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Amazon Echo, Echo Plus und Echo Dot mit Alexa im Test

05.12.2017 | 11:00 Uhr |

Was leisten Amazon Echo, Echo Plus und Echo Dot mit der Sprachassistentin Alexa für Internetnutzung, Shopping, Unterhaltung und im Smart Home? Wo sind die Grenzen der smarten Lautsprecher? Ausführlicher Test.

Echo, Echo Plus, Echo Dot – diese Echo-Geräte gibt es

Amazon bietet mit seinen smarten Lautsprechern Echo (der Standard-Echo), Echo Dot (der Kleine), Echo Plus (mit Zigbee-Bridge) und Echo Show (mit 7-Zoll-Touchscreen) die Möglichkeit, verschiedene Internet- und Musikdienste sowie ausgewählte Funktionen und Geräte im Smart Home über Sprachanweisungen zu bedienen. Weitere Echo-Geräte wie Echo Spot und Echo Connect werden die Produktfamilie demnächst erweitern.

Von links nach rechts: Dot, Echo, Echo Plus und Echo Show.
Vergrößern Von links nach rechts: Dot, Echo, Echo Plus und Echo Show.

Sprachassistentin Alexa ist die Basis

Die in Echo zum Einsatz kommende Amazon-Sprachsteuerung Alexa ist bereits von den Streaming-Geräten Amazon Fire und Amazon Fire Stick bekannt. Die Sprachassistentin erkennt Ihre Sprachbefehle, wenn Sie das Schlüsselwort „Alexa“ verwenden und überträgt Ihre Befehle an die Amazon-Server. Dort werden diese verarbeitet und die Antwort an Echo zurückgeschickt. Über die Echo-Lautsprecher gibt Alexa dann die Antworten aus oder spielt zum Beispiel Musik ab.

Tipp: Die technische Ausstattung von Echo und die grundlegende Funktionsweise von Echo und Alexa erklären wir in diesem Artikel genauer: Alexa Smart Home: Die besten Geräte für Amazon Echo

Konkurrenzumfeld

Mit dem Echo der ersten Generation überraschte Amazon die Konkurrenz und eröffnete einen neuen Markt. Google brauchte einige Zeit, bis es mit Google Home nachlegen konnte und Apple wird seine Antwort – den Apple Homepod – sogar erst 2018 an den Start bringen. Microsoft hat noch überhaupt keine direkte Konkurrenz zu Echo, stattdessen schickt zum Beispiel Harmon Kardon einen schicken Lautsprecher namens Invoke mit Cortana als Sprachassistentin ins Rennen.

Alle Echo-Geräte verfügen über ähnliche Funktionen und erlauben die Steuerung per Sprache. In der Bedienung gibt es daher zunächst keine Unterschiede und auch die Einrichtung erfolgt mit der gleichen App.

Der Kleinste: Amazon Echo Dot

Maßgeblich unterscheiden sich die Amazon Echo-Geräte in der Größe. Bei Amazon Echo Dot handelt es sich um das kleinste Gerät, das etwa 60 Euro kostet. Der Dot hat einen viel kleineren und weniger leistungsfähigen Lautsprecher als der Echo – das ist der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Geräten.

Der Standard: Amazon Echo 2. Generation

Das nächstgrößere Gerät ist Amazon Echo 2. Generation. Dieses wurde gegenüber der ersten Generation etwas verkleinert und stellt sozusagen den Standard dar. Amazon Echo kostet etwa 100 Euro.

Amazon Echo 2. Generation ist etwa so groß wie Google Home und bietet eine hochwertige Stoffoberfläche. Wie bei Google-Home-Geräten kann auch bei den Amazon-Echo-Geräten die Stoffhülle gewechselt werden.

Amazon hat beim Echo der 2. Generation gegenüber dem ersten Modell den Klang des Lautsprechers verbessert. Allerdings ist vor allem der Bass des Gerätes alles andere als berauschend. Dafür besteht aber die Möglichkeit, den Sound auf einer Stereoanlage und den dazugehörigen Boxen auszugeben. Diesen Vorteil bieten Google-Home-Geräte nicht.

