2369492

32 Kerne: AMD Ryzen Threadripper 2990WX zerschreddert Intels Core i9 im Test

14.08.2018 | 14:55 Uhr |

AMDs neues High-End-Modell Ryzen Threadripper 2990WX walzt mit 32 Kernen und 64 Threads so ziemlich alles nieder, was der Markt aktuell an Desktop-CPUs zu bieten hat. Mit einem Preis ab 1829 Euro ist der Prozessor gemessen an der Leistung und im Vergleich zur Konkurrenz mit knapp 30 Euro/Thread sogar vergleichsweise günstig. Für wen sich AMDs Threadripper 2990WX eignet, klären wir im Test.

Der AMD Ryzen Threadripper 2990WX verdoppelt im Vergleich zu seinem Vorgänger AMD Threadripper 1950X einfach mal kurz die Anzahl der CPU-Kerne plus Threads und kann so eine gewaltige Steigerung der Multicore-Rechenleistung erzielen, für die sich Intel jahrelang Zeit lassen würde.

Zugleich ist AMDs Threadripper 2990WX auch der weltweit erste Desktop-Prozessor mit 32 Kernen. Doch nicht nur bei Kernen & Threads hat AMD draufgesattelt, sondern auch die CPU-Architektur optimiert: Die verbesserte Zen+-Architektur bringt unter anderem die automatische Übertaktungsfunktionen Precision Boost 2 und Extended Frequency Range 2 (XFR 2) sowie die Speicherbeschleunigung StoreMI mit.

Wir vergleichen den AMD Ryzen Threadripper 2990WX mit dem Vorgänger AMD Threadripper 1950X (16 Kerne/32 Threads) sowie mit dem Intel Core i9-7980XE (18 Kerne, 36 Threads). Die Testergebnisse finden Sie weiter unten in übersichtlichen Diagrammen.

TEST-FAZIT: AMD Ryzen Threadripper 2990WX

Der AMD Ryzen Threadripper 2990WX mit 32 Kernen und 64 Threads setzt in Sachen Multicore-Leistung neue Maßstäbe und ist die aktuell beste Wahl für Kreative, Entwickler und überaus anspruchsvolle Nutzer, die geballte Rechen-Power des AMD-Prozessors auch abrufen können. Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass der Preis mit 1829 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) sogar noch unter der  deutlich lahmeren Konkurrenz-CPU liegt - dem Intel-Spitzenmodell Core i9-7980XE für 1892 Euro.

Nur bei der Single-Core-Leistung muss sich AMD dem Erzrivalen Intel geschlagen geben. Außerdem gönnt sich der 2990WX aufgrund seiner TDP von 250 Watt auch mehr Strom als die Konkurrenz, während flotter Arbeitsspeicher und eine gute Kühlung ebenfalls obligatorisch sein sollten. Doch die Testergebnisse und gezeigte Praxisleistung machen diese Negativpunkte locker wieder wett - und zwar so gut, dass wir dem AMD Ryzen Threadripper 2990WX gleich zwei PC-WELT-Awards verleihen!

Pro:

+ extreme und aktuell einzigartige Multicore-Leistung

+ entsperrter Multiplikator

+ hohe Anzahl an PCIe-Lanes

Contra:

- hoher Energieverbrauch

- mäßige Single-Core-Leistung

Der AMD Ryzen Threadripper 2990WX erhält die beiden PC-WELT-Awards "Innovative Technik" und "Herausragendes Tempo".
Vergrößern Der AMD Ryzen Threadripper 2990WX erhält die beiden PC-WELT-Awards "Innovative Technik" und "Herausragendes Tempo".

Verfügbarkeit aller neuen Threadripper-CPUs

Neben dem 2990WX kommen noch drei weitere Threadripper-Prozessoren auf den Markt: Der 2970WX (24 Kerne, 48 Threads), 2950X (16 Kerne, 32 Threads) und 2920X (12 Kerne, 24 Threads). Die letzten beiden Modelle sollen sich besser fürs PC-Gaming eignen. Um die Verfügbarkeit ist es folgendermaßen bestellt: Der 2990WX ist ab sofort verfügbar, während die anderen Modelle bis spätestens Oktober 2018 auf dem Markt kommen. Der Test des 2950X folgt bald auf pcwelt.de.

