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4K optimal einrichten: So reizen Sie Ihr Gerät voll aus!

04.11.2018 | 18:23 Uhr |

Ihr aktueller UHD-Fernseher verspricht Bilder mit maximalen Details und in unglaublicher Schärfe. Doch oft will sich die Bilderpracht nicht so richtig einstellen. Mit unseren Tipps drehen Sie an den richtigen Stellschrauben und holen das Optimum aus Ihrem TV heraus.

Ultra-HD-Auflösung und Hochkontrast sind bei einem Fernseher keine Features mehr, die selten vorkommen. Im Gegenteil: Wer sich einen aktuellen TV für mehrere hundert Euro angeschafft hat, besitzt meist ein Gerät, das 3840 x 2160 Pixel auf die Fläche bringt. Gleichzeitig fallen die Preise für Zuspieler, die ihrerseits mit der hohen Auflösung und dem Mehr an Kontrast umgehen können. Wenn die Geräte erst mal im Haus sind, wollen Sie die hohe Auflösung und die Darstellungsdetails auch maximal ausreizen. Oft klappt das nicht auf Anhieb. Daher lohnt es sich, ein wenig Zeit zu investieren. Mit unseren Tipps steht der TV richtig, zeigt optimale Bilder und spielt reibungslos mit dem UHD-Player zusammen.

TV-Test: Aktuelle UHD-Fernseher im Vergleich mit neuem OLED-Boliden

So steht der Fernseher ideal

Um den idealen Aufstellungsort für Ihren UHD-Fernseher zu finden, sind die Krite-rien Sitzabstand und Lichtquellen entscheidend. Bei einem Full-HD-Fernseher hat sich folgende Faustregel durchgesetzt: Der ideale Abstand ergibt sich aus der 2,5-fachen Displaydiagonale. Ist Ihr neuer Fernseher beispielsweise ein 55-Zoll-Gerät, so kommt er auf eine Diagonale von rund 1,40 Metern. Daraus ergibt sich eine ideale Distanz zum Betrachter von rund 3,50 Metern.

An ein UHD-Fernsehgerät dürfen Sie aufgrund der höheren Auflösung grundsätzlich näher heranrücken. Manche TV-Experten sprechen sogar von etwa dem halben Abstand, den Full-HD-TVs benötigen – das heißt also die 1,2-fache Displaydiagonale oder die 1,5-fache Bildschirmhöhe. Wichtiger als die Richtwerte ist der eigene Test: Von Ihrer Sitzposition aus sollten Sie alle Details auf dem Schirm erkennen können. Dafür kann es Sinn machen, ein wenig weiter vom Gerät wegzurücken. Versuchen Sie es mit bis zu zwei Metern bei Größen bis 49 Zoll, mit bis zu vier Metern bei Diagonalen von 50 bis 65 Zoll und mit mehr als vier Metern bei Zollgrößen über 65 Zoll.

Egal ob Sie den Fernseher an die Wand hängen oder nicht: Die Höhe muss stimmen.
Vergrößern Egal ob Sie den Fernseher an die Wand hängen oder nicht: Die Höhe muss stimmen.

Neben dem richtigen Abstand gilt es, störende Lichtquellen zu vermeiden. So sollten weder Lampen noch Fenster Spiegelungen auf der Schirmoberfläche verursachen. Von einem Standort direkt gegenüber von Fensterfronten ist aus diesem Grund abzuraten. Doch häufig schaden auch seitliche Lichtquellen dem TV-Kontrast derart, dass auf dem Display beinahe nichts mehr zu erkennen ist. Lässt sich der Standort nicht ändern, hilft oft nur, den Raum durch Vorhänge oder Jalousien abzudunkeln.

Zu bedenken ist außerdem die richtige Höhenposition des Fernsehers. Egal ob Sie ihn an die Wand hängen oder auf einem Möbel aufstellen, sollten Ihre Augen beim Betrachten auf das obere Drittel der Bildschirmfläche (nicht der Gesamthöhe) des Fernsehers treffen, wenn Sie gerade davor sitzen. Das ist besonders bei großen TVs ab siebzig Zoll Bilddiagonale keine leichte Aufgabe. Bevor Sie nun Gefahr laufen, mit geneigtem Kopf auf die Bildfläche zu schauen, vergrößern Sie besser den Sitzabstand zum Gerät.