Echo Plus mit integrierter Zigbee-Bridge

Das größte Echo-Gerät (wenn man Echo Show mit dem Bildschirm mal ausklammert) trägt die Bezeichnung Amazon Echo Plus. In das Gerät hat Amazon noch eine Smart-Home-Bridge verbaut, mit der sich einige Smart-Home-Geräte steuern lassen, die das Zigbee-Protokoll nutzen, derzeit vor allem Philips Hue (in diesem Fall können Sie auf die Hue-Bridge verzichten und die Hue-Leuchten direkt mit Echo Plus koppeln).

Doch aufgepasst: Keineswegs alle Zigbee-kompatiblen Geräte sind zu Echo Plus kompatibel. Die Heizkörper-Thermostate von Tado beispielsweise nutzen ein anderes „Flavor“ von Zigbee und sind deshalb nicht zu Echo Plus kompatibel (die Sprachsteuerung von Alexa unterstützt Tado aber durchaus). Schaut man sich die Liste der Geräte an, für die Echo Plus als Bridge fungieren kann, so stellt man schnell fest: Unter den bekannten Marken befindet sich nur Hue. Innr, Osram Lightify oder Lupusec sind dagegen Nischenprodukte.

Sie können in der Alexa-App Szenen und Gruppen erstellen und dadurch Geräte per Sprache steuern und mehrere Aktionen auf einmal definieren. Anwender, die bereits Hue, Osram Lightify oder Innr im Einsatz haben, sparen sich mit Alex Echo Plus die entsprechenden Bridges, um ihre Geräte zu steuern. Wer eher weniger auf Smart-Home-Geräte setzt, dem reichen die Funktionen in Amazon Echo deutlich aus und der kann auf Echo Plus verzichten.

Alexa kann auch das Smart Home umfassend steuern.
Vergrößern Alexa kann auch das Smart Home umfassend steuern.

Amazon Echo Plus hat in etwa die Größe der älteren Amazon-Echo-1-Geräte. Amazon Echo Plus kostet etwa 150 Euro.

Einrichtung und Bedienung

Wie bei Google Home erfolgt die grundlegende Steuerung und Einrichtung des sprachgesteuerten Lautsprechers über eine Smartphone-App. Allerdings fällt die Einrichtung von Amazon-Echo-Geräten wesentlich komplizierter aus. Der Assistent unterstützt nicht so schrittweise bei der Einrichtung, wie es bei Google Home der Fall ist. Das zieht sich auch durch die ganze Steuerung der Echo-Geräte, die über die Alex-App zwar umfassend konfiguriert werden können, dafür aber nicht sehr anfängerfreundlich sind. Punktsieg für Google Home.

Zwar unterstützt die Alexa-App die Einrichtung von Amazon Echo-Geräten über einen Assistenten. Allerdings wird dieser nicht automatisch gestartet und ist nicht sehr benutzerfreundlich.
Vergrößern Zwar unterstützt die Alexa-App die Einrichtung von Amazon Echo-Geräten über einen Assistenten. Allerdings wird dieser nicht automatisch gestartet und ist nicht sehr benutzerfreundlich.

Sowohl Amazon Echo als auch Echo Dot und Echo Plus richten Sie über die Alexa-App auf Smartphones/Tablets ein und verbinden Sie mit dem lokalen WLAN. Die Steuerung erfolgt bei allen Geräten über Sprachbefehle. Neben der Sprachsteuerung stehen noch verschiedene Tasten auf der Oberfläche zur Verfügung, mit denen Sie das Mikrofon von Echo ausschalten oder die Lautstärke regulieren.

Nach der Installation der Alexa-App auf einem Smartphone oder dem Aufrufen der Webseite müssen Sie zunächst über „Einstellungen\Neues Gerät einrichten“ den Assistenten starten, um Geräte zu verbinden. Später konfigurieren Sie auch die Einstellungen der Umgebung an dieser Stelle.

Im Assistenten stehen anschließend die verschiedenen Geräte zur Verfügung, die Amazon anbietet. Um ein Amazon-Gerät wie Amazon Echo, Echo Plus oder Echo Dot einzurichten, ist eine WLAN-Verbindung zum Endgerät notwendig.

In den Einstellungen der Alex-App werden alle Konfigurationen, Dienste und Funktionen von Amazon Echo-Geräten gesteuert.
Vergrößern In den Einstellungen der Alex-App werden alle Konfigurationen, Dienste und Funktionen von Amazon Echo-Geräten gesteuert.

