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AlphaBay: US-Behörden heben Darknet-Marktplatz aus

21.07.2017 | 14:33 Uhr |

Den US-Behörden ist ein Schlag gegen den Darknet-Marktplatz AlphaBay gelungen.

Wie das US-Justizministerium in dieser Woche per offizieller Mitteilung bekannt gibt, ist den Behörden ein Schlag gegen Kriminelle im Darknet gelungen. AlphaBay, ein Marktplatz für Drogen und andere illegale Güter wurde ausgehoben und geschlossen. Über AlphaBay wurden in den vergangenen zwei Jahren unter anderem Drogen, gefälschte Pässe, gefälschte Waren, Waffen, Chemikalien und Hacking-Tools vertrieben.

An den Ermittlungsarbeiten, die nun zur Schließung des Portals geführt haben, waren Behörden aus den USA, Thailand, den Niederlanden, Littauen, Kanada, Großbritannien und Frankreich beteiligt. Durch die Zusammenarbeit dieser Behörden konnte am 5. Juli Alexandre Cazes alias Alpha02 und Admin 25 in Thailand verhaftet werden. Der kanadische Staatsbürger gilt als Gründer und Administrator von AlphaBay. Nur sieben Tage nach seiner Festnahme beging Cazes Selbstmord.

Cazes und seine Ehefrau sollen den Angaben zufolge über Vermögenswerte in Millionenhöhe verfügt haben. Die beiden hatten Grundstücke und Häuser in Thailand, Zypern und Liechtenstein sowie Luxus-Autos und ein Hotel in Thailand. Cazes soll außerdem über mehrere Millionen US-Dollar in Krypto-Währungen verfügt haben.

Zur Zeit der Schließung hatte AlphaBay mehr als 200.000 Kunden und über 40.000 Verkäufer. Auf dem Portal fanden sich allein 250.000 Angebote für Drogen und giftige Chemikalien. Für die anderen Produktkategorien für Waffen, gefälschte Ausweise, Hacking-Tools und gefälschte Waren gab es mehr als 100.000 Angebote. Zum Vergleich: Silk Road listete zur Zeit der Schließung im November 2013 nur 14.000 Angebote für illegale Dienstleistungen sowie Waren und galt damals als der größte Darknet-Marktplatz der Welt.  

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