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3D-Drucker erschafft Objekte innerhalb von Sekunden

05.02.2019 | 15:23 Uhr | Michael Söldner

Wie die Replikatoren aus Star Trek kann ein Verfahren namens CAL beliebige 3D-Objekte in kurzer Zeit erschaffen.

Der Druck von Objekten mit einem herkömmlichen 3D-Drucker ist oft zeitaufwendig. Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) und der University of California Berkeley haben nun ein Verfahren entwickelt, welches dem Vorbild des Replikators aus Star Trek schon deutlich näher kommt: Die Methode setzt nicht auf einen Aufbau in Schichten, sondern erzeugt das gewünschte Objekt in einem Arbeitsschritt. Dazu wird Licht so eingestrahlt, dass sich das Grundlage dienende Harz in ein festes Objekt verwandelt.

Als Vorlage für ihre Methode diente den Forschern die Computertomographie. Der Prozess namens Computed Axial Lithography (CAL) setzt wie die Vorlage aus der Medizin auf gezielte Lichtimpulse. Dazu kommt ein rotierender Behälter, in dem sich das lichtempfindliche Material befindet. Mit genügend Lichteinwirkung startet eine chemische Reaktion, die das Harz in einen festen Stoff verwandelt.

Die Erzeugung eines mehrere Zentimeter großen Objekts dauert nur wenige Minuten. Als Beweis für die Leistungsfähigkeit ihres Verfahrens haben die Forscher die berühmte Skulptur „Der Denker“ des Bildhauers Auguste Rodin in unter einer Minute nachgebaut. Ob und wann das Verfahren zur Serienreife gebracht wird, bleibt allerdings offen. Gut möglich, dass 3D-Drucker mit einer so gesteigerten Produktionsdauer von Endkunden eher angenommen werden. Derzeit schrecken die hohen Anschaffungskosten und die limitierten Möglichkeiten aktueller 3D-Drucker viele Kunden noch ab.

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