Technische Daten und Aufbau des AMD Ryzen Threadripper 2990WX

Wie bereits mehrfach erwähnt ist der AMD Ryzen Threadripper 2990WX mit 32 Kernen ausgerüstet, die Technik SMT (Simultaneous Multithreading) ermöglicht deshalb 64 Threads, da jedem "echten" Kern einen virtuellen zur Seite stellt - das ist definitiv schon Workstation-Niveau. Die Kerne teilen sich auf insgesamt vier Dies auf, die über je acht Cores verfügen Hinzu kommt, dass es sich um CPU-Kerne aus der verbesserten Zen+-Architektur handelt, die AMD im 12-Nanometer-FinFET-Verfahren fertigen lässt. Das bedeutet vor allem höhere Taktraten und ein geringerer Stromverbrauch im Vergleich zur ersten Threadripper-Generation, was allen voran an den schnelleren Transistoren liegt.

Die Topologie des 2990WX im Detail.
Vergrößern Die Topologie des 2990WX im Detail.
© AMD

Technische Daten von High-End-Prozessoren im Vergleich

AMD Ryzen Threadripper 2990WX

AMD Ryzen Threadripper 1950X

Intel Core i9-7980XE

Anzahl Kerne / Threads

32 / 64

16 / 32

18 / 36

Basis- / Boost-Takt

3,0 / 4,2 GHz

3,4 / 4,0 GHz

2,6 / 4,2 GHz

Level-3-Cache

64 MB

32 MB

24,75 MB

PCIe-Lanes

64

44

Speicherkanäle

Vier (Quad-Channel-Modus)

Fertigungsprozess

12 Nanometer FinFET

14 Nanometer FinFET

14 Nanometer FinFET

Sockel

sTR4

LGA2066

TDP (maximale Verlustleistung)

250 Watt

180 Watt

165 Watt

freier Multiplikator

Ja

Preis

1829 Euro (UVP)

776 Euro (Straßenpreis)

1892 Euro (Straßenpreis)

Der Basis-Takt beläuft sich auf 3,0 und der Boost-Takt auf 4,2 GHz. Der Level-3-Cache, der besonders für die Kommunikation zwischen den Kernen wichtig ist, liegt bei insgesamt auf 64 MB (4x 16 MB). Der 2990WX stellt außerdem 64 PCI-Express-Kanäle zur Verfügung, was vor allem beim Einsatz von RAIDs, NVMe-SSDs, Multi-GPUs und anderen Erweiterungskarten, die PCI-Express nutzen, ein deutlicher Vorteil ist. Dank der hohen Anzahl an Lanes kommt es kaum zu Leistungseinschränkungen, weil die Erweiterungskarten direkt an die CPU angebunden sind und sich keine PCI-Express-Kanäle mit anderen Geräten teilen müssen. Die TDP (maximale Verlustleistung) hingegen steigt auf stolze 250 Watt.

Die technischen Daten des AMD Ryzen Threadripper 2990WX.
Vergrößern Die technischen Daten des AMD Ryzen Threadripper 2990WX.

Quad-Channel-Modus und Support von flotterem RAM

Darüber hinaus unterstützt Threadripper 2 nun auch nativ flotteren DDR4-Speicher mit bis zu 2933 MHz, je nach Bestückung und RAM-Typ. Hinzu kommt, dass alle Threadripper-CPUs nach wie vor auch den Quad-Channel-Modus beherrschen, um mit dem Arbeitsspeicher zu kommunizieren. Hierbei können vier Speicherkanäle parallel genutzt werden, um eine viermal höhere Datenrate als im Single-Channel-Modus zu erreichen. Davon profitieren vor allem speicherhungrige Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung, aber auch beim Multi-Tasking oder beim Einsatz von virtuellen Maschinen macht sich das positiv bemerkbar.

Der Threadripper 2990WX im Sockel.
Vergrößern Der Threadripper 2990WX im Sockel.
© Friedrich Stiemer

Mehr Informationen zur Zen+-Architektur erhalten Sie in unserem Test des AMD Ryzen 2700X, über die zugrunde liegende Zen-Architektur informieren Sie sich am besten im Artikel "Alle Infos zu AMD Ryzen: Start, Preise, CPU-Modelle, Mainboards, Technik".

