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Audio- und Videodateien umwandeln

28.02.2008 | 11:01 Uhr |

Zum Archivieren von TV-Mitschnitten empfehlen sich CDs, DVDs oder externe Festplatten. Um Platz zu sparen, ist es sinnvoll, die Aufnahmen stärker zu komprimieren. Dafür eignet sich beispielsweise der MPEG-4-Codec (Divx, Xvid). Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Unser Tool pcwMediaKonverter konvertiert die meisten bekannten Audio- und Videodateien in andere Formate. Es bietet eine grafische Oberfläche für einige Open-Source-Kommandozeilen-Tools. Enthalten sind beispielsweise Ffmpeg , Mencoder und tcmplex . Um mit Projectx erzeugten Dateien zu konvertieren, gehen Sie so vor:

1. Entpacken Sie pcwMediaKonverter in ein beliebiges Verzeichnis, beispielsweise unter „Eigene Dateien“, und starten Sie pcwMediaKonverter.EXE.

2. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Optionen“. Geben Sie unter „Ausgabe-Ordner“ einen Pfad an, in dem Sie die konvertierten Dateien speichern möchten.

3. Gehen Sie auf die Registerkarte „Mux“. Hier geben Sie unter „Video-Datei“ den Pfad zur M2V-Datei an. Unter „Audio- Datei 1“ tragen Sie die MP2-Datei ein. Unter „Audio-Datei 2“ können Sie eine weitere Tonspur bestimmen, sofern diese vorhanden ist.

4. Wählen Sie unter Modus „mpeg2“, und klicken Sie auf „Start Mux“.

5. Im Ausgabe-Ordner liegt danach eine MPG-Datei mit dem Namen der ursprünglichen Datei. Gehen Sie auf die Registerkarte „Konverter“, klicken Sie auf „Hinzufügen“, und wählen Sie diese MPG-Datei aus. Sie können Dateien auch per Drag & Drop vom Windows-Explorer in die Liste unter „Dateien“ aufnehmen.

6. Auf der Registerkarte „Optionen“ stellen Sie die Parameter für die neue Videodatei ein. Für ein Divx-kompatibles Format aktivieren Sie die Option „AVI“ und wählen hinter „Codec“ den Eintrag „Divx5“. Hinter „Bitrate“ geben Sie beispielsweise „900k“ ein. Mit diesem Wert müssen Sie etwas experimentieren. Eine höhere Bit-Rate verbessert die Qualität, vergrößert aber die Datei. Unter „Audio- Optionen“ wählen Sie als Codec „mp3“ und geben als Bit-Rate beispielsweise „128“ ein.

7. Für einen ersten Testlauf wandeln Sie einen kurzen Ausschnitt um. Tragen Sie unter „Weitere Optionen für die Kommandozeile“ „-t 200“ ein, um nur 200 Sekunden zu bearbeiten. Klicken Sie auf „Start“. Auf der Registerkarte „Log“ sehen Sie den Fortschritt der Umwandlung. Prüfen Sie die erzeugte AVI-Datei im Media-Player. Wenn Sie mit der Qualität zufrieden sind, entfernen Sie „-t 200“ wieder und klicken erneut auf „Start“.

Synchronisieren: Sollten Bild und Ton bei der Wiedergabe nicht synchron laufen, müssen Sie die Zeitverzögerung ermitteln. Markieren Sie die MPG-Datei auf der Registerkarte „Konverter“ in der Liste unter „Dateien“, und klicken Sie auf „Play“. Mit der <+>- und <->-Taste erreichen Sie einen Ton-Bild-Versatz von jeweils 100 Millisekunden nach vorne beziehungsweise hinten, mit <Bild auf> und <Bild ab> einen Versatz von 1 Millisekunde. Den ermittelten Wert tragen Sie dann auf der Registerkarte „Mux“ bei „Audio-Datei 1“ beziehungsweise „Audio-Datei 2“ ein (nur positive Werte). Mit „0“ für den Video- und „100“ für den Audio-Versatz verschieben Sie die Tonspur um 100 Millisekunden gegenüber der Videospur. „200“ für Video und „100“ für Audio bewirkt eine Verschiebung der Tonspur um -100 Millisekunden.

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