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Zugriffs-Rechte von Internetdiensten kontrollieren

18.12.2014 | 14:31 Uhr |

Was Online-Nutzer oft nicht wissen: Wer Facebook nutzt, hat meist auch zahlreichen anderen Online-Diensten und Smartphone-Apps den Zugriff auf die eigenen Daten gewährt. Ab und an kann das durchaus erwünscht sein. Doch die Zugriffserlaubnis bleibt auf Dauer bestehen.

Was dahintersteckt: Bei vielen Webseiten ist eine Anmeldung nötig. Damit das möglichst einfach vonstatten geht, können Sie sich als Facebook-Nutzer auch mit Ihrem Facebook-Konto einloggen. Das geht schnell und ist sicher. Dabei räumen Sie der Website jedoch meist auch Zugriff auf Ihre persönlichen Daten ein. Will die Website zudem noch weitere Verbindungen zu Facebook herstellen, etwa damit sie auf Ihrer Facebook-Seite Nachrichten schreiben kann, kommen weitere Zugriffsrechte hinzu.

Alle hier aufgeführten Dienste haben Zugriff auf einige oder gar alle Daten bei Facebook.
Vergrößern Alle hier aufgeführten Dienste haben Zugriff auf einige oder gar alle Daten bei Facebook.

Grundsätzlich ist das nicht weiter schlimm, sondern vom Benutzer ja in diesem Moment erwünscht. Es lohnt sich aber, von Zeit zu Zeit bei den Zugriffsrechten aufzuräumen. Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, wer alles Ihre Daten lesen darf.

So kontrollieren Sie die Zugriffsrechte bei Facebook: Loggen Sie sich in Facebook ein, klicken Sie auf den Pfeil rechts oben und wählen Sie „Privatsphäre-Einstellungen ➞ Werbeanzeigen, Anwendungen und Webseiten ➞ Einstellungen bearbeiten“. Sie landen bei „Anwendungen, die du verwendest“, wo Sie „Einstellungen bearbeiten“ wählen. Jede „Anwendung“, die hier aufgeführt ist, darf etwas von Ihren Daten sehen. Welche genau, klärt jeweils ein Klick auf „Bearbeiten“. Der Begriff „Anwendung“ ist ein wenig unscharf. Es tauchen hier auch Facebook-Apps, also Anwendungen auf, Sie finden außerdem jene Websites, bei denen Sie sich mit Facebook angemeldet haben. Smartphone-Apps mit Facebook-Verbindung sind hier ebenfalls aufgeführt.

Auch beim Cloud-Dienst Dropbox kann man anderen Diensten Zugriff auf die eigenen Daten in der Cloud gewähren.
Vergrößern Auch beim Cloud-Dienst Dropbox kann man anderen Diensten Zugriff auf die eigenen Daten in der Cloud gewähren.

Anwendungen, von denen Sie nicht mehr wissen, wozu sie eine Verbindung zu Facebook brauchen, können Sie getrost löschen. Für den Fall, dass Sie später noch einmal über den Dienst stolpern, können Sie die Erlaubnis per Klick einfach erneut erteilen.

Facebook sicher in 3 Minuten

Auch andere Dienste erlauben Zugriffe: Facebook ist nicht der einzige Dienst, der anderen Unternehmen Zugriff auf Ihre Daten gewährt. Hier nur drei weitere Beispiele: Der Dienst „If This Than That“, kurz IFTTT verbindet moderne Online-Services miteinander. Das kann ungemein praktisch sein. Erhalten Sie beispielsweise eine Mail mit einem Anhang, kann IFTTT diesen automatisch in Ihrer Dropbox speichern. Das heißt aber auch, dass IFTTT die Log-in-Daten zu Ihrem Mailpostfach und zu Dropbox hat. Auf welche Dienste IFTTT bereits Zugriff hat, können Sie über „Channels“ sehen und ändern.

Auch als Nutzer von Twitter hat man meist etlichen anderen Programmen oder Apps Zugriff auf seine Daten gewährt.
Vergrößern Auch als Nutzer von Twitter hat man meist etlichen anderen Programmen oder Apps Zugriff auf seine Daten gewährt.

Auch auf die Dropbox haben viele andere Dienste Zugriff. Welchen Programmen Sie bereits Zugang gewährt haben, sehen und ändern Sie bei Dropbox über den Pfeil oben rechts und danach über „Einstellungen ➞ Eigene Apps“. Anwender, die Twitter nutzen, sollten auch einen Blick auf „Profil bearbeiten ➞ Apps“ werfen. Wahrscheinlich finden sich da einige Android-Apps sowie Windows-Tools, die Sie zwar einmal ausprobiert haben, aber seit langem nicht mehr nutzen. Auch diese Apps haben aber noch Zugriff auf Ihr Twitter-Konto.

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