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Ältere Fritzbox als DECT-Repeater verwenden

27.02.2018 | 12:53 Uhr |

Bei WLAN lässt sich ein Reichweitenproblem mit einem Repeater oder einem zusätzlichen Router beziehungsweise Access Point in den Griff bekommen. So können Sie auch vorgehen, wenn Sie die Abdeckung von DECT für mobile Festnetztelefone verbessern wollen. Alternativ zu einem DECT-Repeaters können Sie für diese Aufgabe auch eine ältere Fritzbox verwenden.

Dient die Fritzbox oder ein anderer Router als Basisstation für DECT-Telefone, so können bei schlechter Funkverbindung Aussetzer der Sprachübertragung oder Gesprächsabbrüche vorkommen. Ein störendes Knacken während des Telefonats weist gleichfalls auf eine geringe Signalqualität hin. Wie bei WLAN wird auch die Funktechnik DECT, die über den Frequenzbereich 1880 bis 1900 MHz arbeitet, von störenden Sendern auf diesen Frequenzen und baulichen Gegebenheiten beeinflusst: Je weiter sich das DECT-Telefon von der Basisstation entfernt, desto mehr leidet die Sprachqualität.

Dieses Problem lässt sich, ganz ähnlich wie mangelnde WLAN-Reichweite, mithilfe eines DECT-Repeaters lösen – beispielsweise mit dem Fritz DECT 100 von AVM für etwa 75 Euro. Sie können jedoch ebenfalls eine ältere Fritzbox für diese Aufgabe verwenden: Dabei kommen allerdings nur die Modelle Fritzbox 7270 Version 3, Fritzbox 7390 und Fritzbox 7240 infrage. Andere Fritzbox-Modelle können nicht als DECT-Repeater arbeiten. Als Basisstation lassen sich alle Fritzboxen mit DECT-Funktion einsetzen. Wie bei einem WLAN-Repeater sollten Sie den DECT-Verstärker an einer Stelle positionieren, wo das Telefon eine optimale Verbindung zur Basisstation hat und keinerlei Qualitätsprobleme beim Telefonieren auftreten. Dann kann der Repeater die DECT-Funkstrecke optimal verlängern. Die DECT-Telefone müssen Sie aber weiterhin an der Basisstation anmelden, nicht am Repeater.

Sie können die DECT-Verbindung über einen Repeater erweitern. Dazu müssen Sie allerdings einige Einstellungen in der Basisstation überprüfen.
Vergrößern Sie können die DECT-Verbindung über einen Repeater erweitern. Dazu müssen Sie allerdings einige Einstellungen in der Basisstation überprüfen.

So richten Sie die DECT-Basisstation ein: Damit die Fritzbox mit einem Repeater zusammenarbeiten kann, müssen Sie die Tastensperre und die Energiesparmaßnahmen für die DECT-Übertragung abschalten sowie die DECT-Verschlüsselung aktivieren. Dies erledigen Sie im Routermenü unter „System –› Tasten und LEDs –› Tastensperre“, die Option „Tastensperre aktiv“ darf nicht markiert sein. Im Menü „DECT –› Basisstation“ darf kein Haken bei der Option „DECT-Funkleistung verringern“ stehen und die Option „Nur sichere DECT-Verbindungen zulassen“ muss aktiv sein. Zudem müssen Sie bei Anmeldung eine vierstellige PIN gesetzt haben.

So richten Sie eine Fritzbox als DECT-Repeater ein: Bei der Fritzbox, mit der Sie die DECT-Reichweite erhöhen wollen, gehen Sie ins Menü „DECT“. Dort sollte der Unterpunkt „Repeater“ auftauchen. Klicken Sie darauf und aktivieren Sie die Option „DECT-Repeater aktiv“. Unter „Anmeldung“ tragen Sie den vierstelligen PIN-Code ein, den Sie auf der DECT-Basisstation vergeben haben. Nun speichern Sie mit „Übernehmen“. In der Folge beginnt die DECT-LED an der Fritzbox zu blinken, was Ihnen anzeigt, dass sich der Repeater im Anmeldemodus befindet. Jetzt müssen Sie an der Fritzbox, die als DECT-Basisstation arbeitet, die DECT-Taste drücken, bis sie ebenfalls zu blinken beginnt. Wenn die beiden LEDs nicht mehr leuchten, sind Basisstation und Repeater verbunden.

Tipp: Die Fritzbox kann mehr als nur einen Internetzugang bereitstellen. Die Kombigeräte bieten unter anderem einen eigenen NAS-Speicher und erlauben den Zugriff übers Internet auf das eigene Netzwerk.

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