Besonderheiten bei Threadripper der zweiten Generation

Selbstverständlich kann der AMD Ryzen Threadripper 2990WX alles, was der 1950X kann, weshalb wir an dieser Stelle auf den Test des ehemaligen Flaggschiffs verweisen. Doch Zen+ bringt einige Neuerungen mit sich, die vor allem auf die Taktraten im Fokus haben. Precision Boost 2 soll alle Kerne noch öfters noch höher übertakten können. Die Übertaktung soll nun auch deutlich linearer ausfallen und ist stark abhängig von den Temperaturen, Stromverbrauch und CPU-Spannungen. Und ja, Ryzen-typisch ist der Multiplikator auch bei den Threadrippern der zweiten Generation entsperrt, was komfortableres Overclocking erlaubt.

Neu für Threadripper: AMDs Precision Boost 2.
Vergrößern Neu für Threadripper: AMDs Precision Boost 2.
© AMD

Noch einen Schritt weiter in Sachen automatischer Übertaktung geht XFR 2, das die CPU-Kerne noch weiter übertakten kann. Vor allem die Kühlung spielt hierbei eine wichtige Rolle: Je besser der CPU-Kühler ist, desto höhere Taktraten sollen möglich sein. Im Vergleich zu XFR 1 kann die zweite Version übrigens nun den Takt aller Kerne und Threads erhöhen.

Auch XFR 2 ist neu für die Threadripper-CPUs der zweiten Generation.
Vergrößern Auch XFR 2 ist neu für die Threadripper-CPUs der zweiten Generation.
© AMD

Ein weiteres Detail, was wiederum den Taktraten zugute kommt, wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. AMD fertigt zwar tausende Threadripper-Prozessoren, aber tatsächlich verwendet AMD für Threadripper 2 nur die besten fünf Prozent davon, die nach internen Testläufen ausgewählt werden. Übrigens sind auch alle IHS (Integrated Heatspreader, also die silbernen CPU-Abdeckungen) mit der Chipfläche verlötet für eine weitaus bessere Wärmeableitung als im Vergleich zu schnöder, dafür aber billigeren Wärmeleitpaste.

Kein neues Mainboard für Threadripper der 2. Generation nötig

Alle Threadripper-CPUs der zweiten Generation funktionieren auf den Mainboards der ersten Generation. Denn beim Sockel (sTR4) und beim Chipsatz (X399) ändert sich nichts. Deshalb gibt es auch nur vereinzelt neue Hauptplatinen von Herstellern. Allerdings gibt es den Hinweis von AMD, dass der 32- und 24-Kerner der zweiten Generation einiges an Strom ziehen. Asus beispielsweise bietet deshalb zusätzlich ein sogenanntes "Cooling Kit" für sein ROG Zenith Extreme an, um die Spannungswandler (VRM) auf dem Board mit zusätzlicher Frischluft zu versorgen.

Der CPU-Sockel (sTR4) bleibt gleich, einen neuen Mainboard-Chipsatz gibt es ebenfalls nicht.
Vergrößern Der CPU-Sockel (sTR4) bleibt gleich, einen neuen Mainboard-Chipsatz gibt es ebenfalls nicht.
© Friedrich Stiemer

Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung der intelligenten Speicherlösung StoreMI, die es bisher nur für X470-Boards gab. Diese smarte Speicherbeschleunigung fasst HDDs, SSDs und sogar einen Teil vom RAM zu einem virtuellen Laufwerk zusammen und schiebt dank eines stetig lernenden Algorithmus die Daten in den jeweils schnelleren Speicher, der am häufigsten vom Nutzer gebraucht wird - AMD verspricht hier ein deutlich spürbares Tempoplus.

Die Threadripper der zweiten Generation beherrschen auch die smarte Speicherlösung StoreMI.
Vergrößern Die Threadripper der zweiten Generation beherrschen auch die smarte Speicherlösung StoreMI.
© AMD

Standesgemäße Verpackung: Threadripper im Rampenlicht

Die Verpackung wollen wir auch nicht unerwähnt lassen: Anstelle einer langweiligen Box aus Pappe wie bei gleichteuren Modellen der Konkurrenz spendiert AMD den Theadripper-CPUs der zweiten Generation eine standesgemäßere, sprich dem Preis eher angepasste Umverpackung aus Plastik und Schaumstoff, die sich an der Front aufklappen lässt. Die CPU sitzt in der Mitte, umgeben von polygon geformtem, glänzendem Plastik - es macht fast den Eindruck, als würde der Chip selbst beleuchtet.

