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Amazon Fire TV Stick 4K im Test

25.11.2018 | 09:09 Uhr |

Mit dem Fire TV Stick 4K macht Amazon alles besser als beim Vorgänger. Für kleines Geld gibt es einen starken Media-Streamer-Stick. Der Test.

Schon erstaunlich, was so alles in dem kleinen, handlichen Fire TV Stick 4K steckt für nur 59,99 Euro . So viel, dass er sich nicht vor den teureren Konkurrenten, wie Apple TV 4K (ab 199 Euro) oder Nvidia Shield TV (ab 199 Euro) verstecken muss. Er schlägt den auch mittlerweile nicht mehr erhältlichen Fire TV mit 4K, der knapp 70 Euro kostete.

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Wer am Fernseher Streaming mit maximal 4K und HDR genießen will, erhält mit dem Fire TV Stick 4K ein hervorragendes Gadget zu einem äußerst attraktiven Preis. Aber der Reihe nach.

Fazit: Fire TV Stick 4K im Test

Fire TV Stick 4K im PC-WELT-Test
© Amazon

Der Fire TV Stick 4K ist starker Media-Streaming-Stick zu einem äußerst günstigen Preis und mit einer hervorragenden Fernbedienung sowie technischen Finessen. Film- und Serienfans werden hervorragend bedient. Kein anderes Media-Streaming-Gerät bietet zu diesem günstigen Preis ein so großes 4K-Vergnügen.


Pro:
* Bis zu 4K HDR (HDR10+), Dolby Vision mit 60 Bildern/Sekunde
* Sprach-Fernbedienung steuert auch TV- und andere Geräte
* Sehr attraktiver Preis
Contra:
* Keine Apps wie YouTube, Kodi
* Werbung auf der Oberfläche
* Oberfläche zu überladen mit Menge von Kacheln

Fire TV Stick 4K: Kinderleichte Einrichtung

Was beim Auspacken sofort auffällt ist die neue, überarbeitete Fernbedienung mit Alexa-Voice-Unterstützung. Endlich befinden sich auf der Alexa-Fernbedienung zwei Knöpfe zum Regeln der Lautstärke. 

Den Fire TV Stick 4K per HDMI mit dem Fernseher verbinden, Netzteil anschließen (ein USB-Stecker plus Kabel liegt bei), 2 AAA-Batterien in die Fernbedienung einlegen (ebenfalls mitgeliefert) und TV einschalten. Die Einrichtung der WLAN-Verbindung ist kinderleicht und schon kann es losgehen. Naja, fast…. Zunächst aktualisiert sich der Fire TV Stick 4K mit einem ersten Update. Nach einer kleinen Kaffeepause und paar Minuten später kann es dann aber doch endlich losgehen…

Sie verknüpfen Fire TV Stick 4K mit ihrem Amazon-(Prime)-Konto und können dann ein paar Lieblings-Apps auswählen, inklusive Firefox für TV. Schön gemacht und wie bereits bei den Vorgängern: Ein kurzes Einführungsvideo erklärt alle grundlegenden Funktionen ihres neuen Spielzeugs.

Fire TV Stick 4K: Mehr Leistung macht sich sofort bemerkbar

Beim ersten Herumspielen und Navigieren auf der Oberfläche macht sich die deutlich schnellere CPU im Stick im Vergleich zum Vorgänger schnell bemerkbar. Da ruckelt und zuckelt nichts, sie wechseln blitzschnell zwischen den Menüs und Apps. Und kaum ist eine App gestartet, kann es schon mit dem Streaming losgehen. 

Im Fire TV Stick 4K steckt eine 4-Kern-CPU, die mit 1,7 GHz getaktet ist. Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur 1,5-GHz-CPU des Vorgängers, die teilweise mit Performance-Schwächen zu kämpfen hatte.

Auch die GPU (IMG GE8300) arbeitet schneller und zaubert die Fire-TV-Oberfläche auf Wunsch im schicken 4K und mit HDR auf den Bildschirm. Zur weiteren Ausstattung gehören 8 Gigabyte interner Speicher, Dualband-WLAN mit zwei Antennen (MIMO) für schnelleres Streamen und Bluetooth 4.2 (mit BLE).

