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Alexa im Auto: Das bieten Audi, BMW, Mercedes, Seat, Skoda, Toyota...

19.08.2019 | 10:34 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Audi, BMW, Seat, Toyota – einige Automobil-Hersteller arbeiten daran, Alexa ins Auto zu bringen. Wir geben einen Überblick über den Stand der Alexa-Integration in Autos, die in Deutschland erhältlich sind. Plus: Günstige Nachrüstlösungen. Update: Amazons Angaben zur Alexa-Integration sind für den deutschen Markt falsch.

Amazon hatte schon im August 2018 das Alexa Auto SDK veröffentlicht, mit dem Entwickler Alexa in Incar-Infotainmentsysteme integrieren können . Alexa Auto bietet Unterstützung beim Streaming von Multimedia-Dateien, bei der Steuerung von Smart-Home-Bedienelementen, beim Empfang von Wetterberichten und bei der Integration von Alexa-Skills. Alexa Auto unterstützt darüber hinaus Telefonate und GPS-basierte Navigation sowie die Suche nach Restaurants, Kinos und Geschäften vor Ort. Mit Alexa Auto kann man Musik und Hörbücher von Amazon Music, Audible und iHeart-Radio streamen.

Doch die Integration von Alexa in moderne Autos kommt nur sehr langsam in Gang. Diese Amazonseite soll zwar einen Überblick geben, sie vermischt jedoch völlig chaotisch Angaben für den US-Markt mit denen für den europäischen Markt. Für Toyota und Lexus gelten die Amazonangaben zum Beispiel ausschließlich für den US-Markt, die Angaben für Audi, BMW und Seat dagegen gelten (auch) für den deutschen Markt.

Wir geben einen Überblick über den Stand der Alexa-Integration in Autos (alphabetisch sortiert), die in Deutschland erhältlich sind. Dieser Artikel wird fortlaufend erweitert. Am Schluss dieses Artikels stellen wir zudem Nachrüstlösungen vor, mit denen Sie Alexa nachträglich in PKWs integrieren können.

Audi (e-tron): Alexa benötigt kein Smartphone

Das erste Audi-Modell mit vollintegrierter Alexa ist der seit Frühjahr 2019 erhältliche Audi E-Tron, Audis neues, rein elektrisch betriebenes SUV. Audi integriert Alexa direkt in sein Infotainmentsystem MMI und Alexa ist serienmäßig Bestandteil von Audi Connect. Der Audi-Fahrer kann sich damit über Nachrichten, das Wetter und aktuelle Spielstände von Sportveranstaltungen informieren, Lebensmittelbestellungen aufgeben oder Dinge auf seine Aufgabenliste setzen. Alexa streamt Musik und Hörbücher über Amazon Music und Audible. Mit der Smart-Home-Steuerung können Sie aus dem Auto heraus Türen im Haus verriegeln oder die Beleuchtung regeln. Und die obligatorischen Witze erzählt Alexa natürlich auch im Audi.

Das alles funktioniert im Unterschied zu BMW oder Seat ohne App oder Smartphone. Sie müssen nur einmal Ihren Amazon-Account mit dem e-tron verbinden, danach lässt sich Alexa über die Onboard-Sprachbedienung starten: Sie drücken also die Lenkradtaste für die Sprachsteuerung und sagen zusätzlich "Alexa". Sobald der Fahrer den Schlüsselbegriff „Alexa“ ausgesprochen hat, gelangen seine Anfragen an die Server von Amazon und das LTE-Modul im MMI-System stellt über ein Audi-Backend eine Verbindung her. Die angeforderten Informationen werden über die Audioanlage des Autos ausgegeben. Wenn Sie dagegen nur die Sprachsteuerungstaste drücken, dann starten Sie die Sprachsteuerung des Audi und nicht Alexa.

Diese Befehle stehen für Alexa im Audi e-tron zur Verfügung (Stand Juli 2019).
Vergrößern Diese Befehle stehen für Alexa im Audi e-tron zur Verfügung (Stand Juli 2019).
© Audi

Wichtig: Alexa beschränkt sich im Audi e-tron ganz auf die Sprachausgabe, es gibt also keine unterstützenden Anzeigen auf dem Touchscreen des Audi. Im Test funktionierte Alexa im e-tron einwandfrei.

