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4K-Beamer: Natives UHD versus Pixel-Shifting

20.07.2018 | 09:07 Uhr |

Interessieren Sie sich für einen Projektor mit UHD-Auflösung, so begegnen Ihnen zwei Verfahren, um dem Gerät die hohe Auflösung zu entlocken: Beamer mit nativer 4K-Auflösung und Gerätevarianten, die mit Pixel-Shifting arbeiten.

Letztere sind weitaus günstiger in der Anschaffung. Bevor Sie nun einfach zugreifen, sollten Sie den technischen Unterschied kennen, weil es sich strenggenommen nur in einem Fall um echte 4K-Auflösung handelt.

So gehen Beamer nativ mit 4K um: Das Signal erreicht den Projektor normalerweise über einen Zuspieler, der über HDMI angeschlossen ist. Der eingebaute Bildprozessor verarbeitet es. Auch wenn dabei möglicherweise unterschiedliche Bildverbesserungsverfahren angewendet werden, bleibt die ursprüngliche Auflösung doch erhalten. Im Gerät sitzen drei 4K-Panele für die Farben Rot, Grün und Blau. Jedes Exemplar hat dann im idealen Fall eine Auflösung von 4096 x 2160 Pixel. Hier wird das eingehende Signal in die Grundfarben aufgeteilt und erneut gebündelt, um es danach über die Linse auszugeben.

Als Lichtquelle nutzen Beamer mit einer nativen 4K-Auflösung vielfach hochwertige UHP-Lampen (Ultra High Performance) sowie im sehr hohen Preisbereich auch Laser. UHP-Lampen erzeugen wegen des sehr kleinen Elektrodenabstands ein äußerst punktförmiges wie auch effizientes Licht. Sie verursachen wenig Streulicht und benötigen auch weniger Leistung als andere Lampentypen. Die Folge: Sie halten die Farbtemperatur sehr konstant. Der Beamer benötigt weniger Energie, muss weniger gekühlt werden und kann so leiser arbeiten als andere Projektortypen.

wiePixel- Shifting bei 4K-Beamern: Bei diesem Verfahren wird das UHD-Signal auf drei Full-HD-Panel aufgeteilt, bevor es in der Shifting-Einheit wieder verdoppelt wird.
Vergrößern wiePixel- Shifting bei 4K-Beamern: Bei diesem Verfahren wird das UHD-Signal auf drei Full-HD-Panel aufgeteilt, bevor es in der Shifting-Einheit wieder verdoppelt wird.

Die Auswahl an Beamern, die mit nativer 4K-Auflösung arbeiten, ist derzeit noch recht überschaubar. Die größte Modellvielfalt bietet Sony an, einzelne Geräte stammen darüber hinaus von JVC. Die Preise starten bei rund 5000 Euro.

Im Preisvergleich:    ➤ 4k Beamer von Sony     ➤ 4k Beamer von JVC

UHD-Projektoren mit Pixel-Shifting (E-Shift): Hierbei trifft das 4K-Signal entweder auf einen 4K-Bildprozessor oder wird sofort auf Full-HD-Niveau heruntergerechnet. Zwei Verfahren übernehmen daraufhin die Weiterverarbeitung: In hochwertigen Shifting-Projektoren befinden sich drei Chipsätze mit jeweils Full-HD-Auflösung, die die Farben Rot, Grün und Blau beleuchten. Über einen Spiegel werden die Lichtstrahlen wieder gebündelt und in eine Shifting-Einheit geschickt, die zwischen Spiegel und Linse liegt. Dort findet die diagonale Verschiebung um ein halbes Pixel statt. Durch die Verdoppelung entsteht auf der Leinwand ein UHD-Bild mit 3840 x 2160 Pixel. Günstigere 4K-Beamer nutzen DLP-Technik (Digital Light Processing): Hier wird das Lampenlicht durch ein RGB-Farbrad geschickt. Gleich danach trifft es auf dem DMD-Chip (Digital Mirror Device) auf, der entweder 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) oder sogar 2516 x 1528 Pixel (native 4 Megapixel) aufweist. Hier wird die Auflösung verdoppelt, die Sie endgültig auf der Leinwand sehen. Die Technik ermöglicht verhältnismäßig kompakte Geräte zu günstigeren Preisen. Ein DLP-UHD-Beamer von Herstellern wie zum Beispiel Acer oder Viewsonic ist derzeit ab rund 1100 Euro erhältlich.

Vor- und Nachteile des Pixel-Shiftings: Beamer mit E-Shift-Technik sind von der Größe her vergleichbar mit den herkömmlichen Full-HD-Modellen. Damit lassen sie sich genauso einfach transportieren und aufstellen. Allerdings gehen sie nicht nativ mit der Auflösung um. Aus diesem Grund können Sie in der Detaildarstellung nicht an echte 4K-Projektoren heranreichen.

Im Hinblick auf die Helligkeit treten gleichfalls Unterschiede auf: So erreichen native 4K-Beamer meistens maximal 2000 Lumen. Für ein gutes Heimkinoerlebnis ist es erforderlich, den Raum abzudunkeln. Bei den Pixel-Shifting-Modellen finden Sie Werte von bis zu 3500 Lumen. Angaben der Hersteller zufolge sollen sich diese daher für helle Umgebungen eignen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Der Grund: Die Helligkeitswerte beziehen sich auf die maximale Helligkeit bei einem Weißbild, nicht auf die Farbhelligkeit. Ob sich der preisgünstigere E-Shift-Beamer tatsächlich besser für helle Umgebungen eignet, kann nur ein Test zeigen.

Tipp: 4K optimal einrichten: So reizen Sie Ihr Gerät voll aus!

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