Unterstützt HDR10+ und Dolby Vision

Der Fire TV Stick 4K ist außerdem kompatibel zu Dolby Atmos und unterstützt Dolby Vision, HDR 10 und HDR 10+. Inhalte können mit maximal 2160p und 60 Bildern pro Sekunde dargestellt werden. Auf Wunsch erscheint sogar die Oberfläche mit HDR-Glanz, was sich aber in den Einstellungen abschalten lässt.

Natürlich werden auch 1080p und 720p unterstützt. Im Gegensatz zum Fire TV der dritten Generation, der nicht mehr erhältlich ist, unterstützt Fire TV Stick 4K bei der 4K-Wiedergabe nicht nur HDR 10, sondern auch Dolby Vision und HDR10+. Filmfans dürfen sich also freuen, denn sie können die Inhalte nun mit szenenbasierter Farboptimierung genießen. Wer auch noch eine Dolby-Atmos-kompatible Anlage besitzt, erhöht den Hörgenuss merklich.

Voraussetzung ist natürlich immer, dass die Inhalte auch entsprechend gestreamt werden. Sowohl Netflix als auch Amazon haben aber immer mehr 4K-Inhalte mit HDR zur Auswahl.

Wer auf HDR10+ oder Dolby Vision besonders großen Wert legt, der kommt am Fire TV Stick 4K nicht vorbei. Uns ist kein anderer Media-Streaming-Stick mit HDR10+-Unterstützung bekannt. Dolby Vision unterstützt zwar Google Chromecast Ultra, der kostet aber mit 79,99 Euro (UVP) auch 20 Euro mehr. Und auch Apple TV 4K unterstützt Dolby Vision, kostet aber mindestens 140 Euro mehr.

Fire TV Stick 4K lohnt sich auch ohne 4K-Fernseher

Die neue Fernbedienung des Fire TV Stick 4K kommt mit mehr Tasten
Vergrößern Die neue Fernbedienung des Fire TV Stick 4K kommt mit mehr Tasten
© Amazon

Deutlich mehr Leistung und zukunftssicher: Der Fire TV Stick 4K lohnt sich auch dann, wenn Sie nur einen 1080p-Fernseher besitzen. Die neue Fernbedienung mit Alexa-Sprachsteuerung ist besser als beim  Vorgängermodell, so dass sich ein Wechsel lohnt.

Wie bereits erwähnt besitzt die neue Fernbedienung nun zwei Tasten, mit denen die Lautstärke verändert werden kann. Endlich.

Hinzu kommt aber auch ein Infrarot-Sender, mit dem viele kompatible infrarotgesteuerte Geräte bedient werden können. „Fernseher, Soundbars und Receiver“, nennt Amazon als Beispiel. Über HDMI-CEC kann Fire TV auch automatisch den Fernseher einschalten.

Wer also nur mal schnell eine Serienepisode streamen möchte, der muss im besten Fall nur zu einer Fernbedienung greifen.

Eine weitere Taste auf der Fernbedienung ist ebenfalls neu: Die Mute-Taste. Sehr schön und immer noch besser als "Alexa, halt die Klappe" zu rufen. Womit wir zu den Sprachbefehlen kommen.

Steuerung per Sprachbefehle – die Alexa-Fernbedienung

Die Fernbedienung besitzt auch bei dem neuen Modell des Fire TV ein Mikrofon, so dass man den Fire TV Stick 4K auch per Sprachbefehle steuern kann. Und nicht nur das: Es können auch kompatible Smart-Home-Geräte angesteuert werden. So können Sie sich beispielsweise die Live-Bilder einer Überwachungskamera auf dem TV-Bildschirm anzeigen lassen. Oder Sie steuern beim Fernsehen ihre Thermostate oder Lampen. Welche Geräte kompatibel sind, verrät diese Amazon-Seite.

Ebenfalls über Sprache steuerbar sind über den Infrarot-Sender in der Fernbedienung Fernseher, Soundbars und Receiver. Sie können also den Fernseher auch per Sprachkommando leiser stellen.

