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259 Selfie-Tote in den vergangenen sechs Jahren

05.10.2018 | 11:32 Uhr |

Der Wunsch nach dem perfekten Selfie-Foto kostete rund 259 Menschen in sechs Jahren das Leben.

In der Studie "Selfies: A boon or bane?" (Selfies: Ein Segen oder Fluch?) haben indische Forscher untersucht, wie viele Menschen in den vergangenen Jahren bei der Erstellung eines Selfie-Fotos ums Leben kamen. Dabei werteten sie entsprechende Berichte in Nachrichten aus. Das Ergebnis: Zwischen Oktober 2011 und November 2017 starben weltweit insgesamt 259 Menschen, weil es während des Knipsen eines Selfies zu einem Unfall kam. Ausgewertet wurden allerdings nur englischsprachige Nachrichten, die tatsächliche Zahl der Selfie-Toten dürfte also höher liegen.

Zu den häufigsten Todesursachen gehörten dabei Ertrinken und ein Sturz aus großer Höhe, wie etwa von einem Berg oder einem hohen Gebäude. Im Schnitt waren die Opfer um die 23 Jahre alt. Außerdem waren 70 Prozent der Selfie-Toten männlich. Besonders häufig wurden die Opfer beim Erstellen eines Selfies von einer Welle an der Küste oder im Meer auf einem Boot erfasst und ertranken anschließend. Hinzu kommen Unfälle, die sich in Fahrzeugen oder während eines Feuers ereigneten und Menschen, die von Zügen oder Waffen getötet wurden. Letzteres war die häufigste Todesursache bei Selfie-Unfällen in den USA.

Die meisten Selfie-Unfälle ereigneten sich der Studie zufolge in Indien. Auf den weiteren Plätzen folgen Russland, die USA und Pakistan. Nach Ansicht der Forscher sollten Gebiete, in denen es zu derartigen Unfällen kommen könnte, zu "No Selfie"-Zonen erklärt werden. Dies könnte dabei helfen, die Anzahl der Selfie-Toten zu reduzieren. In einigen Ländern seien entsprechende Schilder bereits im Einsatz.

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