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Zu scharf eingestellte Spam-Filter

30.04.2004 | 10:59 Uhr |

Angesichts der Spam-Flut der vergangenen Monate ist es sehr zu begrüßen, dass große Mailanbieter wie GMX Spam-Filter eingebaut haben. Allerdings landet auch immer wieder reguläre Mail unter der Spam-verdächtigen Post. Wir erklären Ihnen wie es dazu kommt und wie Sie vermeiden können, dass Ihre Mail beim Empfänger als Spam eingestuft wird.

Anforderung

Einsteiger

Zeitaufwand

Gering

Problem:

Angesichts der Spam-Flut der vergangenen Monate ist es sehr zu begrüßen, dass große Mailanbieter wie GMX Spam-Filter eingebaut haben. Allerdings landet auch immer wieder reguläre Mail unter der Spam-verdächtigen Post.

Lösung:

Mailempfänger können GMX über einen Link im Web-Interface informieren, wenn eine Mail fälschlich als Spam eingestuft wurde. Andere Anbieter bieten ähnliche Möglichkeiten. Diese sollten Sie im Interesse aller nutzen, weil Spam-Filter ohne solche Rückmeldungen nicht erfahren, dass sie fehlerhaft arbeiten; und ohne Kritik unterbleibt die notwendige Korrektur.

Als Absender sollten Sie darauf achten, nicht unabsichtlich Inhalte zu verschicken, die typisch für Spam-Mails sind. Typische Merkmale, auf die die Spam-Filter anspringen, sind etwa ein fehlender Name in der Absenderadresse, ein falsches Sendedatum, durchgehende Großschreibung, eine Ansammlung von Leerzeichen zwischen den Wörtern im Betreff, HTMLMails mit besonders häufigen Schriftgrößen- und Farbwechseln, HTML-Mails ohne Textteil oder auch die Häufung bestimmter Wörter.

Jedes einzelne dieser Kriterien bewertet der Spam-Filter nach einem Punktesystem. Wenn das voreingestellte Limit überschritten ist, gilt die Mail als Spam. Das heißt, Sie können durchaus mit einem Bekannten per Mail über Viagra diskutieren, sollten dann aber darauf achten, keines der anderen Spam-Kriterien zu erfüllen.

Ein Killerkriterium, das für sich allein bereits ausreicht, in Spam-Verdacht zu kommen, ist das Senden von Mail über den falschen Server. Wenn Sie zum Beispiel von Ihrer Firmenadresse aus eine Mail verschicken und als Absender Ihre private Mailadresse angeben, stimmt diese Adresse nicht mit der des Mailservers überein. Da fast alle Spammer gefälschte Adressen und fremde Mailserver verwenden, auf die sie aufgrund vernachlässigter Sicherheitsmaßnahmen Zugriff bekommen haben, ist hier der Spam-Verdacht sehr hoch. Senden Sie deshalb immer nur über den Server jenes Mailanbieters, dessen Adresse Sie gerade verwenden.

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