Sobald das Echo einmal einsatzbereit ist, können Sie es über die Alexa-App umfassend anpassen. Hier lassen sich weitere Geräte genauso anbinden, das Aktivierungskennwort ändern oder Skills herunterladen. Mit Alexa-Skills können Sie die Echo-Funktionen erweitern, weil Drittanbieter Funktionen zur Verfügung stellen, mit denen Alexa ein echter smarter Assistent wird. Sie können zum Beispiel auch Routinen erstellen und bestimmte Aufgaben automatisieren. Geben Sie zum Beispiel den Befehl „Alexa, starte meinen Tag“, kann Alexa den Wetterbericht vorlesen, aktuelle Termine nennen und die Verkehrslage erläutern. Allerdings hat Alexa hier deutliche Schwächen im Vergleich zu Google Home. Denn Googles smarte Geräte können umfassend auf die Funktionen der verschiedenen Google-Dienste zugreifen, zum Beispiel auf Google Maps.

Mit Routinen lassen sich mehrere Aktionen auf einmal mit einem Sprachbefehl starten.
Vergrößern Mit Routinen lassen sich mehrere Aktionen auf einmal mit einem Sprachbefehl starten.

Amazon-Echo-Geräte unterstützen aber viel mehr unterschiedliche Mail-Konten als Google Home. In den Einstellungen für Mails und Kalender können neben Gmail auch Microsoft- oder Apple-Konten angebunden werden. Profis wird freuen, dass sie auch Office-365-Konten anmelden können.

Amazon Echo kann mehrere Kalenderkonten anbinden, auch Office 365 und Apple-Konten.
Vergrößern Amazon Echo kann mehrere Kalenderkonten anbinden, auch Office 365 und Apple-Konten.

Das können Echo und Alexa

Vor allem Anwender, die häufiger auf Amazon einkaufen, können mit Amazon-Echo-Geräten einen Mehrwert erwarten. Denn mit Amazon Echo spielen Sie nicht nur Musik ab oder stellen Fragen wie bei Google Home, sondern Sie können auch die Bestellungen Ihres Amazon-Kontos verwalten. Dazu können Sie mit der Sprachsteuerung Ware bei Amazon bestellen und den Status der Bestellungen abfragen.

Mit der Alex App können Sie die Amazon Echo-Geräte im Haushalt, aber auch Amazon Fire-Geräte miteinander verknüpfen und steuern.
Vergrößern Mit der Alex App können Sie die Amazon Echo-Geräte im Haushalt, aber auch Amazon Fire-Geräte miteinander verknüpfen und steuern.

Durch die Verbindung von Alexa Echo mit anderen Geräten können Sie auch TV-Geräte, Stereoanlagen oder externe Lautsprecher smart machen. Denn sobald diese Geräte erst einmal mit dem AUX-Kabel oder per Bluetooth verbunden sind, können diese ebenfalls per Sprache gesteuert werden.

Amazon Echo-Geräte können mit Bluetooth mit anderen Geräten gekoppelt werden. Dazu gehören euch externe Lautsprecher, die den Sound verbessern.
Vergrößern Amazon Echo-Geräte können mit Bluetooth mit anderen Geräten gekoppelt werden. Dazu gehören euch externe Lautsprecher, die den Sound verbessern.

Alle Geräte können auf Amazon Music genauso zugreifen wie auf Spotify und andere Musik-Dienste. Hier hat Amazon Echo deutlich mehr Möglichkeiten als Google Home. Allerdings können Sie auf Amazon-Echo-Geräten nur die kostenpflichtige Version von Spotify nutzen. Auf Google-Home-Geräten können Sie dagegen auch mit der kostenlosen Mitgliedschaft Musik bei Spotify hören. Deezer und Apple Music unterstützt Amazon Echo dagegen nicht.

An Alexa Echo können verschiedene Musikdienste angebunden werden.
Vergrößern An Alexa Echo können verschiedene Musikdienste angebunden werden.