TV ins Heimnetz bringen

Um die Smart-TV-Funktionen nutzen zu können, integrieren Sie das Gerät in Ihr WLAN-Netzwerk.
Vergrößern Um die Smart-TV-Funktionen nutzen zu können, integrieren Sie das Gerät in Ihr WLAN-Netzwerk.

Rund zwei Drittel der Fernseher, die 2017 verkauft wurden, sind der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) zufolge smart. Das entspricht rund fünf Millionen Geräten allein im letzten Jahr – Tendenz steigend. Für diese Geräte gilt: Neben Strom und Empfangstyp sind sie erst voll funktionstüchtig, wenn sie im Heimnetz eingebunden sind. Dabei haben Sie die Wahl zwischen drahtgebundener Verbindung über Ethernet und drahtloser Anbindung mittels WLAN. Wer zum Aufstellort nur schwer verkabeln kann, wählt WLAN. Meistens finden Sie während des Installationsprozesses bereits einen Schritt, der die Heimnetzverbindung vorsieht. Wählen Sie Ihr WLAN-Netz aus und geben Sie Ihr Passwort ein, um die Verbindung herzustellen. Alternativ beherrschen viele TVs das Verbinden per WPS-Taste (Wi-Fi Protected Setup). Starten Sie den Prozess per Knopfdruck am Router und Bestätigung mit „OK“ am TV, finden sich die Geräte im WLAN und tauschen die Zugangsdaten aus. Wollen Sie erst später die Verbindung herstellen, so finden Sie den entsprechenden Menüpunkt unter „Einstellungen –› Netzwerk“ oder einer ähnlichen Bezeichnung.

Wenn Sie sich nicht umständlich über die Fernbedienung durch Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen hangeln möchten, um Ihr Passwort einzugeben, dann können Sie bei zahlreichen Fernsehern mit Android-Betriebssystem auch Ihr Smartphone per Bluetooth oder Wi-Fi Direct mit dem Fernseher verbinden, um bequemer über den Touchscreen des Mobilgeräts vorzugehen.

TV-Gerät aktualisieren

Halten Sie die TV-Software auf dem neuesten Stand, versorgen Sie das Gerät mit aktuellen Funktionen.
Vergrößern Halten Sie die TV-Software auf dem neuesten Stand, versorgen Sie das Gerät mit aktuellen Funktionen.

Ist das Fernsehgerät erst einmal mit dem Internet verbunden, erscheint oft als erste Meldung, dass ein Firmware-Update vorliegt. Über die Aktualisierung spielen die TV-Hersteller neue Funktionen, verbesserte Modi oder neue Versionen ihrer Smart-TV-Bedienoberflächen ein. Da ein Update auch hinsichtlich der Bildeinstellungen durchaus Verbesserungen bringen kann, führen Sie das Update durch. Grundsätzlich kann es nicht schaden, den Fernseher auf den aktuellsten Stand zu bringen. Soll der Prozess künftig automatisch vonstattengehen, aktivieren Sie einfach die Auto-Update-Option. Sie finden sie in den TV-Einstellungen meist unter „Allgemein“ oder „Info“. Um den Aktualisierungsprozess abzuschließen, müssen Sie den Fernseher in der Regel aus-und wieder einschalten.

Auch ein Fernsehgerät, das nicht im Heimnetz integriert ist, lässt sich durch ein manuelles Firmware-Update aktualisieren. Ob eine neue Version vorliegt, können Sie auf der Support-Website des TV-Herstellers anhand der genauen Modellbezeichnung Ihres TV-Geräts recherchieren. Laden Sie sich das Update auf den PC herunter und entpacken Sie es am Rechner, wenn es sich um eine komprimierte Exe-Datei handelt. Diese verschieben Sie auf einen USB-Stick, den Sie in einen freien Port an Ihrem Fernseher stecken. Achten Sie dabei darauf, dass der TV eingeschaltet ist und kein weiteres USB-Gerät mit ihm verbunden ist.

