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198 Millionen US-Wählerdaten im Netz geleakt

20.06.2017 | 13:04 Uhr |

Im Netz sind die Daten von 198 Millionen US-Nutzern geleakt, die wählen dürfen. Die Daten hatten die Republikaner gesammelt.

Die Sicherheitsexperten von Upguard haben laut eigenen Angaben die Wählerdaten von über 198 Millionen US-Bürgern entdeckt, die im Netz frei zugänglich waren. Die Daten hatte das Marktforschungsunternehmen Deep Root Analytics im Auftrag der Republikaner für den Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump gesammelt. Durch eine falsch konfigurierte Datenbank waren die persönlichen Daten der Wähler allerdings frei im Netz zugänglich.

Der 1,1 Terabyte große Datensatz enthielt persönliche Informationen praktisch aller in den USA etwa 200 Millionen wahlberechtigten Bürger. Wobei allerdings einige Daten offenbar älter sind. Zu den Daten zählten neben den Namen, die Geburtsdaten, Telefonnummern, Adressen, Wahlregistrierungsdetails, Angaben zur Herkunft und Religion und Angaben darüber, wie die Wähler zu Themen wie Waffenbesitz und Stammzellenforschung stehen. Unterm Strich waren damit die persönlichen Daten von 61 Prozent der US-Bevölkerung im Netz verfügbar.

Die Daten wurden aus mehreren Quellen gesammelt und gezielt für den Trump-Wahlkampf genutzt. UpGuard entdeckte die Daten auf einem Cloud-Server, wo die Datenbank für jeden aufrufbar war, der den Link dazu kannte. Gegenüber US-Medien gestand Deep Root Analytics den Fehler ein, zu dem es aufgrund einer Änderung an den Datenbank-Sicherheitseinstellungen am 1. Juni gekommen war. Nachdem man erfahren habe, dass die Datenbank öffentlich zugänglich war, habe man die Einstellungen korrigiert. Die Daten waren damit knapp zwei Wochen öffentlich verfügbar. Upguard stieß am 12. Juni per Zufall auf die Daten auf Cloud-Servern von Amazon und informierte dann Deep Root Analytics.

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