Alexa ist keine Function on demand: Die Alexa-Integration ist im E-Tron Bestandteil von Audi Connect. Wer Audi Connect bucht, dem steht automatisch die Alexa-Integration zur Verfügung. Sie müssen im E-Tron den Alexa-Support also nicht über das neue Function on demand (FoD) ordern. Via Function on demand kann man eine Funktion nachträglich in seinem Audi freischalten lassen, beispielsweise DAB+. Audi führt FoD mit dem E-Tron ein und rollt dieses neue Angebot dann auf seine neuen Modelle wie den A4 aus. In den bisher beim Audi-Händler verfügbaren Audi-Modellen steht FoD dagegen noch nicht zur Verfügung.

In der zweiten Hälfte 2019 will Audi dann nach und nach auch konventionelle Audi-Modelle mit Alexa-Support anbieten, wie uns Michael Crusius, Pressesprecher von Audi, erklärte. Derzeit sind aber noch keine konventionellen Audis mit Alexa erhältlich.

Audi bietet mit Audi MMI und den Audi-Connect-Diensten ein ziemlich leistungsfähiges Infotainmentsystem mit guter Sprachsteuerung an. Somit dürfte einerseits der Leidensdruck der Audi-Fahrer gering sein und die Nachfrage nach Alexa als Alternative zur Audi-eigenen Sprachsteuerung überschaubar sein.

Andererseits sind gerade im Premiumsegment die Ansprüche der Kunden hoch: Audi darf also keine unausgereifte Lösung für die Alexa-Integration vorstellen. Dementsprechend lässt sich Audi lieber etwas mehr Zeit mit der Alexa-Integration und liefert dann aber eine hoffentlich gelungene Lösung ab.

BMW: Alexa-Support ist bestartet

BMW hat den Alexa-Support Ende Juni 2019 gestartet. Alle Details dazu lesen Sie in dieser Meldung. Dabei ist aber zu beachten, dass der Alexa-Support getrennt von der Einführung des neuen und zum Beispiel im BMW 3er bereits erhältlichen BMW Intelligent Personal Assistant erfolgt. Denn Amazon Alexa und BMW Intelligent Personal Assistant laufen auf unterschiedlichen Versionen des zu Grunde liegenden Betriebssystems des Infotainmentsystems von BMW.

Alexa zunächst nur für iDrive 5 und iDrive 6 : Amazon Alexa steht derzeit also nur in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den USA für BMW-Fahrzeuge mit Produktionsdatum (SOP) nach Oktober 2018/ab November 2018 und mit den Betriebssystemen iDrive 5 und iDrive 6 zur Verfügung. Und für Mini-Fahrzeuge mit Produktionsdatum (SOP) ab November 2018. Die neueste BMW Connected-App (Version 10.1.5.) beziehungsweise Mini-Connected-App sowie ein gültiges Amazon-Konto sind dafür ausreichend - diese Kunden benötigen also kein Software-Update im Fahrzeug!

Alexa später erhalten: Alle BMW- und Mini-Modelle mit Produktionsdatum zwischen März und Oktober 2018 und iDrive 5 und iDrive 6 sollen Alexa als kostenpflichtiges Software-Update zu einem späteren Zeitpunkt bei jedem zertifizierten Händler erhalten, sobald BMW Alexa dafür freigegeben hat. Das ist derzeit (Stand: 16.7.2019) aber noch nicht der Fall!

Wer dagegen einen neuen BMW mit dem neuesten Operating System 7.0 mit dem BMW Intelligent Personal Assistant fährt, kann Alexa derzeit nicht nutzen (mehr dazu siehe weiter unten).

So funktioniert Alexa im BMW

BMW führte uns die Alexa-Integration bereits vor einigen Monaten in einem Prototyp vor. Dabei sahen wir die deutschsprachige Alexa-Integration mit Stand 24. April 2019.

Voraussetzung: Damit Sie Alexa in einem BMW nutzen können, müssen Sie Ihr Alexa-Konto mit Connected Drive verbinden. Das Smartphone mit der Alexa-App und der Connected-Drive-App muss sich während der Alexa-Nutzung im Wagen befinden und mit dem Fahrzeug via Bluetooth gekoppelt sein. BMW plant langfristig aber, die Alexa-Bedienung im Fahrzeug auch ohne vorhandenes Smartphone zu ermöglichen.