Wechseln Sie als Nächstes mit der Fernbedienung zu den „Einstellungen“ und suchen Sie „Software-Update“. Diese Option finden Sie beispielsweise unter den Menüpunkten „Allgemein –› Info“ oder „Support“. Wählen Sie nun „Update über USB“ oder Ähnliches aus. Daraufhin wird der angesteckte USB-Stick durchsucht und das Update durchgeführt. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern. Entfernen Sie den USB-Stick bitte erst, wenn die Aktualisierung beendet ist. Entweder startet der Fernseher danach automatisch neu oder er zeigt eine Aufforderung an, ihn aus-und wieder einzuschalten.

Vordefinierte Bildmodi nutzen

Kostenloses Testmaterial bietet das US-amerikanische Heimkinoforum als Testsuite AVS HD 709 an.
Vergrößern Kostenloses Testmaterial bietet das US-amerikanische Heimkinoforum als Testsuite AVS HD 709 an.

Im Laden laufen Fernseher meist im Shopmodus, bei dem die Parameter Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung voll aufgedreht sind. Für den privaten Gebrauch eignen sich die Werkseinstellungen jedoch nicht. Sie sind dafür gedacht, dass der Bildschirm Aufmerksamkeit erregt, obwohl er inmitten einer Masse anderer Fernsehgeräte steht. Für den Alltagseinsatz bieten sämtliche TV-Geräte vielmehr vordefinierte Einstellungen, die auf bestimmte Szenarien zugeschnitten sind. Mit „Dynamisch“ oder „Lebhaft“ bekommen Sie ein Bild mit sehr hoher Helligkeit. Farben, Kontrast sowie Schärfe sind überbetont. Etwas gemäßigter ist der Preset „Standard“, der aber auch auf eher helle Umgebungen zugeschnitten ist. „Film“ oder „Kino“ sind auf die Wiedergabe von Video-und Filmmaterial optimiert, „Sport“ oder „Fußball“ auf schnelle Bewegungen von Ball und Mensch, „Spiel“ oder „Game“ auf eine geringe Latenz zwischen Eingangssignal und Anzeige.

Einen ersten Eindruck, wie gut die Presets Ihres Fernsehers sind, vermitteln Ihnen Inhalte, deren Farben und Darstellungsschärfe Sie möglichst genau im Kopf haben. So fällt Ihnen am ehesten auf, ob bestimmte Bereiche überzeichnet sind oder die Schärfe zu stark respektive zu schwach ausfällt. Verlässlicher als eigenes Material ist ein echtes Testbild – etwa von Burosch. Im Fernseher hinterlegte Testbilder sind für eine Prüfung eher ungeeignet, obwohl sie bei vielen Modellen beim jeweiligen Bildmodus zu finden sind. Erfahrungsgemäß sind die Presets bei den aktuellen Fernsehgeräten sehr gut auf die Panel-Qualitäten zugeschnitten. Es kommt daher häufig vor, dass Sie keine weiteren Änderungen vornehmen müssen. Je nachdem, was Sie gerade anschauen wollen, wählen Sie den entsprechenden Modus über die Fernbedienung aus. Sind Sie von einem Bildmodus so überzeugt, dass Sie ihn auf alle Signalquellen anwenden möchten, können Sie das in den Moduseinstellungen festlegen.

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TV-Presets weiter anpassen

Voreingestellte Bildmodi lassen sich bei vielen Fernsehern optisch beurteilen.
Vergrößern Voreingestellte Bildmodi lassen sich bei vielen Fernsehern optisch beurteilen.
© Foto: © Destina – Fotolia.com

Gefällt Ihnen ein Bildmodus grundsätzlich, aber noch nicht hundertprozentig, so können Sie ihn als Basis nehmen und weiter verfeinern. Am ehesten eignen sich die Modi „Film“ oder „Cinema“ als Ausgangspunkt fürs weitere Justieren. Sie bieten neutrale Farben und in der Regel die größte Anzahl an Parametern. Bevor Sie beginnen, überprüfen Sie, ob Ihr Fernseher einen Umgebungslichtsensor hat, mit dem er das Backlight automatisch an das Umgebungslicht anpasst. Ist das der Fall, schalten Sie ihn ab. So stellen Sie sicher, dass die Bedingungen konstant bleiben und das Gerät zwischendurch nicht abdunkelt, um Energie zu sparen. Sorgen Sie gleichzeitig für Lichtbedingungen, die Ihren Fernsehgewohnheiten entsprechen. Lassen Sie den TV mindestens eine Viertelstunde laufen, bevor Sie beginnen, ihn einzustellen. So stellen Sie sicher, dass er auf Betriebstemperatur ist, und vermeiden Farbveränderungen.