Die Verpackung für die neuen Threadripper-CPUs macht einiges her.
Vergrößern Die Verpackung für die neuen Threadripper-CPUs macht einiges her.
© AMD

MIt in der Verpackung befindet sich zwar kein Kühler, dafür aber ein Adapter-Ring für die meisten All-in-One-Wasserkühlungen, damit sie auf TR4 passen, sowie ein Torx-Schraubendreher mit fest eingestelltem Drehmoment: Das Werkzeug klickt also deutlich hörbar, wenn die drei Schrauben rund um den Sockel fest genug angezogen wurden. Denn wer die Schrauben zu fest andreht, kann die CPU tatsächlich beschädigen.

So haben wir getestet

Wir haben die Tests für die High-End-Prozessoren umgestellt und nutzen praxisnähere Programme, um die Leistung der CPUs beurteilen zu können. Als Mainboard für beide Threadripper nutzen wir das MSI MEG X399 Creation, für den Intel Core i9-7980XE das Asus ROG Strix X299-E Gaming. Die Kühlung der CPUs erfolgt stets mit einer All-in-One-Flüssigkühlung mit einem 240 Millimeter großen Radiator. Beim RAM nutzen wir viermal acht Gigabyte große Speichermodule des Typs G.Skill Trident Z RGB DDR4-3200 MHz (CL14-14-14-34). Alle Programme und Spiele befinden sich auf einer über SATA angebundenen SSD von OCZ. Bei der Grafikkarte setzen wir auf eine Nvidia Geforce GTX 1080 Founders Edition. Beim Netzteil handelt es sich um das 80-Plus-Gold-zertifizierte Antec TP-750C. Als Betriebssystem nutzen wir Windows 10 Pro (Version 1709). 

An dieser Stelle möchten wir uns noch bei Caseking.de bedanken, die uns für die Vergleichstests einen Intel Core i9-7980XE zur Verfügung gestellt haben. Bei Interesse geht es hier zur selektierten, vorgetesteten und geköpften Version "Advanced Edition", die mit 4,7 GHz auf allen Kernen läuft.

Die besten CPU-Benchmarks und Analysetools

Cinebench R15: Render-Geschwindigkeit

Der Klassiker unter den CPU-Benchmarks darf natürlich nicht fehlen: In Cinebench R15 wird ein aufwendiges, fotorealistisches Bild mit Hilfe der CPU gerendert. Die Ergebnisse sind eindeutig: Kommen alle 64 Threads zum Einsatz, kann der 2990WX die Konkurrenz deklassieren. In unserem Test kommen wir hier nämlich auf stolze 5088 Punkte! Der 1950X kommt hier nur auf 3012 Punkte (-41%) und der i9-7980XE auf 3439 Punkte (-32%).

Single- und Multicore-Leistung in Cinebench R15 im Vergleich.
Vergrößern Single- und Multicore-Leistung in Cinebench R15 im Vergleich.

Bei der Single-Core-Performance sieht es allerdings anders aus: Der 7980XE kann sich hier mit 189 Punkten von der AMD-Konkurrenz absetzen, der 2990WX landet auf den zweiten Platz mit 172 Punkten und der 1950X auf Platz 3 mit nur 165 Punkten. Beim Einzelkerntest kommt es vor allem auf einen hohen Takt an.

Das Ergebnis des AMD Ryzen Threadripper 2990WX in Cinebench R15.
Vergrößern Das Ergebnis des AMD Ryzen Threadripper 2990WX in Cinebench R15.

Blender: 3D-Modelling

Das Open-Source-Programm Blender wird mittlerweile auch von weltbekannten Institutionen fürs 3D-Modelling genutzt. Gerendert wird wahlweise über CPU oder GPU, wir testen natürlich ersteres. Im Test namens "Blenchmark" (gratis verfügbar) erfolgt das Rendering eines BMWs. Mehr Kerne sind auch hier von Vorteil, wie sich unschwer an den Ergebnissen erkennen lässt. Der 2990WX braucht hierfür nur 89 Sekunden und verbläst den 7980XE gnadenlos, der für die gleiche Aufgabe satte 127 Sekunden benötigt. Der 1950X ist mit 151 Sekunden noch einen Ticken langsamer, hat aber auch "nur" 32 Threads.

Rendering-Leistung in Blender im Vergleich.
Vergrößern Rendering-Leistung in Blender im Vergleich.