So starten Sie Alexa: Sobald Sie Alexa nutzen wollen, drücken Sie kurz auf die Lenkradtaste zum Starten der Sprachsteuerung. Diese befindet sich bei BMW immer rechts im Lenkrad. Über diese Taste steuern Sie standardmäßig die Sprachsteuerung von BMW Connected Drive (und den BMW Intelligent Personal Assistant als neueste Version der BMW-Sprachsteuerung) sowie - sofern vorhanden - Siri für Carplay. Alexa kommt nun also als dritter Sprachassistent, der über diese Taste gestartet wird, dazu. Sobald Sie die Lenkradtaste kurz gedrückt haben, sagen Sie zusätzlich "Alexa". Ohne explizites "Alexa" startet nämlich die Sprachsteuerung von BMW Connected Drive (Siri starten Sie übrigens über einen langen Druck auf die Lenkradtaste). Sie können Alexa im BMW also nicht nur über den entsprechenden Weckruf "Alexa" starten, sondern der Druck auf die entsprechende Lenkradtaste ist zwingend erforderlich.

Das geht mit Alexa: Sie haben also die Lenkradtaste kurz gedrückt und "Alexa" gesagt. Jetzt dauert es einen kurzen Moment, dann können Sie Ihren Befehl aufsprechen. Grundsätzlich sollen im BMW alle Funktionen verfügbar sein, die Sie über Alexa auch zu Hause nutzen können. Sie können also Wissensfragen stellen oder nach dem Wetter fragen. Sie können Todo-Listen oder Einkaufslisten erstellen beziehungsweise ergänzen. Das ist praktisch, wenn Ihnen während der Fahrt dringend etwas einfällt, was Sie nach der Fahrt noch erledigen wollen.

Sie können via Alexa Musik von Amazon Music und Hörbücher von Audible abspielen. Sowohl Amazon Music als auch Audible werden nahtlos in das Media-Menü von BMW Connected Drive integriert. Diese beiden Menü-Punkte erscheinen im Media-Menü also neben den Einträgen Radio, Connected Musik (der Online-Musik-Streamingdienst von BMW), Musikfestplatte oder Bluetooth-Audio (mit Musik vom Smartphone). Aufgepasst: Die Daten, die durch das Music-Streaming via Alexa entstehen, laufen nicht über die im BMW fest verbaute SIM-Karte, sondern über die SIM-Karte des gekoppelten Smartphones. Diese Daten gehen also zu Lasten Ihres Mobilfunkvertrags.

Sie können Alexa auch nach der Verkehrslage und nach einer Navigationsroute fragen. Alexa liest Ihnen dann die Stau-Lage vor und zeigt auf dem Control Display die Route zu Ihrem Ziel an. Diese können Sie dann sofort auswählen und die Navigation starten.

Vom Bedienprinzip her lässt sich Alexa im BMW am ehesten mit Alexa auf einem Echo Show vergleichen: Der sprachgesteuerte Prozess wird also durch die Bildschirmausgabe unterstützt. Ein konkretes Beispiel: Wenn Sie Alexa fragen, wie weit der Mond von der Erde entfernt ist, dann zeigt der Connected-Drive-Bildschirm im BMW ein Foto des Erdtrabanten an. Oder aber Sie fragen Alexa nach Angela Merkel. Alexa liest Ihnen dann aus dem Wikipedia-Eintrag zur Bundeskanzlerin vor und zeigt auf dem Control Display ein Bild von Angela Merkel an. Einen eigentlichen Alexa-Startbildschirm gibt es unter Connected Drive nicht, der Schriftzug "Amazon Alexa" links oben auf dem Control Display zeigt aber an, dass gerade Alexa aktiv ist. Die optische Integration von Alexa in Connected Drive ist BMW gut gelungen, es gibt keine Layout-Brüche oder unschöne Übergänge.

Ohne Mobilfunkverbindung können Sie Alexa nicht nutzen; das ist aber keine Besonderheit von BMW, denn eine Internetverbindung ist bei Alexa immer zwingend erforderlich - auch wenn Sie Alexa mit einem Echo oder mit der Alexa-App auf dem Smartphone verwenden.

Tipp : So soll Alexa im BMW aussehen und funktionieren.