Schreiben Sie sich die einzelnen Werte für Kontrast, Helligkeit, Schärfe et cetera des Ausgangsbildmodus auf, damit Sie den Urzustand jederzeit wiederherstellen können. Bei vielen TV-Modellen lässt sich der Modus einfach wieder auf die Grundeinstellungen zurücksetzen, wenn Sie mit den Anpassungen doch nicht zufrieden sein sollten. Beim Justieren sollten Sie grundsätzlich behutsam vorgehen. Empfehlenswert ist es, persönliche Modi für unterschiedliche Szenarien zu erstellen – beispielsweise für eine dunkle und eine helle Umgebung.

Neutrales Testmaterial

Zum Beurteilen der Bildqualität Ihres Fernsehers empfiehlt sich ein neutrales Testbild.
Vergrößern Zum Beurteilen der Bildqualität Ihres Fernsehers empfiehlt sich ein neutrales Testbild.

Es macht keinen Sinn, den Fernseher anhand von Serien oder Filmen zu beurteilen, die über Player oder Fernsehkanäle zugespielt werden. Denn diese Inhalte sind generell bearbeitet, damit sie eine bestimmte Atmosphäre transportieren. Wollen Sie sich einen objektiven Eindruck von der Bildqualität Ihres Geräts verschaffen, benötigen Sie deshalb neutrales Testmaterial. Kostenlose Bilder und Videos finden Sie im Internet – zum Beispiel die Testsuite AVS HD 709 des US-amerikanischen Heimkinoforums, die verschiedene Testsequenzen sowie Testbilder zum Einstellen von Farbe, Kontrast und Helligkeit beinhaltet. Sie finden diese hier inklusive einer detaillierten Anleitung in unterschiedlichen Fassungen zum Downloaden. Das Material lässt sich auf DVD-und Blu-ray-Scheiben brennen oder vom USB-Stick abspielen.

Dabei steht die Zahlenfolge „709“ für den Farbraum Rec.709, den die ITU (International Telecommunication Union – Internationale Fernmeldeunion) als Standard für HD-Videos vorgegeben hat. Für die Testbilder bedeutet dies, dass sie den eingeschränkten Farbraum mit 16 bis 235 Helligkeitsstufen verwenden. Rechner nutzen im Gegensatz hierzu den kompletten RGB-Farbraum mit 0 bis 255 Abstufungen. Im Videobild – etwa über den Fernsehkanal oder den Blu-ray-Player – verlieren Sie damit Abstufungen im ganz hellen und ganz dunklen Bereich. Trotzdem ist Rec.709 derzeit immer noch der Standardfarbraum für hochauflösende TV-Sendungen und Blu-rays.

Spezielle Testbilder für den erweiterten Farbraum BT.2020 sind in der Regel nur gegen Gebühr zu haben.
Vergrößern Spezielle Testbilder für den erweiterten Farbraum BT.2020 sind in der Regel nur gegen Gebühr zu haben.

Aktuelle UHD-Fernseher lassen sich auf den erweiterten Farbraum BT.2020 umstellen. Er ist jedoch nur sinnvoll, wenn Quellgerät und Abspielmaterial diesen Farbraum auch unterstützen. Das ist derzeit zwar bei UHD-Blu-ray-Disks und Onlinestreams von Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime der Fall, für die klassischen Empfangswege über Fernsehsignale dient jedoch nach wie vor der Farbraum Rec.709 als Grundlage. Grundsätzlich gilt: Ihr Anzeigebild lässt sich nur in Kombination mit dem jeweiligen Signalweg optimieren. Wenn Sie sich die Testbilder also beispielsweise auf einen USB-Stick oder auf eine SD-Karte gespielt haben, muss das Gerät am HDMI-Anschluss einen entsprechenden Einschub mitbringen.