Echo unterstützt viele Geräte und Dienste

Das Erste, was bei Amazon Echo-Geräten auffällt, ist der größere Funktionsumfang im Vergleich zu Google Home. Während sich Google-Home-Geräte mit keinen anderen Geräten verbinden können, erlauben Amazon-Echo-Geräte vielfältige Verbindungen per AUX-Kabel oder Bluetooth. Generell stehen in den verschiedenen Echo-Optionen und -Einstellungsmöglichkeiten wesentlich mehr Konten, Dienste und Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung.

Amazon Echo-Geräte bieten wesentlich mehr Funktionen als Google Home und erlauben die Anbindung verschiedener Konten und Skills. Das erhöht den Nutzen enorm.
Vergrößern Amazon Echo-Geräte bieten wesentlich mehr Funktionen als Google Home und erlauben die Anbindung verschiedener Konten und Skills. Das erhöht den Nutzen enorm.

Wer auf Amazon Fire oder Amazon Fire Stick setzt, kann diese Geräte ebenfalls an Echo anbinden und mit der Sprache steuern. Allerdings ist die Ersteinrichtung alles andere als einfach gelöst, und die Alexa-App verwirrt mit einer Vielzahl an Steuerungsmöglichkeiten. Um neue Geräte anzubinden braucht man etwas Geduld und Ausdauer.

Amazon Fire-Geräte können auch per Sprachsteuerung an Amazon Echo-Geräte angebunden werden.
Vergrößern Amazon Fire-Geräte können auch per Sprachsteuerung an Amazon Echo-Geräte angebunden werden.

Die Schnittstelle zwischen Echo/Alexa und den Geräten und Internetdiensten sind die sogenannten Skills. Es gibt noch Skills zum Vorlesen von Nachrichten, zum Bestellen von Essen und vieles mehr. Dazu können zum Beispiel Informationen des aktuellen TV-Programms aktiviert werden, genauso wie eine Telefonbuchabfrage, Fahrpläne der deutschen Bahn und mehr. Es fällt schnell auf, dass Alexa wesentlich mehr ist als ein einfacher sprachgesteuerter Lautsprecher. Um die Funktionen effektiv nutzen zu können, ist allerdings einiges an Einarbeitung notwendig.

Mit Alexa Skills kann der Funktionsumfang von Alexa deutlich erweitert werden.
Vergrößern Mit Alexa Skills kann der Funktionsumfang von Alexa deutlich erweitert werden.

Smart Home: Diese Geräte steuern Sie mit Alexa

Die besten Geräte, die Sie mit Hilfe von Echo und Alexa per Sprache steuern können, stellen wir in diesem Artikel vor. Unter anderem können Sie diverse Lichtsysteme mit Alexa bedienen. Beispielsweise Philips Hue oder Ikea Tradfri. Aber auch smarte Staubsaugerroboter wie iRobot Roomba 980 oder Vorwerk Kobold VR200 gehorchen aufs Wort. Die Heizkörper-Thermostate bestimmter Hersteller wie Tado verstehen ebenfalls Alexa-Befehle. Sogar in den Fahrzeugen von BMW soll Alexa ab Sommer 2018 Einzug halten. Garmin bietet für PKWs eine Nachrüstlösung für Alexa an: Garmin Speak.

Fazit

Amazon Echo bietet einen sehr großen Funktionsumfang für unterschiedliche Einsatzzwecke. Vor allem die Anbindung von Smart-Home-Geräten stellt im Vergleich zu Google Home einen echten Vorteil dar. Durch die Verknüpfung mit einem Amazon-Konto können die Geräte darüber hinaus auf alle Daten und Funktionen des Kontos zugreifen. Dazu gehört die Möglichkeit, dass Sie über Echo direkt bei Amazon einkaufen können und auch Zugriff auf Amazon Music haben.

Auch die Alexa-Skills stellen einen Vorteil im Vergleich zu Google Home dar, da die Funktion von Echo mit den Skills deutlich erweitert werden kann. Wer zu Hause noch Amazon-Fire-Geräte einsetzt, kann auch diese per Sprache steuern.

Wer allerdings nur einen smarten Lautsprecher sucht, der per Sprachbefehl die gewünschte Musik abspielt, sollte eher zu Google Home greifen. Das gilt auch für Einsteiger. Denn die Einrichtung von Amazon-Echo-Geräten über die Alexa-App ist alles andere als einfach.


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