Alexa erst später für Operating System 7.0: Seit März 2019 steht der BMW Intelligent Personal Assistant – BMWs Antwort auf MBUX von Mercedes Benz - für alle Fahrzeuge mit Operating System 7.0 zur Verfügung. Der persönliche Assistent ist Teil des Live Cockpit Professional und kann je nach Ausstattung des Fahrzeugs oder Wunsch des Kunden um weitere Funktionen wie Anbindung an Office 365 oder Connected Music erweitert werden. Für das neueste BMW Operating System 7.0 arbeitet BMW aber noch an der Integration von Alexa. Das BMW Operating System 7.0 soll in aktuellen Modellen wie dem neuen BMW 3er, Z4, X5, X7 und 8er sowie zukünftigen Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Hier ist mit der Freischaltung des Alexa-Supports im Laufe des Jahres 2019 zu rechnen.

Ursprünglich wollte BMW den Alexa-Support bereits im Sommer 2018 in seinen Fahrzeugen anbieten, doch diesen Termin konnte BMW nicht halten. Die Gründe für die Verschiebung des Alexa-Starts dürften die gleichen sein, die auch für Audi gelten: eine große Erwartungshaltung bei den Kunden und ein vorhandenes ziemlich leistungsstarkes BMW Connected Drive+ mit einer guten Sprachsteuerung. BMW darf genauso wenig wie Audi seine Kunden enttäuschen und lässt sich deshalb besser etwas mehr Zeit, um dann eine gelungene Alexa-Integration abzuliefern.

BMW stellt außerdem den BMW-Connected-Skill für die BMW Connected Mobile App zur Verfügung, mit dem Sie von einem Alexa-fähigen Gerät – Smartphone mit Alexa-App, Echo etc. – einige wenige Funktionen in Zusammenhang mit einem BMW (mit Connected-Drive-Konto) nutzen können. Sie können dann Alexa zum Beispiel zu Hause fragen, ob die Türen Ihres BMW geschlossen sind oder Termine aus Ihrem Terminkalender abfragen; auch in Verbindung mit Ihrer Reiseplanung: „Alexa, frag BMW wann sollte ich für meine nächste Reise aufbrechen?“. Sie können Alexa auch fragen, wie der Ladezustand der Batterie ist – im Winter nicht unwichtig. Und die Klimaanlage können Sie ebenfalls per Alexa-Sprachbefehl einschalten. BMW nennt das „Home-to-vehicle“-Anbindung, weil es darum geht, Fahrzeugfunktionen von zu Hause per Sprachsteuerung zu bedienen. Mit Alexa im Auto hat das aber noch nichts zu tun.

Citroen

Laut deutscher Pressestelle von PSA gibt es im Moment keine Projekte oder Pläne zum Alexa-Support in den Citroen-Fahrzeugen.

Fiat: Nur in den USA

Wie die deutsche Pressestelle von Fiat-Chrysler (FCA) auf unsere Nachfrage erklärte, steht derzeit Alexa in Fiat-Modellen, die in Europa verkauft werden, nicht zur Verfügung. Nur in den in den USA verkauften Modellen ist Alexa im Rahmen des Infotainmentsystems Uconnect verfügbar.

Eine erweiterte Integration der persönlichen Assistenten (damit meint FCA Alexa, Google Assistant und Siri) befinde sich derzeit in der Entwicklung für die nächste Infotainment-Plattform. Zum jetzigen Zeitpunkt könne FCA hierzu aber keine Details bekanntgeben.   

Ford: In Deutschland noch kein Alexa

Ford hat Alexa in Europa nicht in sein Sync-System integriert und das ist auch in näherer Zukunft nicht geplant, wie uns Ford auf unsere Anfrage sagte. Amazons Liste von Ford-Fahrzeugen mit Alexa-Support ist zumindest für den deutschen Raum komplett falsch. Der von Amazon genannte Alexa-Support gilt definitiv nicht für die Fahrzeuge in Deutschland, wie Ford auf unsere Nachfrage ausdrücklich bestätigte. Möglicherweise übersetzt Amazon einfach die amerikanische Seite ins Deutsche. 

In den USA bietet Ford eine app-basierte Alexa-Integration an.