Weitere Bildoptimierungen

Fernseher bieten innerhalb des gewählten Bildmodus weitere Möglichkeiten zur Bildverbesserung – zumeist unter der Bezeichnung „Experteneinstellungen“. Hier finden Sie Funktionen zur Rauschunterdrückung oder für die Bewegungskompensation. Insbesondere für das Optimieren der Anzeige – wenn schnelle Bewegungen ohne Ruckler und Artefakte dargestellt werden sollen – bedienen sich die Hersteller einer Vielzahl von Begriffen wie etwa Trumotion bei LG, Motion Plus bei Samsung, Intelligent Frame Creation bei Panasonic oder Motionflow bei Sony. Sie alle setzen Zwischenbilder, um Bewegungsunschärfen zu reduzieren. In den meisten Fällen wählen Sie zwischen den Graden „Niedrig“, „Mittel“ und „Hoch“ sowie „Automatisch“ oder „Aus“. Dabei gilt: Weniger ist oft mehr. Denn übertreiben Sie, so erhalten Sie anstatt des geschärften Bildes genau das Gegenteil – eine verwaschene Anzeige, auch Soap-Effekt genannt.

Bei vielen Fernsehern können Sie den Gamma-Wert manuell einstellen. Hierbei sind Displays grundsätzlich auf den Wert 2,2 kalibriert – den typischen Korrekturwert für PC-Monitore und somit auch TVs. Bietet Ihr Fernsehgerät alternative Gamma-Werte – wie etwa 2,4 oder 1,9 –, dann zeigt er entweder im dunklen oder im hellen Bereich mehr Details an. Abhängig vom Inhalt sehen Sie in einem Bereich mehr Helligkeitsunterschiede, wenn Sie den Wert verändern. In der Regel empfiehlt es sich allerdings, den Wert unverändert zu lassen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Weißabgleich. Auch wenn Ihr Fernseher diese Einstellung anbietet, ist es sinnvoller, Sie regeln die Weißeinstellung über die Farbtemperatur. Diese lässt sich in Abstufungen von „Kalt“ über „Mittel“ bis „Warm“ auswählen. Probieren Sie die Optionen grundsätzlich bei typischen Lichtverhältnissen aus.

Auch interessant: Fernseher als Monitor nutzen – das müssen Sie wissen

4K-Player richtig vorbereiten

UHD-Blu-ray-Player beherrschen ab Werk oft nicht alle versprochenen Funktionen.
Vergrößern UHD-Blu-ray-Player beherrschen ab Werk oft nicht alle versprochenen Funktionen.

Sie haben sich zu Ihrem neuen UHD-TV-Gerät einen passenden 4K-Player mit HDR gegönnt. Damit dieser die Hochkontrastbil-der (HDR) auch anzeigen kann, muss er mit dem richtigen HDMI-Anschluss am Fernseher verbunden sein. Denn gerade bei kostengünstigen UHD-TV-Geräten sind zwar mehrere HDMI-Schnittstellen am Gehäuse vorhanden, allerdings bringt häufig nur ein Anschluss die erforderlichen Voraussetzungen mit: Ab der Version 2.0a unterstützt der Standard HDR und ab der Version 2.0b zusätzlich Hybrid Log Gamma (HLG). Ein spezielles Kabel benötigen Sie dafür nicht: Jedes Exemplar mit der Bezeichnung „HDMI Highspeed“ reicht aus, solange es gut abgeschirmt und nicht länger als drei Meter ist.

Auch die Player bieten oft mehrere HDMI-Ports, die sich im Funktionsumfang voneinander unterscheiden. Für die Verbindung zum Fernseher benutzen Sie den Anschluss mit der Bezeichnung „Out to TV“. Er ist auf den Transfer von Audio-und Videosigna-len vorbereitet, da er mit dem Kopierschutz HDCP 2.2 umgehen kann, mit dem UHD-Blu-rays verschlüsselt sind. Wenn es weitere HDMI-Anschlüsse am Player gibt, eignen sich diese oft lediglich zur Übertragung von Audiosignalen und sind entsprechend mit „Audio Only“ beschriftet.