Veracrypt: Verschlüsselung von Daten

Veracrypt ist ein weiteres bekanntes Open-Source-Programm zur Verschlüsselung von Festplatten und mobilen Speichermedien, das quasi aus dem beliebten Trucrypt hervorgegangen ist. Mithilfe der CPU erfolgt eine starke Verschlüsselung über den AES-Standard. Im Schnitt schafft der 2990WX hier ordentliche 16,4 GB/s - der 7980XE behält mit stolzen 24,3 GB/s aber definitiv die Oberhand. Tatsächlich ist der 1950X sogar ähnlich schnell wie der Intel-Prozessor. Selbst nach mehreren Durchläufen bleiben die Ergebnisse ähnlich. Woran es letztendlich liegt, können wir aber nicht genau erklären.

Verschlüsselungsleistung in Veracrypt im Vergleich.
Vergrößern Verschlüsselungsleistung in Veracrypt im Vergleich.
Das Ergebnis des 2990WX in Veracrypt.
Vergrößern Das Ergebnis des 2990WX in Veracrypt.

POV-Ray: Raytracing mit der CPU

Mit dem Raytracing-Algorithmus lassen sich korrekt ausgeleuchtete 3D-Szenen erstellen. Und je mehr Kerne dafür zur Verfügung stehen, desto flotter lassen sich solche Szenen berechnen. Auch hier kann der integrierte Benchmark von POV-Ray alle Threads oder auch nur einen nutzen. Ähnlich wie bei Cinebench R15 (weiter oben) kann der 2990WX die Konkurrenz gnadenlos verblasen, wenn alle Kerne genutzt werden: Beim Multicore-Ergebnis erreicht der neue Threadripper 9580 PPS( Pixel pro Sekunde), der 7980XE nur 6489 PPS und der 1950X sogar nur 6045 PPS. In Sachen Single-Core-Performance ist die Leistung eher schwach: Der 2990WX kommt auf 343 PPS, der 7980XE auf 365 und der 1950X auf 289 PPS.

Single- und Multicore-Leistung in POV-Ray im Vergleich.
Vergrößern Single- und Multicore-Leistung in POV-Ray im Vergleich.

AMD Ryzen Threadripper 2990WX in Spielen

Natürlich ist uns klar, dass sich nur wenige Gamer einen Threadripper zulegen, um damit ausschließlich zu zocken. Doch getreu AMDs Motto "Arbeite am Tag und zocke nachts" soll sich der 2990WX auch fürs Spielen eignen. Wir haben das in verschiedenen Tests geprüft.

3D Mark: Timespy und Fire Strike

In den beiden snythetischen Tests von 3D Mark gibt es auch jeweils einen Durchlauf, der besonders die Leistung der CPU fordert. Im aktuelleren Timespy, der unter anderem auch DirectX 12 nutzt, ist das der CPU-Test. Der besteht aus einer Kombination aus Physik- und Simulationsberechnungen. Der 2990WX erreicht hier 7152 Punkte und unterliegt damit dem 7980XE, der auf 10236 Punkte kommt. Selbst der 1950X schneidet mit 7531 Punkten besser ab. Im etwas älteren Benchmark Fire Strike ist das der Physiktest quasi das Pendant, der vor allem den Prozessor beansprucht. Hier erreicht der 2990WX 18038 Punkte und muss sich wieder dem 7980XE geschlagen geben, der hier 27416 Punkte einheimst. Überraschung: Der 1950X kann mit 27965 Punkten sogar beide Chips schlagen.

CPU-Leistung in 3D Mark Timespy und Fire Strike im Vergleich.
Vergrößern CPU-Leistung in 3D Mark Timespy und Fire Strike im Vergleich.
Das Ergebnis des 2990WX in 3D Mark Timespy.
Vergrößern Das Ergebnis des 2990WX in 3D Mark Timespy.

Witcher 3 und Rise of the Tomb Raider

Wir testen die beiden oben genannten Titel in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) und mit maximalen Details, allerdings ohne Kantenglättung und Hersteller-spezifischen Grafikoptionen wie HBAO+, Hairworks oder PureHair. So hat die CPU nämlich noch einen großen Anteil zu berechnen, anstelle der GPU. In Witcher 3 messen wir beim 2990WX eine durchschnittliche Bildrate von 93, der 7980XE kommt hier allerdings auf deutlich bessere 134 Bilder pro Sekunde. Selbst der 1950X ist mit 122 Bilder pro Sekunde flotter unterwegs. In Rise of the Tomb Raider messen wir beim 2990WX 84 Bilder pro Sekunde (Durchschnitt), beim 7980XE flüssigere 93 Bilder pro Sekunde und beim 1950X nur 76 Bilder pro Sekunde.

Spieleleistung im Vergleich.
Vergrößern Spieleleistung im Vergleich.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2369492