Honda: Kein Alexa

Honda bietet derzeit keine Fahrzeuge mit Alexa-Support an, wie uns die Pressestelle auf Nachfrage antwortete.

Hyundai

Der südkoreanische Automobil-Hersteller plant bislang keine Integration von Alexa.

Mazda: Kein Alexa-Support

Mazda bietet derzeit in keinem seiner Fahrzeuge Alexa-Support an und plant das auch nicht für die nächste Zeit. Mazda ist traditionell zurückhaltend mit der Einführung neuer Infotainment-Technologien, bietet aber dafür mit MZD Connect zum Beispiel im Mazda 6 sowie im Mazda 3 ein Infotainmentsystem mit einem fast schon konkurrenzlos guten Preis-Leistungsverhältnis an.

Mercedes-Benz: Kein Alexa-Support geplant

Anders als Audi oder BMW plant Daimler keine Integration von Alexa in seine Fahrzeuge. Denn dazu müsste Daimler „die Alexa-Engine in unsere Fahrzeuge verbauen“, wie uns Benjamin Oberkersch, Pressesprecher von Daimler erklärte. Das wolle Daimler aber explizit nicht. Daimler will Alexa und Amazon keine Zugriffe auf den Fahrzeugbus in den Mercedes-Benz-Fahrzeugen genehmigen. Auch aus Datenschutzgründen wäre eine Integration der Alexa-Engine nicht unkritisch, wie Oberkersch betont. Daimler entwickelt stattdessen die Sprachsteuerung seines neuen Infotainmentsystems Mbux weiter. Dessen Sprachsteuerung ist in der Tat sehr leistungsfähig und macht es dem Fahrer leicht, Funktionen wie Navigation, Radiosenderwahl, Heizung und Sitzheizung, Telefonie, Wetterberichtabfrage etc. bequem und komplett mit der Sprache zu steuern. Zudem ist Tidal als Musik-Streamingdienst integriert.

Bei Daimler können Sie derzeit nur einen Mercedes-me-Account mit Amazon-Echo-Geräten verbinden und dann Alexa zum Beispiel fragen: „Hey Alexa, frage meinen Mercedes, wie der Kilometerstand ist“. Auch hier läuft die Alexa-Abfrage entweder über die Alexa-App oder über ein anderes Gerät mit Alexa-Support, beispielsweise ein Echo – das entspricht vom Prinzip her also der Connected-App bei BMW. Die Infotainmentsysteme im Mercedes, also entweder das ältere Comand Online oder das neuere Mbux unterstützen Alexa jedoch nicht: Sie können sich also nicht in den Mercedes setzen und einen Alexa-Befehl sagen.

Nissan: Kein Alexa

Bei Nissan ist die Alexa-Integration aktuell nicht vorgesehen, wie uns die Pressestelle mitgeteilt hat.

Opel: Kein Alexa

Opel hat keine Alexa-Integration im Angebot. Opel bietet in seinen Fahrzeugen entweder eine integrierte Sprachsteuerung für die Funktionen Audio, Telefon und Navigation an oder die Möglichkeit der Smartphone-Integration via Apple Carplay und Android Auto.

Peugeot

Laut deutscher Pressestelle von PSA gibt es im Moment keine Projekte oder Pläne zum Alexa-Support in den Peugeot-Fahrzeugen.

Porsche: Kein Alexa

Alexa ist in die aktuellen Infotainmentsysteme-Systeme PCM ( Porsche Communication Management ) nicht integriert. Hermann-Josef Stappen, Pressesprecher Technik, empfiehlt diesen Workaround, der natürlich auch bei anderen Fahrzeugen möglich ist (Voraussetzung ist ein PCM der neuesten Generation wie im neuen Macan, aktuellen Cayenne oder im neuen 911 992 und ein Android-Smartphone):

  • Standard-Assistent unter Einstellungen im Smartphone auf Alexa einstellen

  • Koppeln des Smartphones mit dem PCM per Bluetooth

  • Langes Drücken (ca. 2 Sekunden) des Sprachdialogsystems/Voice Pilots (Lenkerhebel)

  • So kann Alexa über die Funktion des externen Sprachassistenten genutzt werden

Lese-Tipp: Porsche 911 - Alle 8 Sportwagen-Generationen in Wort und Bild

Renault: Keine Pläne mit Alexa

Renault Deutschland antwortete auf unsere Anfrage nach der Alexa-Integration folgendermaßen: "Zum Thema 'Alexa' gibt es von unserer Seite aus nichts zu sagen." Renault konzentriere sich demnach ganz auf die Integration von Android in seine Fahrzeuge.

