser Termin wurde jetzt auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Die Idee des kassenlosen Supermarkts von Amazon setzt eine App auf dem Smartphone voraus, die den Kunden beim Betreten des Geschäfts eindeutig identifiziert. Auch die Abbuchung beim Verlassen des Geschäfts erfolgt über das herkömmliche Amazon-Konto. Im Gegenzug entfällt die Zeit für das Anstehen an der Kasse und das Auflegen der Artikel auf das Kassenband. Um dies zu gewährleisten, muss die Erfassung der Kunden und Artikel jedoch einwandfrei funktionieren. Wenn durch Probleme bei der Anmeldung Wartezeiten entstehen, schmälert dies das futuristische Einkaufserlebnis deutlich. Ob Amazon das Projekt komplett einstampft oder in verbesserter Form doch noch umsetzen kann, bleibt offen.

Amazon hat seinen ersten eigenen Supermarkt eröffnet. Der Amazon Go genannte Laden kommt völlig ohne Kasse und Warteschlangen aus. Der Kunde meldet sich beim Betreten über eine Smartphone-App an. Jedes Produkt, das er aus dem Regal nimmt, wird automatisch seinem Warenkorb hinzugefügt und beim Verlassen des Geschäfts über das Amazon-Konto abgerechnet. Ab Anfang 2017 soll jeder in diesem Supermarkt der Zukunft einkaufen können.

Diese Tools sparen Geld beim Einkaufen

0 Kommentare zu diesem Artikel
2262755