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ADAC prüft Einsatz von Notarzt in Drohnen

30.11.2018 | 09:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die ADAC Luftrettung prüft den Einsatz von bemannten Flugdrohnen im Rettungsdienst. Die Drohne soll den Notarzt zum Patienten fliegen. Update: ADAC erklärt Zweck der Drohnenerprobung.

Die ADAC Luftrettung prüft in einer Machbarkeitsstudie in Bayern und Rheinland-Pfalz den Einsatz von bemannten Flugdrohnen der Firma Volocopter im Rettungsdienst. Bei den Drohnen handelt es sich um Multikopter, also um Drohnen mit zahlreichen Rotoren. Der Volocopter hat 18 Rotoren.

Jochen Oesterle, Pressesprecher des ADAC, erklärt auf Nachfrage der PC-WELT: "Bei der Studie geht es darum, den Volocopter im direkten Vergleich mit einem Notarzteinsatzfahrzeug zu untersuchen. Dabei geht es um den Einsatz als schnellen Notarztzubringer. Ob es Vorteile gibt, kann erst die Studie zeigen."

Der Volocopter der gleichnamigen Firma aus Bruchsal kann zwei Personen aufnehmen. Die zweiköpfige Besatzung des Volocopters besteht aus Arzt und Pilot. Die Volocopter werden elektrisch angetrieben. Im Rahmen des Pilotprojektes werden die Volocopter für den Rettungsdienst weiterentwickelt und als Notarztzubringer eingesetzt.

Osterle weiter: "Die Reichweiten sind bei den Volocoptermodellen unterschiedlich. Diese Frage ist auch Teil der Forschungsflüge, sobald wir hier Ergebnisse haben, werden wir die Öffentlichkeit informieren".

Die Volocopter-Erprobung erfolgt im Rettungsdienstbereich Ansbach mit dem Luftrettungsstandort Dinkelsbühl in Bayern und im Land Rheinland-Pfalz. Für beide Regionen simuliert das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Ludwig-Maximilians-Universität München (INM) ab Frühjahr 2019 Luftrettungseinsätze mit Volocoptern am Computer. In den kommenden Monaten soll es zudem erste Forschungsflüge geben. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem die ADAC Luftrettung bereits im Bereich Forschung und Entwicklung kooperiert.

Erste Ergebnisse der Studie über das Einsatzpotenzial und die Wirtschaftlichkeit dieser Fluggeräte im Rettungsdienst sind für Herbst/Winter 2019 geplant. Die Kosten der auf eineinhalb Jahre angelegten Machbarkeitsstudie belaufen sich laut ADAC auf rund 500.000 Euro.

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