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Airbag-Problem: Tesla ruft weltweit Model S zurück

18.01.2019 | 13:04 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Tesla ruft weltweit viele Model S zurück. Der Grund für den Rückruf: Wieder einmal fehlerhafte Takata-Airbags.

Tesla ruft jetzt Fahrzeuge des Typs Model S aus den Baujahren 2014 bis 2016 zurück. Bei den betroffenen Model-S-Fahrzeugen tauscht Tesla im Frühjahr 2019 die Front-Airbags aus, weil die von dem japanischen Zulieferer Takata gelieferten Front-Airbags aufgrund fehlerhafter Gasgeneratoren grundlos und plötzlich zünden könnten. Die Seiten-Airbags sind anscheinend fehlerfrei.

Dieser neue Rückruf für die Model S von 2014 bis 2016 erweitert die bereits älteren Rückrufe wegen fehlerhafter Takata-Airbags. Denn Tesla musste aus diesem Grund auf Anordnung der United States National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) bereits ab Januar 2017 diverse Model S mit Baujahr 2012 und ab Januar 2018 weitere Model S mit Baujahr 2013 zurückrufen. Alle Rückrufe führt Tesla weltweit durch, also auch in Staaten, deren Aufsichtsbehörden überhaupt keinen Rückruf angeordnet haben. Die Fahrzeughalter werden angeschrieben. Der Austausch der Airbags soll bei den Kunden erfolgen, diese müssen also nicht in die Werkstatt.

Tesla liegen bisher aber keine Hinweis dafür vor, dass tatsächlich schon einmal ein Airbag in einem Tesla Model S aus diesem Grund fälschlicherweise ausgelöst habe.

Der Rückruf betrifft laut Tesla aber nicht Roadster, Model X, Model 3 oder jüngere Model S, die nach Mitte Dezember 2016 produziert wurden. In allen diesen Tesla-Fahrzeugen sei bereits ein anderer Gas-Generator verbaut.

Rückruf ist nicht Teslas Schuld

Fehlerhafte Airbags des japanischen Automobil-Zulieferers Takata sorgten bereits vor Jahren bei zahlreichen Automobil-Herstellern für den Rückruf von vielen Millionen Fahrzeugen. Die Rückrufe verteilten sich über mehrere Jahre. Der Fehler in den Takata-Airbags konnte dazu führen, dass diese plötzlich auslösen. Auch deutsche Hersteller wie BMW waren betroffen.

Takata musste 2017 Insolvenz anmelden. Das chinesische Unternehmen Key Safety Systems, das jetzt Joyson Safety Systems heißt, übernahm daraufhin Takata.

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