Genau wie Ihr Fernseher lässt sich auch der UHD-Player über LAN oder WLAN mit dem Heimnetz verbinden. Wenn er darüber Zugang ins Internet hat, überprüfen Sie bitte, ob ein Firmware-Update für das Gerät vorliegt. Der Grund: Oftmals liefern die Hersteller wichtige Funktionen über Aktualisierungen nach. Gleichzeitig prüfen viele Player nach der Inbetriebnahme nicht automatisch, ob ein Update vorliegt. So hat zum Beispiel LG beim Player-Modell UP970 erst Monate nach dem Verkaufsstart die HDR-Funktion Dolby Vision über ein Firmware-Update nachgeliefert. Dass das Nachrüsten von Funktionen nicht immer auf Anhieb klappt, mussten die Benutzer dieses Geräts erfahren. So hat der UHD-Player erst nach einigen Aktualisierungsläufen Dolby Vision auch wirklich unterstützt.

Schalten Sie den HDR-fähigen UHD-Player zum ersten Mal ein, zeigt er Ihnen in einer Meldung an, dass er für diesen HDMI-Anschluss den erweiterten Farbraum nutzt.
Vergrößern Schalten Sie den HDR-fähigen UHD-Player zum ersten Mal ein, zeigt er Ihnen in einer Meldung an, dass er für diesen HDMI-Anschluss den erweiterten Farbraum nutzt.

Der Fall zeigt gleichzeitig, dass Sie sich mit einem Update auch Ärger einhandeln können. Eine Vorgängerversion hat etwa Probleme beim Auslesen des Blu-ray-Regionalcodes B verursacht. Die Blu-rays ließen sich nicht mehr abspielen. Um dies zu verhindern, recherchieren Sie bitte die angegebene Version im Internet, bevor Sie den Vorgang starten. In der Regel stoppen die Hersteller fehlerhafte Software-Updates und liefern relativ zeitnah neue Versionen nach.

Hochkontrast einrichten

Generell erkennt Ihr TV-Gerät automatisch, wenn ein UHD-Player angeschlossen ist, der für das Darstellen von Hochkontrastbildern den erweiterten Farbraum benötigt, und schaltet diesen für den Anschluss frei. Eine entsprechende Meldung informiert Sie beim ersten Einschalten darüber. Möchten Sie ganz sicher sein, können Sie auch selbst nachsehen. Normalerweise finden Sie die 10-Bit-Farbauflösung im Fernsehmenü unter „Allgemein“ oder „Allgemeine Einstellungen“ bei den Einstellungen zum HDMI-Anschluss. Suchen Sie nach der Bezeichnung des Herstellers für den erweiterten Farbraum – beispielsweise „Ultra HD Deep Colour“ bei LG, „UHD Colour“ bei Samsung oder „HDR Einstellungen“ bei Panasonic. Finden Sie die Bezeichnung, ist die Anzeige auf den erweiterten Farbraum geschaltet.

Für die Hochkontrastbilder bieten die Fernseher eine eigene Auswahl an Bildmodi an. Oft bestimmt das Quellmaterial, welcher Modus Sinn macht. Probieren Sie daher die unterschiedlichen Modi durch.

Ist Ihr Ultra-HD-HDR-Film eher düster gehalten, empfiehlt sich der Bildmodus „HDR-Standard“, da er das hellste Bild mitbringt. Hiervon profitieren die Details in dunklen Bereichen. Wenn Ihr UHD-Blu-ray-Film dagegen eher in hellen Farben gemastert ist und Sie ihn in dunkler Umgebung sehen, so wählen Sie „Kino“, „Kino Home“ oder „Kino-Benutzer“. Die Anzahl der Kino-Bildmodi unterscheidet sich von Modell zu Modell. Suchen Sie sich einfach den Bildmodus aus, der Ihnen am besten gefällt. Sie können ihn weiter modifizieren, indem Sie die Parameter anpassen. Teilweise unterscheiden sich die Kino-Bildmodi auch in den Einstellmöglichkeiten. Gefällt Ihnen ein Modus, dann schreiben Sie sich die angezeigten Parameter für Kontrast, Schärfe und so weiter auf und übertragen diese Werte in den Modus, der mehr Einstellungen bietet – zum Beispiel für das Justieren der Farbtemperatur.

Ein Modus, der sich auf alle Filme und Umgebungsbedingungen anwenden lässt, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Sie werden um das Ausprobieren und weitere Anpassen auch künftig nicht herumkommen.

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