Seat: Alexa via Smartphone-App

Seat hat Alexa bereits in seine Fahrzeuge integriert. Sie drücken hierzu die Sprachsteuerungstaste am Lenkrad und können dann Alexa-Sprachbefehle absenden. Damit können Sie per Sprachbefehl an Alexa mit der Seat-Media-Control-App eine Reihe von Funktionen nutzen: Termine planen, bei Amazon einkaufen, Musik abspielen, zu „Points of Interest“ navigieren, News in Echtzeit abrufen oder den nächstgelegenen Seat-Händler finden. Oder die Hue-Leuchten zu Hause umschalten.

Allerdings integriert Seat den Alexa-Support nicht direkt in das Infotainmentsystem seiner Fahrzeuge, sondern benutzt dafür die bereits erwähnte Seat-Media-Control-App. Diese müssen Sie auf Ihrem Android-Smartphone installieren und mit dem Seat verbinden. Die iOS-Variante der Seat-Media-Control-App soll demnächst ebenfalls Alexa unterstützen.

Wir haben die Alexa-Integration von Seat getestet. Unseren Testbericht finden Sie hier.

Skoda: Skill für Alexa vorhanden

Im Rahmen von Skoda Connect bietet Skoda die Möglichkeit an, über Alexa von außen auf verschiedene Daten aus dem Fahrzeug zuzugreifen. Dieser Vorgehensweise entspricht von der Zielsetzung her den Lösungen von BMW Connected oder Mercedes Me: Sie müssen den Skoda-Connect-Skill in Alexa installieren. Danach können Sie beispielsweise zuhause via Echo oder der Alexa-App auf dem Smartphone den Standort des Fahrzeugs oder dessen Reichweite erfragen oder abfragen, ob das Fahrzeug verschlossen ist.

In den Skoda-Fahrzeugen selbst steht Alexa dagegen nicht zur Verfügung.

Skoda Connect Skill
Vergrößern Skoda Connect Skill
© Skoda

Subaru: Vermutlich erst mal kein Alexa

Beim deutschen Subaru-Importeur ist zum heutigen Zeitpunkt nichts bekannt von einer Alexa-Integration. Dort rechnet man auch nicht damit, dass Alexa in absehbarer Zeit in Subaru-Modelle einziehen wird, wie man uns auf Nachfrage erklärte.

Tesla: Alexa nur über Drittanbieter-Apps

Tesla unterstützt derzeit Alexa nicht im Auto. Ähnlich wie BMW oder Daimler gibt es aber auch für Tesla einen Skill, um bestimmte Funktionen von zu Hause aus abfragen zu können. Dieser Skill für Tesla Model S und Model X stammt aber nicht von Tesla selbst, sondern von einem Drittanbieter, ebenso wie dieser Skill.

Toyota: Alexa startet in den USA

Der japanische Auto-Gigant Toyota führt aktuell den Alexa-Support auf dem amerikanischen Markt ein. Und zwar in ausgewählten Modellen mit der Infotainmentlösung Entune 3.0. Wann auch in Europa und speziell in Deutschland Toyota-Neuwagen mit integriertem Alexa verfügbar sein werden, lässt sich laut Thomas Heidbrink, Pressesprecher von Toyota, im Augenblick noch nicht sagen. Derzeit können Sie also keinen Toyota in Deutschland mit Alexa-Support kaufen.

Volkswagen: Hält sich bedeckt

Volkswagen will sich derzeit nicht zu einer kommenden Alexa-Integration in seinen Fahrzeugen äußern. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass der gesamte Volkswagenkonzern den Modular-Infotainment-Baukasten MIB verwendet. VW, Audi, Seat, Skoda und Porsche sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge nutzen also die gleiche Basis für ihr Infotainment, nur halt in unterschiedlichen Ausbaustufen. Siehe hierzu auch unseren Hintergrundartikel VW: Mit 40.000 Entwicklern gegen Apple und Google. Wenn also sowohl Audi als auch Seat bereits an der Alexa-Integration arbeiten beziehungsweise diese bereits realisiert haben, dann kann man sicher davon ausgehen, dass auch VW an der Alexa-Integration dran ist. Nur reden will man darüber in Wolfsburg eben nicht.