Mit der Sprachsteuerung können Sie auch gezielt nach einem Film oder Schauspieler beispielsweise in Netflix oder der Amazon-Video-App suchen. Oder Sie lassen sich eine Wettervorhersage anzeigen, aktuelle News (von der Tagesschau in 100 Sekunden) vorlesen oder pausieren oder spulen die Wiedergabe vor.

Ob eine Sprachsteuerung möglich ist, hängt von der jeweiligen App ab. Die wichtigsten Apps unterstützen diese aber.

Mit der Zeit ist die Spracherkennung von Alexa deutlich besser geworden. Ob sie die Fernbedienung gänzlich ersetzt, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Eine komfortable Alternative ist die Sprachsteuerung aber allemal.

Gerade für Einsteiger ist nicht auf Anhieb ersichtlich, auf welche Kommandos Alexa eigentlich reagiert. Unser Tipp: in den Fire TV-Einstellungen finden Sie den Menüpunkt „Alexa“, in dem Sie alles Wissenswerte rund um Alexa erfahren.

Die Oberfläche vom Fire TV Stick 4K: Schick, zweckmäßig und mit Werbung...

Große Änderungen an der Oberfläche hat Amazon nicht in petto. Weiterhin wird auf eine Kacheloberfläche mit anpassbaren Zeilen gesetzt. Auf der Suche nach neuen Inhalten scrollt man nach unten und zur Seite.

Im oberen Bereich können Sie die häufig genutzten Apps festtackern und haben so einen schnelleren Zugriff. Über Empfehlungen gelangen Sie auch schneller an neue oder interessante Inhalte bei Amazon Prime Video oder Netflix (und anderen Apps).

Die Netflix-App ist übrigens nicht vorinstalliert, erscheint aber gleich auf der Startoberfläche und wird von dort direkt zur Installation angeboten. Solange die Netflix-App nicht installiert und eingerichtet ist, werden auch keine Film- und Serienvorschläge angezeigt, die zu Netflix führen. Logisch.

Eine Youtube-App-Kachel erscheint auf der Oberfläche, aber es gibt weiterhin keine native YouTube-App für den Fire TV. Stattdessen wird man nach Auswahl der Youtube-App dazu aufgefordert, Youtube über den mitgelieferten Amazon Silk Browser oder Firefox aufzurufen. Das funktioniert zwar auch, ist aber halt nicht so komfortabel wie eine native App für die Youtube-Nutzung.

Als etwas nervig empfinden wir die ständigen Werbeeinblendungen auf der Oberfläche, mit denen Amazon auf seine Angebote aufmerksam macht. Vor allem dann, wenn man beispielsweise die vorgeschlagene Serie bereits gesehen hat. Hinzukommen „Gesponsert“-Werbeeinblendungen, mit denen man zum Kauf oder zur Installation von Apps motiviert werden soll. Aber offenbar muss man diesen „Preis“ bezahlen, wenn man einen günstigen 4K-Media-Streaming-Stick von Amazon haben möchte…

Die Auswahl an Apps ist nicht riesig, aber das ist man schon gewohnt. Die wichtigsten Mediatheken sind vorhanden und auch die wichtigsten Streaming-Dienste. Mal abgesehen von Skyticket, was nicht unbedingt an Amazon liegen muss. Wenn man Kodi, Twitch, Youtube oder andere sinnvolle Media-Streaming-Stick-Apps auf dem Fire TV Stick nutzen will, muss man einen unkomfortablen Umweg gehen. Hier könnte sich Amazon mal mehr öffnen und eine größere Vielfalt zulassen. Das Ganze basiert ja schließlich auf Android und wäre kein allzu großes Problem. Bis dahin empfehlen wir Ihnen die folgenden beiden Artikel:

So schauen Sie weiterhin YouTube auf Ihrem Fire TV

Apps per Sideloader auf dem Fire TVinstallieren

Eine Auswahl der besten Fire TV-Apps finden Sie in diesem Beitrag.

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