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3215 Menschen sterben 2017 vermutlich im Verkehr

28.12.2017 | 13:09 Uhr |

Der ADAC rechnet für 2017 mit 3215 Toten im Straßenverkehr. Doch nicht alle Arten von Verkehrsteilnehmern profitieren gleichermaßen von der steigenden Sicherheit. Und es gibt ein wachsendes Problem!

Nach einer aktuellen Prognose des ADAC wird die Zahl der im Jahr 2017 im Straßenverkehr getöteten Menschen mit 3.215 auf einem ähnlich hohem Niveau liegen wie im Vorjahr. Mit 3206 Verkehrstoten war 2016 ein historischer Tiefststand erreicht worden - der ADAC hatte damals übrigens mit 3280 Toten gerechnet; es bleibt also abzuwarten, ob die diesjährige Prognose des ADAC zutrifft. Zum Vergleich: Die Zahl der Toten war seit Anfang der 1970er-Jahre – damals starben mehr als 21.000 Menschen auf den Straßen – bis zum Jahr 2010 kontinuierlich gesunken. 2012 waren dann 3606 Menschen auf den Straßen gestorben. 2013 gab es 3339 Verkehrstote, 2014 waren es 3377 Tote. Im Jahr 2015 starben mit 3475 Toten aber wieder mehr Menschen im Straßenverkehr. 

Gegenüber 2016 ist bei der Zahl der polizeilich erfassten Unfälle keine Veränderung zu erwarten: Sie stagniert voraussichtlich bei 2,59 Millionen. Einen Rückgang wird es laut Prognose hingegen bei den Unfällen mit Personenschaden geben. Ihre Zahl sinkt gegenüber 2016 um drei Prozent auf 299.000. Auch die Zahl der Verunglückten ist rückläufig: Nach ADAC-Angaben nimmt sie um 2,5 Prozent ab und liegt in diesem Jahr bei 390.000.

Nicht alle profitieren

Die Unfallbilanz der ersten neun Monate des Jahres 2017 zeigt, dass gegenüber dem Vorjahr weniger Pkw-Insassen und Fußgänger tödlich verunglückten. Die Zahl der getöteten Radfahrer stagniert, dagegen starben mehr Motorradfahrer und Insassen von Güterkraftfahrzeugen.

Wichtig: Nicht alle Straßen sind gleichermaßen gefährlich. Das höchste Sterberisiko weisen Land- und Bundesstraßen auf.

Technik rettet Leben

Der Grund für den Rückgang der Todesfälle im Straßenverkehr: Die Autos werden immer sicherer – dadurch aber auch immer schwerer. Einerseits ist die Crashsicherheit der Fahrzeuge immer besser geworden, wenngleich der Sicherheitsgurt nach wie vor Lebensretter Nummer 1 ist. Andererseits verhindern immer mehr Fahrsicherheitsassistenzsysteme, dass es überhaupt noch zu Unfällen kommt. Von letzteren profitieren auch Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer: Wenn Autos mit Hilfe von Notbremssystemen eine Kollision verhindern können.

Handys werden zum Problem

Technik kann aber auch Leben kosten: Wenn sie den Fahrer ablenkt. Das ist zunehmend durch Smartphones der Fall.

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