Lese-Tipp: Alle Golf-Generationen im Überblick

Volvo: Alexa kommt erst mit der nächsten Plattform

Volvos Infotainmentsystem kann derzeit weder mit noch über Alexa kommunizieren. Volvo will den Alexa-Support aber mit Einführung der neuen Google-Plattform, die auf Android basiert, möglich machen. Der Polestar 2, ein rein elektrisch angetriebener Volvo, der derzeit noch nicht erhältlich ist, soll diese Plattform als erstes nutzen.

Später bekommen auch die kommenden Volvo-Modelle nach und nach diese neue Plattform für die Infotainment-Schnittstelle. Damit sollte dann Alexa möglich sein. Das ist aber alles noch Zukunftsmusik.


Nachrüstlösungen: Alexa-Integration von Drittanbietern

Sie können natürlich vor Fahrtbeginn im Auto die Alexa-App auf dem Smartphone starten und dann Alexa über die App nutzen. In diesem Fall sollte das Smartphone aber unbedingt in einer soliden Smartphone-Halterung im Auto befestigt sein. Außerdem müssen Sie mit dem Finger erst auf den mittleren Button in der Alexa-App drücken, um die Sprachassistentin danach via "Alexa" nutzen zu können. Das bedeutet aber, dass Sie während der Fahrt den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden und auf das Smartphone schauen müssen. Gefährlich!

Dieses ernste Problem können Sie mit Drittanbieter-Lösungen vermeiden, die es ermöglichen, dass Alexa immer auf den Startbefehl "Alexa" wartet und nur per Sprachbefehl und ohne Fingerdruck genutzt werden kann. So verkauft zum Beispiel Garmin in den USA Garmin Speak als einfache Alexa-basierte Navigationslösung in Verbindung mit einem gekoppelten Smartphone. Ebenfalls nur in den USA verkauft Amazon auch die Nachrüstlösung Echo Auto.

Roav Viva Pro von Anker, Alexa-fähiges 2-Port USB-Autoladegerät.
Vergrößern Roav Viva Pro von Anker, Alexa-fähiges 2-Port USB-Autoladegerät.
© Anker

Dagegen ist bereits jetzt in Deutschland über Amazon.de das Roav Viva Pro von Anker für rund 56 Euro erhältlich. Dank In-Car Voice Isolation und Echo-Noise Cancellation soll der Viva Pro zuverlässig den Fahrer oder andere Insassen im Fahrzeug verstehen - im Test klappte das aber nur eingeschränkt, Alexa verstand einige unserer Befehle falsch. Damit Sie darüber Alexa im Auto nutzen können, muss natürlich ein Smartphone mit Alexa-App gekoppelt sein. Zusätzlich stellt Viva Pro zwei USB-Anschlüsse zum Aufladen anderer Geräte zur Verfügung.

Roav Viva Pro von Anker, Alexa-fähiges 2-Port USB-Autoladegerät.
Vergrößern Roav Viva Pro von Anker, Alexa-fähiges 2-Port USB-Autoladegerät.
© Anker

Die Inbetriebnahme von Roav Viva Pro klappt völlig unkompliziert und auf Anhieb. Sie stecken das Roav Viva Pro in eine freie 12-Volt-Steckdose, installieren die Roav-App auf Ihrem Smartphone und koppeln das Roav Viva Pro via Bluetooth mit dem Smartphone. Das Roav Viva Pro koppeln Sie außerdem wahlweise via Bluetooth, FM oder USB-Kabel mit Ihrem Auto-Radio. Danach verknüpfen Sie noch Ihr Amazonkonto mit der Roav-App. Danach können Sie ohne Fingerdruck direkt mit Alexa sprechen, die Tonausgabe erfolgt über die Lautsprecher Ihres Autoradios. Alle Daten fließen natürlich über Ihr Smartphone, denken Sie also daran, wenn Sie zum Beispiel Amazon Music nutzen. Nicht dass Sie ruck, zuck das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags aufbrauchen.

Testbericht: Wir haben Roav Viva Pro ausgiebig getestet und fanden Licht und Schatten.

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